MasterCard und R3 entwickeln Blockchain-Zahlungssystem

Anton Livshits

von Anton Livshits

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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MasterCard plant Blockchain-Lösung mit R3
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Der Kreditkartenriese MasterCard möchte im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr für frischen Wind sorgen. Dafür ging der Konzern nun eine Kooperation mit R3, den Entwicklern von Corda, ein.

Der Kreditkartenriese MasterCard hat eine neue Partnerschaft mit der Blockchain-Firma R3 angekündigt. Die beiden Unternehmen kooperieren für ein Zahlungssystem, das den internationalen Geldtransfer erleichtern soll.

Brücken zwischen Bezahlinfrastrukturen


Wie aus einer Pressemitteilung von MasterCard hervorgeht, besteht das Ziel der Kooperation darin, Verbindungen zwischen verschiedenen Bezahlinfrastrukturen und Banken herzustellen. Das Projekt ist hierbei ein Teil der „mehrgleisigen Strategie“ des Kreditkartenkonzerns. Denn der Finanzriese möchte seinen Kunden die Wahl lassen, wie diese ihr Geld verschieben.

MasterCard wird das Netzwerk betreiben, während R3 einen Zugang zum Corda-Ökosystem gewährt. Die Kooperationspartner versprechen, dass ihr Projekt unter anderem in folgenden Bereichen für Nachbesserung sorgen soll: „Verarbeitungskosten, Liquiditätsmanagement und die bestehende mangelnde Standardisierung und fehlende Prozesse zwischen Banken und nationalen Clearingsystemen.“

MasterCard baut internationales Netzwerk aus

Die Kooperation mit R3 ist dabei nur ein Element der größeren Strategie von MasterCard. Erst im vergangenen Jahr erwarb das Unternehmen den globalen Zahlungsdienstleister Transfast. Durch derartige Akquisen und Partnerschaften möchte der Kreditkartenkonzern die Reichweite seines eigenen Netzwerkes ausbauen. Auch Peter Klein, Executive Vice President von New Payment Platforms bei MasterCard, betonte in seinem Statement die Notwendigkeit eines derartigen Ausbaus:

Die Entwicklung einer neuen und besseren grenzüberschreitenden B2B-Zahlungslösung durch Verbesserung der weltweiten Konnektivität im Bereich Konto-zu-Konto ist für MasterCard von zentraler Bedeutung. Unser Ziel ist es, die Auswahl und Konnektivität der globalen Zahlungsinfrastruktur zu gewährleisten, wie unsere jüngsten strategischen Akquisitionen und Partnerschaften, einschließlich unserer Beziehung zu R3, zeigen.

MasterCard setzt vermehrt auf Blockchain

Derweilen macht MasterCard auch bei anderen Projekten von der Technologie, die unter Bitcoin liegt, Gebrauch. Der Konzern beschloss so eine Kooperation mit Benefit, einem elektronischen Netzwerk für Finanztransaktionen aus Bahrain. Auch hierbei soll die Blockchain zum Einsatz kommen, um grenzüberschreitende Überweisungen zwischen Banken und Unternehmen im Mittleren Osten zu vereinfachen.

Insgesamt soll MasterCard bereits über 100 Blockchain-Patente eingereicht haben. Das Unternehmen ist zudem Mitglied des Beirats von Facebooks Kryptowährung Libra.

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