Lebenszeichen von der Blockchain-Nation Liberland

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Lebenszeichen von der Blockchain-Nation Liberland

Eine krypto-freundliche, steuerfreie, selbstverwaltete Republik mitten in Europa? Klingt nach einer schönen Utopie. Die Rede ist von Liberland, einem kleinen Scheinstaat in serbisch-kroatischem Grenzgebiet. Gründer und gewählter Präsident ist Vít Jedlička. Er und seine Mitstreiter pflegen Kontakte zu Politik, Wirtschaft und auch zur Krypto-Szene auf der ganzen Welt, um ihre Vision eines souveränen Staates voranzubringen. Jüngster Kooperationspartner ist die Voting-Plattform Crowdholding.

„Leben und leben lassen“ lautet das Motto der Freien Republik Liberland. Am 13. April 2015 deklarierte der tschechische rechts-libertäre Politiker Vít Jedlička ein 7 m2 großes Stück Niemandsland zwischen Serbien und Kroatien als souveränen Staat. Die persönliche und wirtschaftliche Freiheit für die Bürger und minimales Einmischen durch die Regierung verspricht der Entwurf der Verfassung. International anerkannt ist Liberland bis heute nicht.

Laut einem Bericht im Tagesspiegel  gibt es nur 600 Liberländer (Stand Oktober 2018). Mehr als Hunderttausend haben sich um eine Staatsbürgerschaft beworben. Der ideale Kandidat verfügt über einen einwandfreien Leumund, ist vermögend, investiert Geld in Liberland und bringt sich überdies aktiv in verschiedenen Bereichen ein. Extremisten aller Art sind ausgeschlossen.

Liberland und die Blockchain

Blockchain und Kryptowährungen spielen eine wichtige Rolle in dem Kleinststaat ohne Zentralbank. So ist zum Beispiel der Erwerb von 5.000 Liberland Merits (LLM) – circa 5.000 US-Dollar – eine Voraussetzung für den Erhalt der Staatsbürgerschaft. Erst am 9. April gab Liberland über Twitter freudig bekannt, dass der Token auf Altilly gehandelt werden kann.

Den Bürgern steht es jedoch frei, eine von ihnen bevorzugte Währung zu verwenden, sofern sie verfügbar und handelbar ist. Die beliebtesten Kryptowährungen sind nach Aussagen von Vít Jedlička derzeit Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, EOS und Monero. Der erste gewählte Präsident will das gesamte System auf der Blockchain entwickeln und durch Smart Contracts und den Merit Token die erste dezentrale, autonome Regierung schaffen.

Kryptowährungen für Feedback

Nun wurde bekannt, dass die liberländische Handelskammer eine Partnerschaft mit Crowdholding eingegangen ist. Auf der Online-Plattform können sich Unternehmen präsentieren und ihre Blockchain-Projekte mit interessierten Menschen teilen. Durch den Austausch lassen sich wertvolle Erkenntnisse gewinnen und die besten Lösungen finden, so die Idee der Betreiber. Die Community wiederum kann durch ihr Feedback verschiedene Kryptowährungen sammeln. Zum neu gelisteten Partner schreibt Crowdholding auf Medium:

Wir sind sehr an diesem Projekt interessiert, da Liberland das erste souveräne Land in der Geschichte sein wird, das auf einem Modell der Staatlichkeit basiert, in dem die sozialen Freiheiten durch Smart Contracts unveränderlich festgelegt werden. Darüber hinaus ist der Liberland Merit das All-in-One-Krypto-Asset, das Stimmrecht, Währung und Sicherheiten des Inhabers für ein dezentrales Justizsystem darstellt.

Ob sich der Traum von der Steueroase an der Donau in nächster Zukunft realisieren wird, bleibt indes abzuwarten. Denn dafür braucht es nicht nur einen langen Atem der Liberland-Anhänger. Entscheidend ist der politische Wille anderer Staaten. Interessant ist das Vorhaben allemal – nicht zuletzt im Hinblick auf die Ambitionen im Blockchain- und Krypto-Bereich.

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