MasterCard will Blockchain-Zahlungen im Mittleren Osten ermöglichen

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Mastercard-Logo auf Smartphone Display

Quelle: Shutterstock

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MasterCard ist mit dem bahrainischen Bankennetzwerk BENEFIT eine Kooperation für die Erprobung seines blockchainbasierten Zahlungsnetzwerks eingegangen. Es handelt sich um die erste Blockchain-Implementierung des Zahlungsdienstleisters im Mittleren Osten.

MasterCard hat eine Zusammenarbeit mit Bahrains elektronischem Netzwerk für Finanztransaktionen Benefit beschlossen. Im Zentrum der Kooperation steht die Erprobung eines blockchainbasierten Zahlungsnetzwerks, das der Abwicklung grenzüberschreitender Überweisungen zwischen Banken und Unternehmen im Mittleren Osten dienen soll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die MasterCard am 30. Juli veröffentlicht hat.

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Demnach soll das Pilotprogramm es den Banken ermöglichen, Geld in einem privaten Netzwerk über den B2B-Service von MasterCard zu senden:

Die [Blockchain-]Technologie löst mehrere Herausforderungen heutiger B2B-Zahlungen wie Geschwindigkeit und Transparenz. Unternehmen werden in der Lage sein, schnellere Zahlungen an ihre Empfänger zu leisten, da die Technologie es den Banken ermöglicht, die benötigten Zahlungsinformationen im Voraus direkt und ohne Zwischenhändler über das sichere private Blockchain-Netzwerk auszutauschen und so die Zahlungssicherheit zu gewährleistet.

Für Abdulwahed Al-Janahi, CEO des bahrainischen Bankennetzwerks Benefit, fügt sich die Kooperation nahtlos in das Vorhaben Bahrains ein, sich als internationales Zentrum für Finanztechnologie zu positionieren:

Wir freuen uns sehr, diese Vereinbarung zu unterzeichnen, die einen qualitativen Sprung für internationale Überweisungssysteme darstellt und den Namen Bahrains als führende internationale Drehscheibe für FinTech stärken wird. Das Projekt steht im Einklang mit der nationalen Agenda zur Einführung innovativer Produkte auf der Grundlage neuer Technologien wie Blockchain,

kommentiert Al-Janahi die Kooperation in der Pressemitteilung.

MasterCard und Visa auf Blockchain-Kurs

Der Zahlungsdienstleister bleibt damit weiter auf Blockchain-Kurs. Einen wichtigen Meilenstein markierte dafür der 20. Oktober 2017. Seitdem ermöglicht MasterCard seinen Geschäftskunden den Zugriff auf die Blockchain-Plattform „MasterCard Blockchain“. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mittlerweile über 100 Blockchain-Patente eingereicht. So soll die Technologie MasterCard beispielsweise dabei helfen, Kundendaten besser zu schützen. Ein anderes Patent beschreibt indes eine Technologie, die verdächtig an einen Bitcoin-Mixer erinnert.

Auch MasterCard-Konkurrent Visa setzt zunehmend auf „dezentralisierte“ Ansätze für die Bewältigung von B2B-Transaktionen. Erst im Juni lancierte Visa dafür das Bezahlnetzwerk B2B Connect.

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