Kanadische Behörden wollen schärfere Regeln für Bitcoin-Industrie als Antwort auf QuadrigaCX

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Die kanadische Wertpapieraufsicht CSA und die Organisation für Investment-Regulierung IIROC wollen schärfere Regeln für die Bitcoin-Industrie im Land. Aufschluss darüber, wie kommende Vorschriften für Börsen und Plattformen aussehen könnten, soll eine Befragung von FinTech-Unternehmen liefen. Damit wollen die Behörden auf die derzeit festgefahrene Situation von QuadrigaCX antworten.

Es sind nicht weniger als 135 Millionen US-Dollar an Kundengeld, die nach dem Tod von QuadrigaCX-Gründer Gerry Cotten derzeit auf Eis liegen. Der Grund des Stillstands: Der im Dezember plötzlich Verstorbene hatte die Kundenpasswörter der kanadischen Krypto-Börse mit ins Grab genommen.

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Die Gerüchteküche brodelt indes. Cotten hätte folglich ein Schneeballsystem betrieben und Gelder veruntreut. Die kanadischen Behörden fordern folglich Aufklärung und wollen ähnliche Pattsituationen für die Zukunft verhindern.

Am Donnerstag, dem 14. März, hat die kanadische Wertpapieraufsicht CSA gemeinsam mit der Organisation für Investment-Regulierung IIROC deshalb angekündigt, schärfere Regeln für Bitcoin-Börsen und Plattformen herausgeben zu wollen:

Wir müssen uns an Innovationen anpassen und dem Markt Klarheit darüber verschaffen, wie regulatorische Anforderungen am besten auf diese einzigartigen Geschäftsmodelle zugeschnitten und angewendet werden können. Hierbei müssen wir auch den Anlegerschutz wahren,

so IIROC-Geschäftsführer Andrew Kriegler über die gemeinsame Initiative.

CSA: FinTech-Industrie will Sicherheit

Aufschluss darüber, wie kommende Vorschriften aussehen könnten, soll eine Befragung der Industrie liefen. Diese richtet sich vor allem an FinTech-Unternehmen und soll Klarheit darüber schaffen, wo Hürden und Knackpunkte kommender Gesetzesantworten liegen. Sie soll außerdem ausloten, welche Standards sich Betreiber von Plattformen für die Sicherheit ihrer Geschäfte selbst wünschen.

Plattformen haben uns mitgeteilt, dass sie sich einen maßgeschneiderten Gesetzesrahmen wünschen, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und ihre Geschäfte in ganz Kanada und weltweit auszubauen,

beschreibt Louis Morisset, Vorsitzender der Wertpapieraufsicht CSA, die Motivation hinter dem Vorhaben.

Als mögliche Schritte nennt die Behörde etwa Registrierungsauflagen für Investierende oder eine Versicherungspflicht für Bitcoin-Plattformen, die die Einlagen der Kunden absichert.

Vergangene Woche gewährte das zuständige Gericht QuadrigaCX derweil eine Gnadenfrist. Bis zum April hat die Krypto-Börse nun Zeit, die Millionen ihrer Kunden aufzuspüren.

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