Vor einem Jahr galt David Bailey noch als einer der großen Gewinner des Bitcoin-Booms. Der Unternehmer, der Donald Trump früh für Kryptowährungen begeisterte, sammelte Hunderte Millionen US-Dollar für ein börsennotiertes Bitcoin-Unternehmen ein. Doch aus der Euphorie wurde ein Absturz. Seit dem Hoch nach der angekündigten Fusion im Mai 2025 verlor die Nakamoto-Aktie rund 99 Prozent ihres Wertes.
Bailey versucht nun, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und das Geschäftsmodell neu aufzustellen. Nakamoto wird inzwischen deutlich unter dem Wert seiner Bitcoin-Bestände gehandelt, wodurch neue Aktien kaum noch sinnvoll ausgegeben werden können. Im März musste das Unternehmen sogar Bitcoin im Wert von 20 Millionen US-Dollar mit Verlust verkaufen, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.
Bitcoin Treasury stößt an Grenzen
Statt einfach weiter Bitcoin zu kaufen, setzt Bailey stärker auf Unternehmen mit eigenen Einnahmen. Nakamoto sucht nach möglichen Übernahmen, die zusätzlichen Cashflow bringen und damit neue BTC-Käufe finanzieren könnten. Auch Aktienrückkäufe haben aktuell Vorrang, da Bailey die eigene Aktie für deutlich unterbewertet hält.
Die Probleme reichen allerdings tiefer: Im Mai führte Nakamoto einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu 40 durch, um die Anforderungen der Nasdaq wieder zu erfüllen. Zusätzlichen Unmut verursachte die Ausgabe neuer Aktien für Übernahmen, wodurch die Anteile bestehender Aktionäre verwässert wurden. Für das erste Halbjahr 2026 meldete das Unternehmen zudem einen Verlust von rund 372 Millionen US-Dollar, wie Bloomberg berichtete.
Bailey gibt sich dennoch kämpferisch. Er kauft weiterhin selbst Nakamoto-Aktien und setzt darauf, dass eine Erholung von BTC auch seinem Unternehmen wieder Luft verschafft: “Ich glaube, die nächsten drei Jahre werden fantastisch. Unser Team ist heute schon deutlich besser als vor neun Monaten, und ich denke, in neun Monaten werden wir noch deutlich besser sein.“
