Nach Manipulationsvorwürfen: BitMEX gibt Entwarnung – Nutzer sind verprellt

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Nach Manipulationsvorwürfen: BitMEX gibt Entwarnung – Nutzer sind verprellt

Die Kryptobörse BitMEX gibt Entwarnung. Die Handelsplattform, auf der unter anderem Derivate für Bitcoin und Ether gehandelt werden können, stand laut eigenen Angaben kurzfristig unter einem DDOS-Angriff. Über ihren Twitter-Account gab das Unternehmen Entwarnung – demnach sei alles wieder im grünen Bereich. Nicht so bei den Nutzern, die offenbar zum großen Teil verprellt sind. Von Manipulation ist die Rede.

Die Kryptobörse BitMEX, auf der man unter anderem Bitcoin-Derivate handeln kann, stand kurzzeitig unter einem DDOS-Angriff, hat nun jedoch laut eigenen Angaben wieder alles unter Kontrolle. Alles begann mit der Ankündigung von “Wartungsarbeiten” auf der Website:

Die ersten Anzeichen auf Ungereimtheiten konnte man im Twitter-Account des Unternehmens ablesen, als es am 22. August darüber berichtete, dass viele Nutzer über Probleme beim Login berichteten:

Kurz danach stellte BitMEX fest, dass sie einem Angriff zum Opfer gefallen waren, sich der Login aber wieder stabilisiert habe:

Am selbigen Tag kam dann jedoch die Entwarnung. So habe BitMEX die Lage wieder unter Kontrolle und alles könnte wieder seinen gewohnten Gang gehen:


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Während der Login kurzfristig nicht möglich war, wurden viele Nutzer um die Möglichkeit gebracht, ihre Short Positions aufzulösen bzw. überhaupt zu agieren. So reagierte die Community wenig begeistert. Die Vorwürfe gingen letztlich soweit, dass ein Nutzer die Börse als „Schande für das ganze Ökosystem“ bezeichnete:

Zwischenzeitlich war der Bitcoin-Kurs um 400 US-Dollar auf 6.800 US-Dollar gestiegen, was mit der Liquidierung einer großen Anzahl an Short Positions zusammenfiel.

Was war passiert?

Die Liquidierung der Short Positions fiel mit der kurzzeitigen Wartung von BitMEX zusammen – dadurch verloren viele Trader bereits jegliche Möglichkeit, zu agieren. Da diese jedoch offenbar angekündigt worden war, hätten sich die Nutzer demnach nicht überrascht fühlen dürfen. Vielmehr war es das Debakel, das folgte, was die Trader so sehr verprellte. Ein – sei es auch noch so kurzfristiges – Aussetzen des Logins könnte Trader bereits eine große Menge an Kapital kosten. Schlimmer noch: Die Verzögerung durch den (angeblichen) DDOS-Angriff führte letzten Endes dazu, dass viele Nutzer für längere Zeit nicht auf ihre Accounts zugreifen konnten. So wurden sie handlungsunfähig. Dass die Wartung der Börse, der kurzzeitige Preisanstieg und der Angriff in so kurzer Zeit aufeinanderfolgten, lässt also durchaus Zweifel daran aufkommen, ob die Bitcoin-Handelsplattform mit sauberen Mitteln arbeitet:

Letztlich sind es solche immer wieder aufkommenden Sicherheitslücken und Manipulationsvorwürfe, die von der Unreife des Bitcoin-Ökosystems zeugen. Eine zielgerichtete Regulierung und geregelte Börsen würden den Anlegern deutlich mehr Sicherheit bieten.

Nachtrag: Wie sich herausstellt, hat BitMEX laut Bloomberg das komplette 45. Stockwerk der „weltweit teuersten Offices” in Hong Kong angemietet. Das Cheung Kong Center beheimatet darüber hinaus wohlhabende Unternehmen wie die Goldman Sachs Group Inc., Barclays, Bank of America Corp., sowie Bloomberg LP und das Imperium des Milliardärs Li Ka-Shing.


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