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3 Fragen an  MEP Rasmus Andresen, was stört die Grünen so sehr an Bitcoin?

Seit 2019 ist der Schleswig-Holsteinische Grüne Rasmus Andresen Mitglied des Europäischen Parlaments. Als Mitglied des ECON-Ausschusses hat sich Rasmus im Zuge der MiCA-Debatte für ein Bitcoin-Verbot ausgesprochen. Wir hatten Fragen.

David Scheider
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Beitragsbild: Pressefoto Rasmus Andresen

| Rasmus Andresen ist grünes Mitglied des Europäischen Parlaments und hat sich für ein Proof-of-Work-Verbot ausgesprochen. Im Podcast steht uns der Abgeordnete Rede und Antwort.

Das Interview ist ein Auszug aus dem BTC-ECHO Experts Podcast vom 20. Juli 2022.

Podcast

BTC-ECHO: Was stört die Grünen so sehr an Bitcoin?

Rasmus Andresen, MEP: Uns stört erstmal gar nichts an Bitcoin, aber wir finden, dass es ein paar Fragestellungen gibt, die auch auf Regulierungsebene durch die Politik geklärt werden müssen. Das betrifft nicht nur Bitcoin, sondern Kryptowährungen insgesamt – wobei man da sicherlich unterscheiden kann. Kryptowährungen sind einfach ein Thema, das zunehmend wichtig wird und sehr viele Menschen beschäftigt. Die Konsequenzen muss man in einer Demokratie besprechen.

BTC-ECHO: In einem Gesetzentwurf, den unter anderem die Grünen unterstützt hatten, war ein Passus zu finden, der den Handel mit Proof-of-Work-Währungen wie Bitcoin verboten hätte. Das klingt für mich schon nach einer ziemlichen Abneigung.

Rasmus Andresen: Das ist genau eines der Beispiele dafür, dass wir als Politiker:innen, die sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen, auch besprechen müssen, welche Effekte Kryptowährungen haben. Wie sind die Auswirkungen von Technologien auf die Umwelt? Das ist ja nicht nur ein Thema, das uns sehr stark beschäftigt in Bezug auf den Kryptobereich, sondern das ist insgesamt ein großes Thema in der Politik. Auch Fragen wie die Energieeffizienz müssen die Politik beschäftigen.

BTC-ECHO: Wenn es um Effizienz und Stromverbrauch geht, könnte man ja auch die Stromerzeugung regulieren. Wäre denn der Stromverbrauch ein Problem, wenn die Energie aus erneuerbaren Quellen stammte? Das Problem ist ja eher der CO₂-Ausstoß des Bitcoin Minings. Sollte die EU nicht einfach grünes Mining fördern?

Rasmus Andresen: Wir beschäftigen uns sehr intensiv mit den Folgen der Energiepolitik. Gerade durch den Ukraine-Konflikt ist das Thema abermals größer geworden. Wir leben eben in einer Zeit, wo Energieversorgung grundsätzlich ein Problem ist. Wir müssen aktuell schauen, ob wir überhaupt durch den nächsten Winter kommen. Gerade in so einer Zeit geht es eben nicht nur darum zu schauen, wo wir möglichst viel erneuerbare Energie herbekommen, sondern es geht auch um Effizienz. Denn je weniger Energie wir verbrauchen, desto einfacher wird es sein, sich von fossiler Energie zu lösen. Deshalb gibt es durchaus Zusammenhänge zwischen Effizienz und der Frage nach der Umstellung und der Ausweitung von erneuerbaren Energien – daher muss man das meiner Meinung nach schon zusammen diskutieren.

Wir sind ja in einer so dramatischen Lage, dass wir aktuell nicht einmal mehr die Grundversorgung gewährleisten können. Deshalb muss man aktuell auf alles achten und kann eben nicht einen Bereich ausblenden.

Das gesamte Interview mit Rasmus Andresen findet ihr hier.

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