Urteil gefällt: Die Krypto-Börse QuadrigaCX muss schließen

Patrick Pehl

von Patrick Pehl

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Patrick Pehl

Patrick Pehl arbeitet als freier Journalist in Berlin. Dort macht er auch Podcasts und erdenkt in kreativen Prozessen für verschiedene Kunden originelle PR Konzepte. Allerdings ärgert sich sich noch heute die ersten Bitcoins für einen mittelmäßigen Burger ausgegeben zu haben.

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Die einst riesige kanadische Krypto-Börse Quadriga muss in den kommenden Tagen Konkurs anmelden, so entschied am gestrigen Montag, dem 8. April, der zuständige Richter Michael Wood.

Der Nova Source Supreme Court in Kanada entschied, die Schließung des Unternehmens QuadrigaCX einzuleiten. Bereits seit Januar arbeitete die vormals größte kanadische Bitcoin-Börse unter dem Companies’ Creditors Arrangement Act (CCAA), was in etwa dem deutschen Vorgang der Insolvenzanmeldung entspricht. Somit ist nun wohl das letzte Kapitel in der Causa QuadrigaCX aufgeschlagen.


Der Fall ist verworren. Nicht nur der Verbleib von Kryptowährungen ist ungeklärt, sondern auch der Zugang zu ihnen. Augenscheinlich hatte der Geschäftsführer der Unternehmung alleinigen Zugriff auf die privaten Schlüssel der Cold Wallets und keinerlei Vorkehrungen für den Fall seines Ablebens getroffen. Es haben sich auch schon einige Verschwörungstheorien um den Fall entwickelt.

In der vergangenen Woche konnte der Vermögensberater Ernst & Young (EY) einige vergleichsweise kleinere Fortschritte aufweisen. Auf Konten bei Zahlungsdienstleistern hatten die Buchprüfer umgerechnet rund 400.000 Euro gefunden. EY verkündete in diesem Zuge:

Die Möglichkeit, dass Quadriga umstrukturiert wird und aus dem Schutz des CCAA entfernt werden kann, scheint unwahrscheinlich.

Für den 18. April ist eine weitere Anhörung geplant. Dabei soll geht es um eine mögliche Verlängerung des CCAA-Schutzes. Die Abwicklung der einst stolzen Handelsplattform für Krypto-Werte übernimmt Ernst & Young, was der Prüfungsgesellschaft mehr Ermittlungsmöglichkeiten einräumt.

Vermögen der Witwe weiterhin eingefroren

Weiter entschied Richter Wood, dass der Nachlass des verstorbenen Geschäftsführers von QuadrigaCX, Gerald Cotten, weiterhin eingefroren bleibt. Grund dafür ist, dass in der vergangenen Woche weitere Indizien für Untreue auftauchten. So hatte Cotten etwa seiner Lebensgefährtin mit Teilen des Unternehmensvermögens des QuadrigaCX Immobilien und Wertgegenstände gekauft. Alle Werte, die von den Firmen gehalten werden, deren Besitzerin die Witwe Robertson ist, werden der aktiven Handhabe entzogen. Dazu gehören die Nova Consulting Inc., die Robertson Nova Property Management Inc. sowie der Seaglass Trust.

Auch die Zahlungsdienstleister VoPay, Alto Bureau de Change und die Black Banx, welche vormals WB21 hieß, sind betroffen. Sie sollen alle Vermögenswerte aushändigen, welche im Zusammenhang mit QuadrigaCX stehen. Zum Teil weigern sich die Dienstleister aber, auch nur Informationen auszutauschen. VoPay hingegen kündigte an zu kooperieren.

Was man aus der Causa QuadrigaCX lernen kann: Der Handel mit Kryptowährungen ist nicht nur in Bezug auf die Volatilität des Krypto-Markts riskant. Anleger müssen insbesondere darauf achten, wer die Mittel verwaltet – und ob der Anbieter dazu auch in der Lage ist.

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