NEO, NEO: Swisscom Blockchain lanciert Identifizierungs-Tool Seraph ID

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NEO: Swisscom Blockchain lanciert Identifizierungs-Tool Seraph ID

Die Swisscom Blockchain AG setzt für ihre neue Identitätslösung Seraph ID auf die NEO-Blockchain. Seraph ID soll das Management personenbezoger Daten sicherer und kontrollierter machen. Eine Demonstration für den Einsatz von Seraph ID haben die Entwickler gleich mitgeliefert.

Die Swisscom Blockchain AG hat eine dezentrale Ausweislösung für die NEO-Blockchain lanciert. NEO Seraph ID – so der Name der Software – soll ihren Anwendern eine Lösung zur selbstbestimmten Verwaltung ihrer personenbezogenen Daten an die Hand geben. Gleichzeitig soll Seraph ID die Überprüfung einzelner Daten ermöglichen, ohne dass dabei eine Speicherung auf zentralisierten Servern erfolgt.

Im White Paper zu Seraph ID betonen die Autoren die Bedeutung von Identität im digitalen Zeitalter:

Bankverbindung, Privatadressen, persönliche Bilder, private E-Mails und vieles mehr. All diese Informationen machen das aus, was wir ‚Identität‘ nennen. Jeder Diebstahl dieser Daten könnte sich dann möglicherweise negativ auf die Integrität der Identität eines Benutzers […] auswirken. Es kann nachhaltige Auswirkungen und katastrophale Folgen haben, z. B. wenn eine Straftat mit ihrer gestohlenen Identität begangen wird oder sie selbst geschädigt wird.

Abhilfe soll hier ein Konzept schaffen, dass sich „Self-sovereign identity“ (SSI) nennt. SSI beschreibt die volle Verfügungsgewalt eines Individums (oder eines Unternehmens) über die eigenen Daten. Dazu gehört auch, dass sie stets die Kontrolle darüber haben, mit wem sie welche Daten teilen.

Dezentralisierte Systeme wie eine Blockchain bieten sich für die Entwicklung von SSI-Lösungen unter anderem deshalb an, weil es für Angreifer kaum praktikabel ist, Änderungen gegen den Konsens im Netzwerk durchzuführen. Dagegen kann bei einer zentralen Speicherung von Daten bereits ein einzelner Angriff verheerenden Schaden anrichten.

Warum NEO?


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Warum die Wahl der Plattform auf NEO gefallen ist, erklärt die Swisscom Blockchain AG ebenfalls im White Paper:

NEO ist ein etablierter und anerkannter Partner im Blockchain-Bereich und erfüllt alle Anforderungen, die für den Aufbau einer Self-Sovereign Identity Solution erforderlich sind (z. B. Smart Contracts, Public Blockchain). Da wir bereits eng mit dem NEO-Team zusammenarbeiten, haben wir uns für die Nutzung als unsere zugrunde liegenden Plattform NEO entschieden.

Mit dem Launch von Seraph ID veröffentlichten die Entwickler zudem eine interaktive Demo, die einen potenziellen Use Case für die digitale Ausweismöglichkeit präsentiert.

Besucher von https://demo.seraphid.io können sich anhand der Buchung einer Unterkunft ein Bild von der SSI-Lösung Seraph ID machen. Das geschieht, indem Einblick in die Rolle der in den Identifizierungsprozess involvierten Parteien gewährt wird, vom Endkonsumenten über den Staat bis zur Reiseagentur. Freilich setzt das Beispiel hier einen Staat voraus, der bereits ein Identifizierungssystem auf NEO-Basis verwendet.

Mit dem Start der Live-Demo ging die Veröffentlichung diverser Werkzeuge für NEO-Entwickler einher. Diese sollen die Implementierung von Seraph ID in NEO-dApps erleichtern. Damit läutet die Swisscom Blockchain AG den Abschluss von Phase 2 ihrer Seraph-ID-Roadmap ein. Als Nächstes soll eine Offline-Wallet für das sichere Verwahren von identitätsbezogenen Daten folgen.

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