Bitcoin: New York veröffentlicht BitLicense

Quelle: © UbjsP, Fotolia

Bitcoin: New York veröffentlicht BitLicense

Das New York State Department für Finanzdienstleistungen (NYDFS) hat heute die lang ersehnte BitLicense, die zur Regulierung von digitalen Währungen im Bundesstaat New York beitragen soll, veröffentlicht.

Die finale Fassung ist damit endlich nach 2 Jahren voller Faktenfindung und Debattierung fertiggestellt. Damals hatte die NYDFS beschlossen, dass die Technologie nicht unter die bereits bestehende Regulierung fallen soll.

Die BitLicense wird jedoch erst nach der Aufnahme in das New York State Register in Kraft treten. Das Register wird einmal pro Woche veröffentlicht und bietet den Bürgern eine Übersicht der aktuellen Gesetzgebungen.

Die Zulassung

Benjamin Lawsky, Superintendent des NYDFS, verkündete während des BITS Emerging Payments Forum in Washington, DC, dass Unternehmen zukünftig für ein Softwareupdate oder für eine Finanzierungsrunde keine Genehmigung seitens der Agentur benötigen. Zudem können Bitcoin-Unternehmen die Bedingungen der BitLicense und der Geld-Sender-Lizenz mit einem “One-Stop” Antrag erfüllen.

Insgesamt zeigte sich Lawsky der Technologie  gegenüber optimistisch. In seinen Aussagen betonte er das Potential von Bitcoin und anderen Blockchain-Technologien nötige Veränderungen im alten Finanzsektor unterstützen zu können:

“Wir sind gespannt wie digitale Währungen die längst überfälligen Veränderungen im verknöcherten Finanzsystem unterstützen können. Wir wollen einfach nur Leitplanken zum Schutz der Verbraucher setzen und illegalen Missbrauch vorbeugen, ohne die Innovation zu ersticken.”

Wesentliche Veränderungen


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Wie bereits in Lawskys Rede angekündigt, sind Änderungen in der finalen Fassung bis zur Sektion 200.10 limitiert. Diese Sektion definiert, wann Unternehmen der digitalen Währungsbranche eine Genehmigung der NYDFS für bestimmte Aktionen oder  “Veränderungen” benötigen. Eine Veränderung eines Produkts, einer Dienstleistung oder einer Aktion liegt laut derBitLicense nur dann vor, wenn die Veränderung wesentlich von der ursprünglichen Antragsstellung abweicht. Dies gilt insbesondere bei Veränderungen, die legale, regulatorische oder sicherheitsrelevante Bedenken auslösen. Lawsky:

 “Wir haben kein Interesse an einem Mikromanagement von Apps. Wir sind schließlich nicht Apple.”

Bemerkenswerterweise fehlten einige Anforderungen oder Einwände aus der digitalen Währungscommunity, z.B. die Forderung einer Sonderregelung für Unternehmen die an Open-Source Lösungen für Mikrozahlungen arbeiten oder einer sicheren Einführungsperiode für besonders junger Startups.

Die Uhr darf nicht zurückgedreht werden

Lawsky nutze in seiner letzten Rede vor seinem Austritt aus der NYDFS im Sommer gleich mehrmals die Gelegenheit, die Regulatoren vor einer zu strengen Regulierung zu warnen und damit die Uhr für neue Technologien zurück zu drehen.

“Neue Technologien in bereits existierende Geschäftsmodelle drücken zu wollen, nur weil es schon immer so war, ist hier sicherlich der falsche Ansatz. Wir, als Regulatoren, müssen kreativer werden, auch wenn wir dabei unsere Kompfortzone verlassen müssen.”

“Eine frühe Gelegenheit”

Auch wenn sich Lawsky der Technologie gegenüber positiv gezeigt hat, appellierte er an die Tech-Community ihren Verpflichtungen gegenüber den Regulatoren nachzukommen.

“Auch die Technologen müssen ihren Verpflichtungen nachkommen. Sie können keine Gesetze, die sie nicht mögen, einfach ignorieren und ihre eigenen Fakten schaffen… Salopp gesagt haben alle Regeln zum Verbraucherschutz auch ihren Sinn.”


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Natürlich haben Technologen das Recht Druck auf die Regulatoren auszuüben, sollten sie sich ungerecht behandelt fühlen, aber das sollte nicht auf Kosten des Verbraucherschutz gehen.

Dieses Gleichgewicht wurde von Lawsky nochmals dadurch betont, dass die neuen Gesetze nur für Finanzmittler gelten, aber nicht für Softwareanbieter.

“Es ist eine grundlegende Vereinbarung, dass wenn ein Unternehmen Kundengelder verwahrt und verwaltet, es auch einer strengeren Aufsicht unterliegt. Dies dient zum Schutz der Kunden als auch der Unternehmen, damit die Gelder nicht einfach in irgend einem schwarzen Loch verschwinden.”

Lawsky betonte zum Ende seiner Rede, dass diese Debatte eine “frühe Gelegenheit” ist und dass die Zusammenarbeit von Regulatoren und der Community erst der Anfang ist:

“Beide Seiten – Regulatoren und Technologen können davon profitieren sich etwas Zeit zu nehmen und sich auch einmal in die Lage des Gegenüber zu versetzen.”


