Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein

Quelle: Shutterstock

Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein

Facebook führt ein eigenes Zahlungssystem ein. Mit Facebook Pay können Nutzer zukünftig Transaktionen über den Messenger-Dienst und über die eigene Social-Media-Plattform tätigen. Das Zahlungssystem wird zunächst in den USA eingeführt und soll bald auf weitere Länder und Plattformen wie Instagram & Co. übertragen werden.

Facebook hat am Mittwoch, dem 13. November, die Einführung eines eigenen Bezahlsystems in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Mit Facebook Pay können Nutzer zunächst über den Messenger-Dienst und die Social-Media-Plattform, in Zukunft aber auch über Instagram und WhatsApp Transaktionen tätigen. Die sensiblen Kontodaten der Kunden sollen beim Konzern „sicher gespeichert“ werden.

Zahlwütige Kunden aus Deutschland müssen sich jedoch noch etwas gedulden. Zunächst wird das Zahlungssystem in den USA auf der Social-Media-Plattform und dem Messenger-Dienst eingeführt und soll „im Laufe der Zeit“ weitere Standorte und Plattformen inklusive Instagram und WhatsApp erobern. Einen genauen Zeitplan hat der Konzern jedoch nicht genannt.

Das Zahlungssystem ermöglicht zunächst Transaktionen in den Bereichen Fundraising, In-Game-Käufe, Veranstaltungstickets sowie Überweisungen per Messenger. Zudem unterstützt Facebook Pay die meisten gängigen Kredit- und Debitkarten sowie PayPal. Facebook Pay baue auf der bestehenden Infrastruktur und den Partnerschaften auf und ist von der Calibra Wallet getrennt, die im Libra-Netzwerk verwendet wird.


Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Deborah Liu, VP Marketplace & Commerce bei Facebook, teilte mit:

Die Menschen nutzen bereits Zahlungen über unsere Apps, um einzukaufen, für Zwecke zu spenden und sich gegenseitig Geld zu schicken. Facebook Pay wird diese Transaktionen erleichtern und gleichzeitig sicherstellen, dass Ihre Zahlungsinformationen sicher und geschützt sind.

Die sensiblen Daten der Kunden von Facebook Pay liegen beim Social-Media-Riesen also angeblich in sicheren Händen. Karten- und Bankkontonummern der Nutzer werden laut Unternehmensangaben verschlüsselt und „sicher gespeichert“. Nicht autorisierte Aktivitäten würden hingegen erkannt und unterbunden.

Ebenfalls können biometrische Daten zum Zahlungsverkehr genutzt werden, um eine „zusätzliche Sicherheitsebene zu schaffen“. Kunden dürfen sich also freuen, zukünftig mit ihrem Gesicht zu bezahlen. Angeblich empfängt oder speichert der Konzern die biometrischen Daten von Berührungs- oder Gesichts-IDs nicht.

Facebooks gläserner Mensch

Sammeln, auswerten und weitergeben: Dieses Geschäftsmodell betreibt Facebook mit den Daten ihrer weltweit 1,9 Milliarden aktiven Nutzer. Mit Facebook Pay steht dem Konzern nun ein weiteres Instrument zur Verfügung, die Gewohnheiten und Interessen sowie das Konsumverhalten ihrer Nutzer zu erfassen. Dass die entsprechenden Daten „sicher gespeichert“ seien, bringt die Unternehmensphilosophie auf den Punkt: mit Sicherheit werden Daten gespeichert. Wer jedoch letztlich Zugriff auf die Daten hat und von ihnen Gebrauch machen kann, bleibt schleierhaft.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
DLT-Genossenschaft „govdigital“ will den öffentlichen Sektor auf Blockchain stellen
Unternehmen

Über die neu gegründete Genossenschaft govdigital wollen IT-Dienstleister gemeinsam mit Vertretern aus der Politik die Blockchain-Technologie nutzen, um öffentliche IT-Infrastrukturen für Behörden zu entwickeln. Das Netzwerk könnte der Umsetzung blockchainbasierter Anwendungen im öffentlichen Sektor neue Impulse verleihen.

