Manipulierte Wallets 

Ledger-Skandal weitet sich aus: Verkaufsstopp in sieben Märkten

Nach Berichten über manipulierte Hardware-Wallets zieht Ledger weitere Konsequenzen. Bestimmte Händler sollen den Verkauf vorerst einstellen.

Moritz Draht
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Eine Ledger-Wallet

Beitragsbild: Shutterstock

| Der Sicherheitsvorfall bei Ledger zieht immer weitere Kreise

Der Sicherheitsvorfall bei Hardware-Wallet-Hersteller Ledger zieht weitere Kreise. Das Unternehmen hat Händler und Vertriebspartner in Indonesien, Singapur, Thailand, auf den Philippinen, in Vietnam, Malaysia und Hongkong nun aufgefordert, den Verkauf seiner Geräte vorübergehend einzustellen. Das teilte Ledger auf X mit.

Hintergrund sind Berichte über manipulierte Hardware-Wallets, die über den Händler CryptoBilis verkauft wurden. Ledger hatte bereits bestätigt, dass bei betroffenen Geräten zusätzliche Hardware verbaut worden war. Wer hinter den Manipulationen steckt und an welcher Stelle der Lieferkette die Geräte verändert wurden, ist bislang unklar.

Ledger sieht bestätigte Vorfälle bislang nur in Südostasien

“Bislang beschränken sich die bestätigten Vorfälle auf Südostasien. Wir haben keinen Diebstahl nachweisen können, der mit einem anderswo gekauften Gerät zusammenhängt”, erklärte Ledger auf X. Es gebe außerdem keine Hinweise darauf, dass die eigene Infrastruktur, die Systeme oder Dienstleistungen des Unternehmens oder der Direktvertrieb kompromittiert worden seien.

Der Fall hatte zuletzt auch Europa erreicht. Nach Berichten über möglicherweise manipulierte Geräte setzte unter anderem MediaMarkt den Verkauf von Ledger-Wallets aus. Auch die Konkurrenten Trezor und OneKey reagierten mit zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen.

Wie groß der Schaden durch die manipulierten Geräte tatsächlich ist, bleibt unterdessen unklar. Bereits zu Beginn des Skandals kursierten Berichte über angebliche Verluste von mehr als 86 Millionen US-Dollar. Ledger warnte betroffene Kunden des Händlers CryptoBilis davor, ihre Geräte einzurichten. Kryptowährungen sollten vorsichtshalber auf ein neues Gerät mit neuer Seed-Phrase übertragen werden. Die Hintergründe hier: 86 Millionen US-Dollar gestohlen? Davor warnt Ledger jetzt.

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