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Nach Terra-Debakel Aave DAO stimmt für hauseigenen Stablecoin

Die Lending-Plattform bringt ein Stablecoin-Projekt auf den Weg und sieht großes Potenzial für einen dezentralen Zahlungsverkehr.

Johannes Macswayed
 |  Lesezeit: 3 Minuten
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Aave-Münze

Beitragsbild: Shutterstock

| Obwohl sich der Kryptosektor noch von dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems erholt, geht Aave mit einem Stablecoin-Projekt an den Start,

Am 31. Juli stimmten 99 Prozent der Aave Community für den Start des hauseigenen Stablecoins GHO. Damit dürfte nun sicher sein, dass die Lending-Plattform seinen dezentralen Stablecoin demnächst in Umlauf bringen wird, obwohl der Kryptosektor durch den Zerfall des Terra-Ökosystems enorm unter Druck geraten war.

In der Folge des Crashs gewannen vor allem zentralisierte Stablecoins wie USD Coin (USDC) und Binance USD (BUSD) an Bedeutung.

Im DeFi Podcast “Bankless” hebt Aave-Gründer Stani Kulechov die Hauptmerkmale hervor und beschreibt den Stablecoin als den “ersten über besicherten Stablecoin, bei dem man zeitgleich weiter Ertrag auf seine Sicherheiten verdient”.

Damit soll GHO dezentral von Usern kreiert werden und über besichert sein, um ein Szenario, wie jenes von Terra (LUNA), zu vermeiden.

Der an den US-Dollar geknüpfte Token soll laut Kulechov von der Aave Community gesteuert und zudem durch verschiedene Kryptowährungen auf dem Protokoll besichert werden. Ausgeschüttete Zinsen, die durch das Minten von GHO entstehen, sollen nicht an Liquiditätsgeber gehen, sondern direkt an die Schatzkammer der Aave DAO fließen.

Wie genau der Stablecoin im Detail funktionieren soll, zeigt die Erläuterung zum Antrag im Aave-Forum. Weitere Anträge zur Abstimmung über Einstiegsparameter würden in der kommenden Woche erwartet werden, verkündete der Leiter der Entwickler-Abteilung bei Aave auf Twitter.

Die nächsten Schritte

In der Zwischenzeit planen Entwickler des Tokens, sich zur Prüfung des Smart Contract Codes mit einer IT-Sicherheitsfirma in Verbindung zu setzen. Da Aave neben Ethereum auch weitere Blockchains unterstützt, ist es denkbar, dass GHO in Zukunft auch auf anderen Smart-Contract-Plattformen erscheint.

Insbesondere soll GHO in Layer-2-Skalierungsplattformen wie Polygon, Optimism oder Arbitrum integriert werden, um eine weltweite Nutzung für Zahlungen zu ermöglichen.

Potenzial sehe Kulechov hierfür in von der Inflation gebeutelten Schwellenländern, wo die heimische Währung durch Zahlungen mit Stablecoins umgangen wird. Dies passiere jedoch noch zum großen Teil über Konten auf zentralisierten Krypto-Börsen.

Im DeFi Raum gibt es bereits Interessenten für GHO. Frax-Protocol-Gründer Sam Keizman schlug vor, GHO in die dezentrale Stablecoin-Börse Curve Finance zu integrieren. Dies würde zum Start für Liquidität und eine schnelle Anwendung im weiteren DeFi-Kosmos sorgen.

Inwiefern Anleger und DeFi-Nutzer GHO akzeptieren, dürfte spannend bleiben, da dezentral gesteuerte Stablecoins derzeit kritisch betrachtet werden. Mit 6,7 Milliarden US-Dollar gebundenem Kapital ist Aave die drittgrößte DeFi-Plattform. An Reichweite dürfte es also nicht unbedingt fehlen.

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