Mit Blockchain gegen Ernteausfälle: Oxfam-Kooperation versichert Sri Lankas Bauern

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Blockchain-Bauern von Sri Lanka

Quelle: Shutterstock

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Eine Kooperation der Hilfsorganisation Oxfam und dem Versicherer Aon mit dem Tech-Start-up Etherisc will Sri Lankas Landwirte mit Versicherungen ausstatten. Eine Blockchain-basierte Plattform soll dabei Ernteausfälle automatisch ausgleichen. Aufgrund extremer Wetterverhältnisse ächzen Bauern auf der Insel unter schwierigen Anbaubedingungen. Versichert sind bisweilen jedoch die wenigsten von ihnen.

Während sich hierzulande dieser Tage die Hitzerekorde stapeln, sind die Folgen des Klimawandels im globalen Süden am stärksten zu spüren. Eines der am härtesten getroffenen Länder ist Sri Lanka. Hier gehen den Bauern aufgrund plötzlicher Sturzfluten und anhaltender Dürre jedes Jahr große Teile ihrer Reis-, Tee- und Kaffeeernte verloren. Versicherungen, wie sie für Landwirte in unseren Breitengraden selbstverständlich sind, haben jedoch die wenigsten Ceylon-Bauern abgeschlossen. Ungedeckte Ernteausfälle sind an der Tagesordnung.

Das Start-up Etherisc will dies ändern. Gemeinsam mit dem Versicherer Aon und der weltweit aktiven Hilfsorganisation Oxfam verkünden die Schweizer an diesem Montag, den 2. Juli den Start einer Plattform für Mikroversicherungen. Wie es in einer entsprechenden Pressemitteilung heißt, soll deren Schlüssel zum Erfolg Blockchain-Technologie sein.

Blockchain wickelt Versicherungsfälle automatisch ab

Während das Versicherungswesen gerade im Bereich der Landwirtschaft lange Zeit mit großen Hürden für Sri Lankas Kleinbauern verbunden und etwa bezahlbare Versicherungen lange spärlich gesät waren, soll die neue Plattform Angebot und Abwicklung günstiger gestalten.

Indem die Bauern Felder und Anbaukulturen auf der Plattform eigens registrieren, soll die neue Plattform künftig Schadensfälle automatisch abwickeln. Dazu holt die Software im Fall von Wetterevents Informationen von offiziellen Metrologiebehörden selbstständig ein. Somit will man nicht nur Verwaltungskosten herunterschrauben, sondern zudem Auszahlungsprozedere vertrauenswürdiger gestalten.

Landwirte stellen ein Drittel der Erwerbsbevölkerung und machen fast 20 Prozent der Wirtschaft aus, aber nur sehr wenige sind versichert. Dies machte Sri Lanka zu einem perfekten Kandidaten, um die Vorteile einer dezentralen, gemeinschaftlichen und automatisierten Versicherung zu zeigen. Diese Partnerschaft ist wirklich eine Kooperation zwischen allen und zeigt [das Potential der] Blockchain für das soziale Wohl,

gibt sich Michiel Berende von Etherisc von der Breitenwirkung des gemeinsamen Projektes überzeugt, für das sich derzeit rund 200 Bauern angemeldet haben. Dem stimmt auch Oxfam-Landesdirektor Bojan Kolundzija zu. Er nennt die Initiative einen „wichtigen Meilenstein“ für die Wirtschaft des Landes.

Mit dem Erfolgreichen Startschuss hofft man nun, dass immer mehr Landwirte auf das Angebot aufmerksam werden.

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