ETH2 200.000 Validatoren: Ethereum 2.0 verbucht weiteren Meilenstein
Christopher Klee

von Christopher Klee

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Ethereum-Logos, die über zwei aufgehaltenen Händen schweben

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Rund 10 Tage vor der planmäßigen London Hard Fork feiert Ethereum einen weiteren Meilenstein: Die Beacon Chain verbucht bereits über 200.000 Validator Nodes. Tendenz steigend.

Liest man Whitepaper von Projekten, die sich mal mehr, mal weniger explizit als “Ethereum Killer” postitionieren, könnte man zu dem Schluss kommen, dass der Smart-Contract-König bereits aufs Altenteil zusteuert. “Bitcoin war die Blockchain der ersten Generation, Ethereum läutete die zweite Generation ein und unser Projekt ist eine 3rd-Generation-Blockchain” So oder so ähnlich lautet der Tenor der “Eth Killer”, die die Nachfolge von Ethereum als führender Smart-Contract-Plattform antreten wollen.


Vorschusslorbeeren: Eth2 knackt 200.000 Validatoren

Dass Ethereum jedoch keineswegs zum alten Eisen gehört, dafür spricht beispielsweise die stetig wachsende Zahl an Validatoren für Ethereum 2.0. Diese haben bereits erhebliche Summen in die Sicherung von Ethereum 2.0 investiert und Eth2 damit einen gehörigen Vertrauensvorschuss gewährt.

So hat die Beacon Chain – Ethereums Proof of Stake Chain, die aktuell noch parallel zum Hauptnetzwerk läuft – am 26. Juli die Marke von 200.000 Validatoren überschritten. Das geht aus den Daten des Blockchain-Explorers Beaconcha.in hervor.

Ethereum 2.0: Die Zahl der Validatoren wächst und wächst. Quelle: Beaconcha.in

Weil für das Betreiben von Validator Nodes in ETH2 eine Mindestrücklage von 32 ETH2 hinterlegt werden muss, sind bereits über 6,6 Millionen ETH in der Beacon Chain “eingesperrt”. Beim aktuellen Ether-Kurs von rund 2.300 USD entspricht das einem Gegenwert von über 15 Milliarden USD, die bereits in ETH2 gestakt sind.


Ethereum: Entwickler-Aktivität ungebrochen groß

Auch was die Entwicklerseite angeht stehen die Zeichen nach wie vor auf Wachstum. Dafür sprechen unter anderem die Downloadzahlen für Ganache, einem “Ethereum-Emulator”, mit dem sich private Ethereum-Blockchains zu Testzwecken bauen lassen.

Downloadzahlen des Ethereum CLI Ganache. Quelle: Trufflesuite.com

Seit Jahresbeginn haben die Downloads für Ganache wieder deutlich angezogen. Auch in den vergangenen drei Monaten ist das Interesse trotz der starken Korrektur am Krypto-Markt nicht eingebrochen, im Gegenteil: Allein zwischen April und Juni haben die Downloadzahlen von Ganache um 11 Prozent zugenommen.

London Calling: Ethereum steuert auf Hard Fork zu

Bis zur Einweihungsparty von Ethereum 2.0 muss das Netzwerk freilich noch einige Hürden nehmen. Dazu gehört das anstehende Upgrade “London”, das dem Netzwerk vor allem ein neues Gebührenmodell bescheren wird. So sieht der Ethereum-Verbesserungsvorschlag [Ethereum Improvement Proposal], EIP-1559 vor, dass ein Teil Gebühren, die bei einer Transaktion anfallen, vernichtet wird. Das könnte die Menge der in Umlauf kommenden ETH dramatisch verringern, wie eine Simulation von Dune Analytics zeigt.

ETH wertvoller als BTC?

Danach wären in den vergangenen 365 Tagen insgesamt 2.915.119 ETH verbrannt worden, hätte es EIP-1559 in diesem Zeitraum bereits gegeben. Dadurch ergibt sich die hypothetische Zahl von 8.720 ETH, um die der Gesamt-Supply pro Tag gewachsen wäre. Das ist deutlich weniger als die durchschnittlich 13.512 ETH, die tatsächlich pro Tag “geschürft” wurden. Einige Beobachter gehen deshalb davon aus, dass diese Drosselung der Inflationsrate von Ether dessen Kurs beflügeln könnte. Manche gehen dabei so weit, ETH langfristig als besseren Wertspeicher als Bitcoin zu betrachten. Die London Hard Fork soll voraussichtlich am 4. August auf Block-Höhe 12.965.000 erfolgen.


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