Mehrere DeFi-Projekte sind offenbar Ziel eines gemeinsamen Cyberangriffs geworden. Betroffen waren unter anderem die Websites von Flap, Kintsu, Pickle Finance und Origami Finance. Insgesamt bestätigte der Domain-Anbieter Name.com unbefugte Zugriffe auf 15 Kundendomains, die von den Angreifern auf manipulierte Seiten umgeleitet wurden. Inzwischen seien alle betroffenen Domains wiederhergestellt.
Angreifer setzen Krypto-Drainer ein
Auf den manipulierten Websites kam laut Blockaid der sogenannte Step Drainer zum Einsatz. Die Schadsoftware bringt Nutzer dazu, beim Verbinden ihrer Wallet Transaktionen zu genehmigen, über die anschließend Kryptowährungen abgezogen werden können. Die eigentlichen Smart Contracts der betroffenen DeFi-Protokolle wurden nach Angaben mehrerer Projekte nicht kompromittiert. Alle zunächst identifizierten Domains waren über Name.com registriert.
Wie hoch der Schaden ausfällt, ist bislang unklar. Nach Angaben von The Block konnten rund 138.000 US-Dollar an gestohlenen Kryptowährungen auf drei Wallets zurückverfolgt werden. Wie viele Nutzer insgesamt betroffen sind, ist ebenfalls noch unklar.
Der Angriff reiht sich in mehrere Sicherheitsvorfälle der vergangenen Wochen ein. Bei Ledger wurden kürzlich manipulierte Hardware-Wallets entdeckt, über die Kryptowährungen gestohlen wurden. Bei Coinbase waren Kundendaten von einem Datenleck betroffen. Hinzu kommt der milliardenschwere Binance-Hack, für den das FBI inzwischen nordkoreanische Hacker verantwortlich macht. Mehr dazu hier: FBI bestätigt: Nordkorea steckt hinter dem Binance-Hack
