Der Bitcoin Independence Day – Eine friedvolle Revolution

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 4 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Bitcoin
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Am 1. August feiert die Bitcoin-Gemeinde den Independence Day. Denn heute vor zwei Jahren versammelten sich Bitcoiner hinter der Idee einer zensurresistenten, dezentralen Währung und boten gemeinsam Branchenriesen wie Bitmain die Stirn. Wieso SegWit einer der wichtigsten Momente in Bitcoins Geschichte ist.

Bitcoin gehört niemandem. Die Dezentralität macht es zum wohl sichersten Computerprotokoll der Welt. Dezentralität bringt aber nicht nur Vorteile mit sich: Einen Konsens über Regeländerungen herzustellen und Updates am System durchzuführen, ist bei verteilten Systemen wie Bitcoin ein schwieriges Unterfangen. Heute vor zwei Jahren nahm der Streit um ein solches Update, nämlich wie man Bitcoin am geschicktesten skalieren kann, sein vorläufiges Ende. Die Bitcoin-Gemeinde feiert daher am heutigen 1. August den Bitcoin Independence Day. Zeit, einen Blick auf Bitcoins Resilienz gegen Zentralisierungstendenzen zu werfen.

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Der 1. August 2017 markiert den womöglich wichtigsten – und bullishsten Tag – in der Geschichte der Kryptowährung Nr. 1. Denn gegen den erklärten Willen der Miner haben Bitcoiner an diesem Tag gemeinschaftlich die Konsens-Regeln des Netzwerks geändert – und gleichzeitig eine Erhöhung des Blocksize Limits verhindert. Die Hintergründe.

Dass Bitcoin skalieren muss, dürfte jedem klar sein; die Debatte ist so alt wie das Netzwerk selbst. 2017 nahm der Streit über die beste Lösung abermals Fahrt auf und am Ende standen sich zwei unversöhnliche Lager gegenüber: Das Gros der Bitcoiner lehnte eine Erhöhung der Blockgröße auf 2 MB ab, die von prominenten Branchenvertretern wie Roger Ver und Jihan Wu in die Waagschale geworfen wurden. Stattdessen setzten die Betreiber von Bitcoin-Netzwerkknoten auf eine Skalierungslösung, die ohne Hard Fork auskommt. Anstatt SegWit2x plädierten die Nutzer – übrigens mit breiter Unterstützung der Core Developer – für die Einführung von Segregated Witness (SegWit), einer Technologie, die sowohl Transaction Malleability löst als auch die De-facto-Transaktionsgeschwindigkeit erhöht. Transaction Malleability beschreibt die Veränderung von unbestätigten Transaktionen, ohne dass die Transaktion invalide wird. Mehr dazu hier.

Hard Fork oder Soft Fork?

Der große Unterschied zwischen den beiden Vorschlägen lag nicht einzig an den konkreten Änderungen der Konsensregeln. Vielmehr wählten beide Lager auch verschiedene Vorgänge, besagte Änderungen zu implementieren. Während sich SegWit2x nur mittels Hard Fork hätte umsetzen lassen, entsprach der Gegenentwurf einer sogenannten User Activated Soft Fork (UASF). Das heißt, dass auch diejenigen Clients die Einhaltung der Konsensregeln verifizieren können, die das Upgrade nicht durchgeführt haben. Mit anderen Worten: Soft Forks sind abwärtskompatibel, Hard Forks nicht. Genau genommen sind Soft Forks also überhaupt keine Fork, denn auch nach dem Update gibt es lediglich eine Chain (in unserem Tutorial erklären wir diesen Unterschied noch einmal gesondert).

Szenekundige wissen bereits, wie die Debatte ausgegangen ist. Denn anstatt der Miner haben sich am Ende die Nutzer durchgesetzt. Das New York Agreement, das einen Kompromiss zwischen den beiden Lagern erreichen wollte, wurde abgesagt. Und damit war auch SegWit2x vom Tisch. Stattdessen entschied sich die überwältigende Mehrheit der Bitcoin-Node-Betreiberinnen und -Betreiber für ein Update auf SegWit.

BIP-141 ist Bitcoins zweite Geburt

In Bitcoins Geschichte hat es bisher kein vergleichbares Ereignis gegeben. Und so kann man den 1. August 2017 als eine Art Proof-of-Concept im Hinblick auf Bitcoins Governance betrachten. Denn anstatt des Branchenriesen Bitmain haben sich diejenigen durchgesetzt, für die Bitcoin gemacht ist: die Nutzerinnen und Nutzer.

Bei der Debatte darf man eines nicht vergessen: Jihan Wu hat als CEO des weltgrößten Herstellers für Mining-Hardware ein handfestes finanzielles Interesse daran, dass die Blockgröße erhöht wird. Denn Bitmain hatte sich im Vorfeld eine Technologie patentieren lassen, welche deren ASICS um gut 20 Prozent effizienter gemacht hätte. Die Rede ist vom sogenannten ASICBoost. Mit Einführung des Bitcoin Improvement Proposal 141 (BIP-141) ist diese Technologie nutzlos geworden.

Auch auf Twitter entbrannte die Debatte um die „richtige“ Skalierung von BTC, hier stellvertretend zwischen Bitcoin-Core-Developer Luke Dashjr und Jihan Wu.

Anstatt mehr Macht bei den Minern zu sammeln, stärkte SegWit Full-Node-Betreiber, senkte Transaktionsgebühren und war – ganz ohne Erhöhung des Block Size Limits – ein wichtiger Schritt in Richtung Skalierung.

SegWit als Revolution des kleinen Mannes

SegWit und das Bitcoin Improvement Proposal 148 ist der Beweis für Bitcoins Dezentralität und außergewöhnliche Governance bei kontroversen Entscheidungen.

Oder wie Saifedean Ammous es ausdrückt: „Miner sind Bitcoins Sklaven und nicht deren Herren“.

Deshalb feiern wir heute den Bitcoin Independence Day.

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