5 Gründe, wieso Bitcoins Blockgröße nicht erhöht werden sollte
David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Bitcoin

Quelle: Shutterstock

Teilen
BTC55,644.00 $ -5.35%

Am 1. August hat die BTC-Gemeinschaft den Bitcoin Independence Day gefeiert. Einer der Erfolge der Nutzer-induzierten Soft Fork (UASF – User Activated Soft Fork) war das Festhalten an der maximalen Blockgröße von einem Megabyte. Denn wie wir bereits berichtet hatten, wollte die Gegenseite – neben der Einführung von SegWit – auch das Blocksize-Limit auf 2 MB erhöhen. Wieso Bitcoins Blockgröße vorerst nicht erhöht werden sollte.

Der Vorschlag, der im Raum stand, nannte sich SegWit2x. Dass stattdessen einzig SegWit per Soft Fork eingeführt wurde, ist bekannt. In der Woche des Bitcoin Independence Day ist einmal mehr Zeit, sich fünf gute Gründe für kleine Blocks ins Gedächtnis zu rufen.

kryptokompass
BTC-ECHO Magazin (5/2021): Social Token - das nächste große Ding?

Das Branchenmagazin für Bitcoin und Blockchain Investoren.

Exklusive Top-Themen für ein erfolgreiches Investment:
• Investment Trend: Social Token
Coinbase-Börsengang
• Die 5 größten Bitcoin-Crashs
• Marktanalyse vom Profi-Trader
• Bitcoin Mining mit Hashrate Token


Kostenfreie Ausgabe bestellen >>


1. Größe der Blockchain

Große Blöcke scheinen verlockend: Die Transaktionsgeschwindigkeit steigt, die Kosten sinken – zumindest theoretisch. Dass dies allerdings mit großen Abstrichen an anderer Stelle einhergeht, wird von „Big Blockers“ wie Roger Ver und Craig Wright gerne unterschlagen.

Ein guter Grund, große Blöcke abzulehnen, ist die zunehmende Größe der Blockchain. Denn wenn alle zehn Minuten 2 MB anstatt maximal 1 MB Daten zur Blockchain hinzukommen, wird diese zu schnell zu groß. Betreiber von Bitcoin Full Nodes brauchen bereits jetzt knapp 250 Gigabyte Speicherplatz auf der Festplatte. Steigt die Blockgröße, steigt damit nicht nur die akkumulierte Größe der Blockchain, es wird auch eine größere Internet-Bandbreite vonnöten sein, um die Blockchain pünktlich zu synchronisieren.

2. Probleme bei der Hard Fork

Die Erhöhung des Blocksize-Limits lässt sich nicht ohne Hard Fork realisieren. Denn für ein derart fundamentales Update müssen sich die Konsensregeln ändern und sind sodann mit Full Nodes, die nur Blöcke mit einer maximalen Größe von 1 MB akzeptieren, inkompatibel.

Hard Forks sind jedoch riskant. Wenn die Lager etwa zur Hälfte gespalten sind, teilt sich die Community entzwei – und somit nimmt auch die Marktkapitalisierung von BTC drastisch ab.

bitcoin-trading-kurs
Das Krypto-Trading lernen

Der Einsteigerkurs für den Handel von Bitcoin und digitalen Währungen

4 Stunden Videokurs mit Profitrader Robert Rother



3. Konsensprobleme

Welche Blockgröße ist angemessen? Da scheidet sich sogar die geschiedene Gemeinde von Big Blockers. Während etwa Roger Ver 2 MB für aktuell ausreichend erachtet, ist Craig Wright der Meinung, dass man die Blockgröße auch gleich auf mehrere hundert Megabyte anheben könnte. Jede Erhöhung der Blockgröße würde sodann abermals zu Debatten und einer Spaltung der Community führen. Für den Konsens der Bitcoin-Gemeinde wäre das ein Todesurteil.

4. Geringere Netzwerksicherheit

Der Platz auf der Blockchain ist ein begrenztes Gut – bei kleinen Blöcken mehr als bei großen. Aber im Gegensatz zur Argumentation der Big Blockers ist das kein Problem. Im Gegenteil: Es ist sogar vorteilhaft. Denn wie fachkundige Leserinnen und Leser wissen, halbiert sich alle vier Jahre mit dem Block Reward Halving auch die Haupteinnahmequelle der Miner. Folglich werden Transaktionsgebühren in Zukunft immer wichtiger. Da diese bei großen Blöcken tendenziell geringer sind, dürften sich in den nächsten Jahren handfeste Existenzprobleme für Miner von großen Blöcken ergeben.

Da Miner das Netzwerk sichern, muss sichergestellt werden, dass sie für ihren Aufwand angemessen entlohnt werden. Große Blöcke sind dafür tendenziell eine Bedrohung.

5. Software Bug

Neben Konsensproblemen, die Hard Forks im Wege stehen, können kritische Updates wie eine Erhöhung des Blocksize-Limits auch zu handfesten Software Bugs führen. SegWit2x etwa galt als kaum getestet; einen Monat vor der geplanten Fork war der Quellcode noch nicht einmal fertiggestellt. Wer bei Software-Updates einem Multi-Milliarden-US-Dollar-Asset wie Bitcoin durchführt, muss sicherstellen, dass alles reibungslos vonstatten geht. Denn sind wir ehrlich: Eine der realsten Gefahren für ein Scheitern des Projekts ist ein kritischer Software Bug.

Da BTC bereits jetzt einen echten Use Case hat und täglich zwischen zwei und drei Milliarden US-Dollar an Wert verschickt, müssen Updates schlicht und ergreifend mit äußerster Vorsicht implementiert werden.

kryptokompass
Social Token - das nächste große Ding?

Investment Trend: Social Token

Erfahre mehr im führenden Magazin für Blockchain und digitale Währungen (Print und Digital)
☑ 1. Ausgabe kostenlos
☑ Jeden Monat über 70 Seiten Krypto-Insights
☑ Keine Investmentchancen mehr verpassen
☑ Portofrei direkt nach Hause

Zum Kryptokompass Magazin


Teilen
Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail
Ich stimme zu, dass meine E-Mail-Adresse für den Versand des Newsletters gespeichert und verarbeitet wird. Weitere Hinweise

1. Ausgabe kostenlos testen

Das Bitcoin & Blockchain Magazin

1. Ausgabe kostenlos testen

Das führende Bitcoin & Blockchain Szene Magazin

In Print und Digital verfügaber

Neue Investmentchancen verstehen und ergreifen

Jeden Monat über 60 Seiten Insights, Analysen, KnowHow

Streng limitiert

Kostenlose Ausgabe testen oder gratis Prämie sichern

BTC-ACADEMY