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Bitcoin-Börse auf Abwegen: FBI schaltet sich in QuadrigaCX-Ermittlungen ein  

Die US-Bundespolizei FBI schaltet sich in die Ermittlungen rund um die Insolvenz der ehemaligen kanadischen Bitcoin-Börse QuadrigaCX ein. Zur Stunde suchen die Ermittler nach geschädigten US-Bürgern. Diese sind aufgefordert, ihren Kontakt mit der Börse gegenüber den Behörden kenntlich zu machen. Nach dem plötzlichen Tod ihres Gründer Gerry Cotten im Januar ist QuadrigaCX derzeit zahlungsunfähig. Kunden drohen Millionenverluste.

David Barkhausen
 |  Lesezeit: 2 Minuten
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Beitragsbild: Shutterstock

Der Kollaps der ehemaligen Bitcoin-Börse QuadrigaCX gehört wohl zu den meist-diskutierten und verworrensten Boulevardthemen im Krypto-Universum. Längst rankt sich um die Insolvenz der kanadischen Börse ein breites Netz an Gerüchten und Spekulationen. Licht ins Dunkel um den mutmaßlich vorgetäuschten Todesfall ihres Gründers, dessen verlorengegangenen Master-Passwörter und den Verlust von Millioneneinlagen will nun das FBI bringen.

Wie die US-Wirtschaftsnachrichten-Plattform Bloomberg am Dienstag, dem 4. Juni, berichtete, schaltet sich die US-Bundespolizei in die Ermittlungen rund um das Aus der Börse ein. Gemeinsam mit der Steuerfahndung IRS-CI, der Generalstaatsanwaltschaft und der Abteilung für Computerverbrechen des US-Justizministeriums suchen die Ermittler nun nach Geschädigten des mutmaßlichen Bitcoin-Börsen-Scams.

Zur Stunde bitten die Behörden diese auf ihrer Internetseite um Mithilfe. Anonym sollen ehemalige QuadrigaCX-Kunden Angaben zu ihren Accounts und Transaktionsverhalten vor allem ausgehend von US-Bankenkonten machen.

Wie eine entsprechende Erklärung der Behörde nahelegt, wollen die Ermittler so ein umfassendes Bild über die Hintergründe der plötzlichen Insolvenz erhalten und Schadensersatzansprüche Geschädigter durchsetzen. So heißt es vonseiten der Bundespolizei:

Das FBI und das IRS-CI sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Opfer von Verbrechen auf Bundesebene auszumachen und diesen mit Informationen, ihren Diensten und Ressourcen zur Seite zu stehen.

Mit seinen Ermittlungen schließt sich das FBI den kanadischen Staats- und Bundesbehörden an, die den Fall indes ebenfalls untersuchen. Erste Ergebnisse lassen derzeit noch auf sich warten.

Die Hintergründe: Gerry Cotten nimmt Passwörter mit ins Grab

Nach dem unerwarteten Tod ihres Gründers Gerry Cotten war QuadrigaCX im Januar quasi über Nacht zahlungsunfähig geworden. Denn dieser hatte die Master-Passwörter der Börse mit ins Grab genommen. Seitdem fehlt der Zugang zu den Konten von rund 115.000 Kunden. Knapp 170 Millionen Euro liegen derzeit auf Eis.

Bis zuletzt hatte dies Gerüchte angefacht, Cotten könnte seinen Tod möglicherweise nur vorgetäuscht und sich mit den Einlagen seiner Kunden ins Ausland abgesetzt haben. Zudem wurden Spekulationen über ein mögliches Schneeballsystem laut, das Cotten betrieben haben soll.

Seit April befindet sich die Muttergesellschaft von Quadriga Fintech Solutions Corp. nun im Insolvenzverfahren der kanadischen Behörden. Dies hatte ein zuständiges Gericht angeordnet.

Die kanadische Wertpapieraufsicht wiederum reagierte auf den Fall zuletzt mit strengeren Vorgaben für Bitcoin-Börsen. Damit will man ähnliche Pattsituationen in Zukunft verhindern.

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