Drei Tage nach dem milliardenschweren Hack können Binance-Kunden wieder erste Auszahlungen vornehmen. Zunächst sind Abhebungen in Bitcoin möglich, wie die Krypto-Börse mitteilte. Weitere Kryptowährungen und Netzwerke sollen schrittweise folgen. “Wir wollen die Auszahlungen nach und nach wieder ermöglichen, sobald die Sicherheitsprüfungen abgeschlossen sind und die jeweiligen Dienste bereit sind”, so Binance in einer Stellungnahme auf X.
Die Reihenfolge orientiere sich an der Nachfrage der Nutzer. Während die Auszahlungen wieder anlaufen, könne es laut Binance noch zu Verzögerungen kommen. “Der Zugang zu euren Geldern hat für uns Priorität”, erklärte die Börse. Das Unternehmen betonte zudem erneut, sämtliche Verluste aus eigenen Mitteln zu decken: “Binance wird die finanziellen Folgen der gestohlenen Gelder tragen, nicht unsere Nutzer”.
Binance schließt Lücke fast vollständig
Nach dem milliardenschweren Angriff am Donnerstag hatte Binance sämtliche Auszahlungen vorübergehend gestoppt. Hacker erbeuteten Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar. Das FBI macht inzwischen nordkoreanische Hacker für den Angriff verantwortlich.
Binance hat nach eigenen Angaben mittlerweile rund 95 Prozent der gestohlenen Vermögenswerte aus eigenen Mitteln ersetzt. Bitcoin, Ethereum, USDT, BNB, Solana, USDC und XRP seien wieder vollständig gedeckt. Die noch fehlenden Kryptowährungen wolle man über den Markt und außerbörsliche Geschäfte beschaffen. Die Krypto-Börse kündigte zudem einen ausführlichen Bericht über den Angriff an, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist.
Die Börse verspricht zwar, den gesamten Schaden selbst zu tragen. Doch wie sind die Kundengelder bei Binance überhaupt abgesichert und wie weit reicht der Notfallfonds? Die wichtigsten Antworten zum Milliarden-Hack gibt es hier: Binance-Hack: Was Kunden jetzt wissen müssen
