Michigan: Unveränderlichkeit der Blockchain soll Gesetz werden

Tanja Giese

von Tanja Giese

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Tanja Giese

Tanja Giese hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie in Potsdam studiert. Mit Leidenschaft lektoriert sie die BTC-ECHO-Artikel und konzentriert sich in ihren eigenen Artikeln vor allem auf die gesellschaftlichen Auswirkungen und den Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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Quelle: The blockchain vulnerability that is used in Initial Coin Offering. The hacker breaks the chain. Illustation to the security of data storage on the Internet. via Shutterstock

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Neben ihrer Dezentralität und Transparenz zeichnet die Blockchain-Technologie auch ihre Unveränderlichkeit aus. Ähnlich einer Zeitkapsel bleiben die darin eingeschriebenen Daten für immer erhalten. Nur mit ausgesprochen aufwändigen Maßnahmen könnten diese Daten geändert werden. Nun hat das US-Bundesstaat einen Gesetzesentwurf eingereicht, der genau das unter Strafe stellen will.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tobias Schmidt

Die Blockchain erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So konnte man bei Banken und Finanzinstituten eine Budget-Erhöhung von 1,7 Milliarden US-Dollar für ebenjene Technologie warnte. Die Tochtergesellschaft des südkoreanischen Messenger-Marktführers Kakao, Ground X, will die Blockchain für die Lösung humanitärer Probleme nutzen. In Abu Dhabi plant die erste Börse den Einsatz der Blockchain, um Transaktionen zu optimieren und die Sicherheit zu erhöhen. Das weltweite Interesse unterschiedlichster Sektoren an der Blockchain lässt sich mit den sie auszeichnenden Eigenschaften erklären. So ist sie für jeden jederzeit einsehbar, kann weder zentral überwacht noch nachträglich verändert werden. Diese Unveränderlichkeit will der US-Bundesstaat nun gesetzlich festhalten.

Bis zu 14 Jahre Gefängnis

Am 12. Juni stellte der Abgeordnete Curt VanderWall einen Gesetzesentwurf vor, der eine Änderung im Strafgesetzbuch von Michigan vorsieht. Der bisherige Paragraf betraf alle, die „öffentliche Aufzeichnungen machen, verändern, fälschen oder gefälscht haben“. Die Änderung dehnt diesen vorhandenen Paragrafen dabei auf jene aus, „die einen Verstoß durch die Änderung eines Datensatzes, der unter Verwendung der Distributed-Ledger-Technologie gespeichert wurde, begeht“. Bei Verstoß gegen dieses Gesetz droht dem Straftäter eine Haftstrafe von bis zu 14 Jahren.

Bislang besaß Michigan keinerlei rechtliche Rahmen für den Umgang mit DLT oder Kryptowährungen. Nun verbietet er immerhin, was eigentlich eh kaum möglich ist. Denn um eine Blockchain zu verändern, müssten alle Nodes, auf denen sie gespeichert ist, zusammen eine Änderung vornehmen. Allerdings kann im Grunde jeder eine Node einrichten, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Manipulation extrem gering ist. Dennoch scheint das Gesetz damit einen der grundlegenden Vorteile der Blockchain-Technologie schützen zu wollen. Bezüglich Kryptowährungen herrscht in dem US-Bundesstaat jedoch kein so anerkennender Ton.


Bill Schuette, der Finanzminister Michigans, warnte die Bürger sogar vor Kryptowährungen, da diese „ein erhebliches Risiko in Bezug auf das reale Leben“ darstellen würden. Wir sind gespannt, ob die Gesetzesänderung, die 90 Tage nach ihrer Verabschiedung in Kraft tritt, einen Einfluss auf diese schwarzmalerischen Ansichten bezüglich Kryptowährungen haben kann.

BTC-ECHO


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