BitMEX Bitcoin-Börse sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber

Alexandra Kons

von Alexandra Kons

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Alexandra Kons

Alexandra Kons hat Orient- und Asienwissenschaften, Deutsch als Fremdsprache und Arabistik studiert. Seit einigen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Thema Kryptowährungen.

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Eine der beliebtesten Krypto-Handelsplattformen, BitMEX, und ihr Gründer Arthur Hayes machen eine schwere Zeit durch. Denn Investoren der Krypto-Börse haben eine Klage über 300 Millionen US-Dollar eingereicht. Angeblich soll Hayes die Anleger mit falschen Informationen getäuscht haben. Ein harter Schlag nach regulatorischen Schwierigkeiten und einem Datenleck in diesem Jahr.

Der Gründer der Bitcoin-Börse BitMEX, Arthur Hayes, muss nun mit seinem Unternehmen vor Gericht ziehen. Denn die Handelsbörse muss sich mit einer Klage zweier früherer Investoren auseinandersetzen. Die BitMEX-Investoren der frühesten Stunde, Frank Amato und RGB Coin LTD, haben die Klage beim Obersten Gerichtshof des US-Bundesstaates Kalifornien in San Francisco eingereicht. Bei dem Fall geht es um 300 Millionen US-Dollar. Angeblich sollen die Investoren durch die Verbreitung von Falschinformationen durch Arthur Hayes selbst finanzschädigende Nachteile gehabt haben.

Im Jahr 2015 investierten Frank Amato und RGB Coin LTD rund 30.000 US-Dollar in die aufsteigende Bitcoin-Börse. Das Investitionspaket sollte mit einem Eigenkapital Schwung in die Krypto-Börse BitMEX bringen. Die Investoren erwarteten dafür eine Rückzahlung von 50 Millionen US-Dollar, die sie bis heute nicht erhalten haben sollen. Nun geht es Frank Amato und RGB Coin LTD aber nicht mehr nur um die vermeintlich verlorenen 50 Millionen US-Dollar. Sondern um zusätzliche 250 Millionen US-Dollar Schadensersatz, wie Bloomberg am 11. Dezember berichtete.

Keine Stellungnahme der Bitcoin-Börse

Bisher fehlt eine öffentliche Stellungnahme durch BitMEX selbst. Allerdings ist dies nicht die erste Hürde, die die Krypto-Plattform meistern muss. Denn in diesem Jahr war die Börse bereits in regulatorische Schwierigkeiten in den USA verwickelt. Damals ermittelte die CFTC gegen die Krypto-Optionsbörse. Dabei ging es um möglicherweise unzureichende KYC-Maßnahmen, die amerikanischen Investoren mit einem einfachen VPN Client die Nutzung der Plattform ermöglichten. Das Problem daran war, dass BitMEX zu diesem Zeitpunkt keinerlei Zulassung für Krypto-Geschäfte in den USA hatte.

Zudem hatte die Plattform auch mit einem nicht unerheblichen Datenleck zu kämpfen. Ein Fehler eines Mitarbeiters führte zur Offenlegung einiger E-Mail-Adressen von Kunden in einem Aktualisierungsschreiben. Damals reagierte BitMEX schnell, damit keine weiteren sensiblen Daten an das Licht der Öffentlichkeit dringen konnten.

Nun stellt sich die Frage, wie viele „Unglücksfälle“ eine Krypto-Börse verkraften kann, bevor das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Von dem Hype rund um das Bitcoin-Trading-Rekordvolumen Mitte des Jahres ist nun nicht mehr viel zu spüren.


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