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
Schweiz: Krypto-Bank SEBA erweitert Geschäftsfeld und erreicht Deutschland
Regulierung

Die SEBA Bank erweitert ihr Geschäftsfeld auf neun weitere Jurisdiktionen. Die von der schweizerischen Aufsichtsbehörde FINMA lizensierte Bank für traditionelle und digitale Vermögenswerte bietet Dienstleistungen im Kryptoverwahrgeschäft künftig auch in Deutschland an.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
65 Prozent der Bitcoin Mining Hash Rate steht in China – kein Grund zur Panik
Bitcoin

CoinShares verortet 65 Prozent der Bitcoin Hash Rate in China – davon 54 Prozent alleine in der Provinz Sichuan. Wieso das kein Grund zur Sorge ist.

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
Zeit der Kooperationen – Warum der Zusammenschluss der deutschen Blockchain-Szene zur richtigen Zeit kommt
Kommentar

Teamplay ist nicht nur im Sport wichtig, sondern auch innerhalb eines Wirtschaftszweiges beziehungsweise einer Branche. Die Fähigkeit, sinnvolle Kooperationen mit anderen Unternehmen einzugehen, kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Wie es die Blockchain-Branche in Deutschland mit Kooperationen hält und warum uns die Verbandsarbeit in Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber den USA und China sichern kann. Ein Kommentar.

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
DLT-Genossenschaft „govdigital“ will den öffentlichen Sektor auf Blockchain stellen
Unternehmen

Über die neu gegründete Genossenschaft govdigital wollen IT-Dienstleister gemeinsam mit Vertretern aus der Politik die Blockchain-Technologie nutzen, um öffentliche IT-Infrastrukturen für Behörden zu entwickeln. Das Netzwerk könnte der Umsetzung blockchainbasierter Anwendungen im öffentlichen Sektor neue Impulse verleihen.

Facebook, Nach Libra: Facebook führt Zahlungssystem Facebook Pay ein
xx Coin: White Paper zu David Chaums Projekt veröffentlicht
Altcoins

Krypto-Koryphäe David Chaum will mit dem xx Coin und dem Praxxis-Netzwerk eine quantensichere Kryptowährung schaffen. Nun sind Details zum geplanten Token Sale bekannt.

Angesagt

New Yorker Finanzaufsicht ändert Richtlinien der BitLicence
Regulierung

Die Geschäftslizenz für Kryptowährungen – die BitLicence – wurde seit der Einführung 2015 nicht mehr von der New Yorker Finanzaufsicht überarbeitet. Das soll sich nun ändern. Insbesondere die Richtlinien für Listings werden aktualisiert.

Bitcoin-Börse BitMEX sieht sich 300 Millionen US-Dollar Klage gegenüber
Sicherheit

Eine der beliebtesten Krypto-Handelsplattformen, BitMEX, und ihr Gründer Arthur Hayes machen eine schwere Zeit durch. Denn Investoren der Krypto-Börse haben eine Klage über 300 Millionen US-Dollar eingereicht. Angeblich soll Hayes die Anleger mit falschen Informationen getäuscht haben. Ein harter Schlag nach regulatorischen Schwierigkeiten und einem Datenleck in diesem Jahr.

Letzte Chance für Teilnahme am Innovationswettbewerb „Schaufenster Sichere Digitale Identitäten“
Forschung

Das Bundeswirtschaftsministerium sucht Lösungen für die technische Realisierung digitaler Identitäten. Dafür wurde ein Innovationswettbewerb ins Leben gerufen, der Projekte zur Umsetzung bestimmter Identifikationsanwendungen finanziell fördert.

Schweiz: Krypto-Bank SEBA erweitert Geschäftsfeld und erreicht Deutschland
Regulierung

Die SEBA Bank erweitert ihr Geschäftsfeld auf neun weitere Jurisdiktionen. Die von der schweizerischen Aufsichtsbehörde FINMA lizensierte Bank für traditionelle und digitale Vermögenswerte bietet Dienstleistungen im Kryptoverwahrgeschäft künftig auch in Deutschland an.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: