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Exklusiv Bei diesem Bielefelder Fintech kannst du klimaneutral in Bitcoin investieren

Der Bielefelder Krypto-Sparplan-Anbieter Coindex wird klimaneutral – und setzt neue Nachhaltigkeitsstandards in der deutschsprachigen Bitcoin-Branche.

David Scheider
 |  Lesezeit: 4 Minuten
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Beitragsbild: Coindex

| Die Coindex-Gründer Kai Kuljurgis und Sergio Pereira.

Bitcoiner sind allesamt libertäre Anarchokapitalisten, denen die Zukunft der Erde egal ist. Klimawandel? Gibt es nicht! Bewusstsein für die sozialen Probleme der Welt? Fehlanzeige! Und sowieso: Bitcoin fixes everything! Weit gefehlt.

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Denn so ganz stimmt die Erzählung des Ego-Bitcoiners dann doch nicht; so mancher BTC-Enthusiast ist progressiver, als gemeinhin angenommen. So ruft etwa die Initiative Netpositive.money bereits seit geraumer Zeit zu CO₂-Offsetting von Bitcoin-Beständen auf. Die Website bietet auch einen Rechner, mit dem man den ökologischen Fußabdruck der eigenen BTC-Bestände ermitteln kann.

Coindex wird klimaneutral

Doch auch aus der Industrie gibt es immer mehr Signale, dass man den Umwelteinfluss von Krypto-Investments ernst nimmt. Wie BTC-ECHO vorab exklusiv erfahren hat, verpflichtet sich der Bielefelder Krypto-Index-Anbieter Coindex ab sofort zu Klimaneutralität. Aus einem umfangreichen Nachhaltigkeitsreport, der BTC-ECHO vorliegt, geht hervor, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2021 21,9 Tonnen CO₂ emittiert hat, die es nun zu kompensieren gilt. Die 21,9 Tonnen stammen aus 10,5 Tonnen, die sich durch die Geschäftsaktivität ergeben sowie 11,4 Tonnen aus dem laufenden Handelsgeschäft mit Kryptowährungen. In anderen Worten: Coindex kompensiert nicht nur den eigenen ökologischen Fußabdruck, sondern auch den der Anleger:innen, die auf der Plattform handeln. Damit ist das Bielefelder Unternehmen, das sich vor allem durch Index-Investments in Kryptowerte auszeichnet, Vorreiter im deutschsprachigen Raum.

“Wir gehen den konsequenten Weg, ein vollständig klimaneutralisertes Krypto-Fintech zu sein”, heißt es im Nachhaltigkeitsreport des Unternehmens. Damit adressiert Coindex berechtigte Sorgen vor einem erhöhten CO₂-Ausstoß durch Bitcoin – wenngleich die Autoren der Studie vom Prädikat “Umweltsau Bitcoin” freilich wenig halten. Gegenüber BTC-ECHO sagt Peter Weger von Coindex:

In den Medien erntet der größte und wichtigste Kryptowert viel Kritik. Aufgrund des hohen Stromverbrauchs sei er klimaschädlich und damit schlecht. Eine solche Meinung ist mir zu einseitig und zu wenig differenziert. Sicherlich ist auch Bitcoin, so wie jedes andere ESG Investment, nicht perfekt. Aber wenn man ohne Dogma und objektiv an die Sache herangeht, wird man viele Argumente finden, die Bitcoin am Ende durchaus als ein tolles ESG Investment dastehen lassen.

ESG (Environment, Social, Governance) beschreibt ein Framework, nach dem Investor:innen die Nachhaltigkeit von Investments bestimmen können.

So ermittelst du deinen ökologischen Fußabdruck

Den ökologischen Fußabdruck von Proof-of-Work-Währungen wie Bitcoin zu ermitteln, ist allerdings nicht gerade trivial. Schließlich gibt es über den Anteil erneuerbarer Energien, der beim Mining verwendet wird, allenfalls Schätzungen. Die University of Cambridge etwa taxiert den Anteil erneuerbarer Energien auf 39 Prozent. Coinshares geht sogar von 71 Prozent aus. Zum Vergleich: Deutschland bezieht 41 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energiequellen, schreibt das Umweltbundesamt.

Doch damit nicht genug. Denn obwohl das Mining einen Löwenanteil des verbrauchten Stroms bei Bitcoin ausmacht, wäre es falsch, den Minern alleine die Kompensation des ökologischen Fußabdrucks zu überlassen. Schließlich tragen Nutzer:innen durch Transaktionen entscheidend zum Fortbestand des Netzwerks und damit auch des Stromverbrauchs bei.

Coindex hat sich bei der Taxierung der CO₂-Emissionen deshalb für das sogenannte eigentumsbasierte Modell entschieden. Dabei wird der CO₂-Ausstoß des Netzwerks in einem gegebenen Zeitraum auf 1 BTC umgelegt. Das Ergebnis: Je gehaltenem BTC im Jahr 2021 ist man für 2.112,46 kg CO₂ verantwortlich. Es ist dann ein Leichtes, diese auf die Gesamtmenge der auf den Wallets befindlichen Coins umzulegen. Um auf Nummer sicher zu gehen, überkompensiert Coindex seinen CO₂-Fußabdruck indes um den Faktor zwei. In der Studie heißt es:

[Wir] kompensieren über atmosfair die doppelte Menge, also 44 Tonnen, anstelle der tatsächlich emittierten 21,9 Tonnen CO₂.

Der Schritt vonseiten der Bielefelder Krypto-Börse rund um CEO Kai Kuljurgis zeigt, dass die Branche durchaus zu selbstregulierendem Verhalten in der Lage ist. Je mehr Bitcoiner und Bitcoin-Unternehmen den ökologischen Fußabdruck der Kryptowährung nicht als FUD abstempeln, sondern ernst nehmen und kompensieren, desto weniger haltbar sind Forderungen nach einem Verbot von Proof-of-Work-Kryptowährungen wie Bitcoin.

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