[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf eToro handeln.Warum eToro? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies); Social Trading mit großer internationaler Community.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

BTC-Echo
Englische Originalfassung von Pete Rizzo via CoinDesk
Image Source: Fotolia

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Bundesrat muss Klarheit bei Bitcoin-Regulierung schaffen – Das Regulierungs-ECHO
Bundesrat muss Klarheit bei Bitcoin-Regulierung schaffen – Das Regulierungs-ECHO
Regulierung

Der Bundesrat muss Klarheit in Fragen der Bitcoin-Regulierung schaffen, damit der Standort Deutschland auch für ausländische Unternehmen attraktiv wird. Das und was ihr sonst noch in der vergangenen Woche verpasst habt, im Regulierungs-ECHO.

USA: Blockstack STO bringt 23 Millionen US-Dollar
USA: Blockstack STO bringt 23 Millionen US-Dollar
Politik

Nach 10-monatigen Anstrengungen hat Blockstack zum ersten Mal Gebrauch von ihrer A+-Lizenz gemacht. Mehr als 4.500 Unternehmen und Privatpersonen haben investiert.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Altcoin-Marktanalyse – Geringe Handelsspanne bei Bitcoin und Ethereum mit möglicher Bodenbildung
Kursanalyse

Die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes schaffte es diese Woche weder ein neues Wochenhoch noch ein neues Wochentief auszubilden. Der Widerstand bei 268 Milliarden US-Dollar wie auch die Unterstützung im Bereich von 240 Milliarden US-Dollar haben weiterhin Bestand. Die Kapitalisierung konnte sich nicht entscheidend absetzen und liegt mit aktuell 258 Milliarden US-Dollar ebenfalls auf Vorwochenschluss.

Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Deutsche Bank macht winterfest – und tritt JPMorgans Blockchain-Netz IIN bei
Blockchain

Als jüngstes Mitglied tritt die Deutsche Bank dem Interbank Information Network (IIN) vom Branchenkonkurrenten JPMorgan bei. Über den Austausch von Transaktionsdaten soll das Blockchain-Netz internationale Überweisungen schneller und günstiger gestalten. JPMorgan erhofft sich von dem Beitritt weiteren Zuwachs vonseiten großer Geldhäuser. Die derzeit strauchelnde Deutsche Bank wiederum will sich mithilfe des Netzwerks auf das Zukunftsgeschäft im Bereich von Echtzeitüberweisungen einstellen.

Warner Music investiert in CryptoKitties-Entwickler Dapper Labs
Warner Music investiert in CryptoKitties-Entwickler Dapper Labs
Blockchain

Das Medienunternehmen Warner Music Group unterstützt das neue Projekt der Entwickler des Ethereum-Projekts CryptoKitties. Auf „Flow“ sollen einzigartige digitale Sammelgegenstände geschaffen und getauscht werden können.

BeeCoin: Berlin Art Week verbindet Bienen und Blockchain
BeeCoin: Berlin Art Week verbindet Bienen und Blockchain
Blockchain

Bienen, die auf Blockchain-Basis sozialen Mehrwert generieren? Das gab es dieses Wochenende auf der Berlin Art Week zu sehen. Eine Kooperation verschiedener Künstlerkollektive in Berlin lancierte eine eigene Kryptowährung namens „BeeCoin“. Das Besondere daran: Über Sensoren erfassen die Netzwerkknoten das Wohlergehen der Bienen und wandeln die Parameter in Ethereum-basierte Assets um. Diese nutzen die Künstler für die Finanzierung gemeinnütziger Projekte.

Angesagt

Plötzlich fiel der Bitcoin-Kurs: Probleme bei Binance
Bitcoin

Auf der Binance-Futures-Plattform schwankte der Bitcoin-Kurs am 16. September erheblich. Der vermeintliche Grund löste eine Tweet-Serie des Geschäftsführer Changpeng Zhao aus. Und zeigte die mangende Reife der weltweit größten Krypto-Börse.

Marshallinseln: Vorverkauf des „Sovereign“
ICO

Die Marshallinseln halten an ihrem Vorhaben fest. Die nationale Kryptowährung Sovereign, kurz SOV, soll im nächsten Schritt in den Vorverkauf gehen. Warum dieser Schritt nötig ist, erklärte David Paul auf der Convention Invest: Asia.

Santander gibt Anleihe auf Ethereum Blockchain aus
Blockchain

Blockchain, die Technologie unter Bitcoin & Co., hat vor allem im Finance-Bereich disruptives Potential. Schließlich handelt es sich beim Geldgeschäft um den wohl bekanntesten Use Case der Blockchain. Dennoch konnte die Banco Santander die Grenze zwischen dem traditionellen Bankgeschäft und der Krypto-Welt jüngst ein klein wenig mehr einreißen. Denn sie vergab nun vermeintlich erstmals eine Blockchain-Anleihe.

Bundesrat muss Klarheit bei Bitcoin-Regulierung schaffen – Das Regulierungs-ECHO
Regulierung

Der Bundesrat muss Klarheit in Fragen der Bitcoin-Regulierung schaffen, damit der Standort Deutschland auch für ausländische Unternehmen attraktiv wird. Das und was ihr sonst noch in der vergangenen Woche verpasst habt, im Regulierungs-ECHO.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: