Krypto ohne Internet: Wie Mesh-Netzwerke in Venezuela Bitcoins Wertversprechen umsetzen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Quelle: Shutterstock

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Locha.io macht offenbar große Fortschritte in Sachen Mesh-Netzwerke. Damit die beiden Hardware Nodes Harpia und Turpial in Serienproduktion gehen können, brauchen die Entwickler allerdings noch etwas Startkapital.

Man könnte sagen, Mesh-Netzwerke denken das fundamentale Wertversprechen einer zensurresistenten, unabhängigen Währung Bitcoin konsequent zu Ende. Denn auch die Kryptowährung Nr. 1 hat noch ihre Achillesferse. Falls die Regierung eines Landes auf die Idee kommt, das Internet abzuschalten, ist Game Over. Die Nodes können dann nicht mehr mit der Bitcoin Blockchain synchronisieren und die Funktionalität der Peer-to-Peer-Währung ist hinfällig.

Gerade in Ländern, in denen Bitcoin in ernstzunehmende Konkurrenz zum gesetzlichen Geld tritt, trifft die Kryptowährung auf Widerstand. In Venezuela ist der Handel mit Bitcoin & Co. zwar nicht direkt verboten. Wie aber das Portal Bitcoinist.com berichtet, ist die führende Krypto-Börse LocalBitcoins Venezuela immer wieder von Serverausfällen betroffen. Für eine Peer-to-Peer-Währung, die vorgibt, keinen Single Point of Failure zu haben, ist das nicht gerade ein praktikables Attribut.

Wie kann man da Abhilfe schaffen? Die Antwort lautet Mesh Network.

Mischmasch Mesh


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Dabei handelt es sich um bestimmte Hardware Nodes, die Second-Layer-Netzwerke aufbauen und untereinander synchronisieren. Um die Netzwerkinfrastruktur aufrechtzuerhalten, bedarf es sodann weder einer Internet- noch Mobilfunkverbindung. Die Mesh-Netzwerke laufen also völlig autark. An einem solchen Netzwerk arbeiten einem Tweet zufolge die venezolanischen Bitcoin-Enthusiasten von locha.io.

„Mit einem Akku können Sie Ihren Turpial tragen (kleinste #mesh Node, siehe Größenvergleich mit einem SD-Kartenadapter). Dies würde es jedem ermöglichen, #Bitcoin-Transaktionen zu übertragen, auch wenn es keinen entsprechenden Dienst gibt (Internet, 3G/Mobilfunk, SMS oder Anrufe).“

Bitcoin völlig losgelöst

Nun fragt man sich: Mesh-Netzwerke schön und gut, aber Bitcoin ist doch ein globales Zahlungssystem? Wie also bringt man die Bilanzen aus dem lokalen Netz auf die Blockchain? Im Falle des venezolanischen Projekts kann Blockstream Abhilfe schaffen. Denn die Harpia Node des Entwicklerteams rund im locha.io kann eine Verbindung zum Blockstream-Satelliten herstellen, ohne dass eine Verbindung zum Internet bestehen muss. Obendrein scheint sogar der Aufbau von Lightning Channels möglich zu sein.

„Die Harpia (links) & Turpial (rechts) Nodes sind angekommen. [Wir] arbeiten an der Demo mit den beiden Nodes, die Locha Mesh als Basis-Setup haben wird. #Bitcoin-Transaktionen ohne Internetzugang sind immer näher!“

Prominente Schützenhilfe für ihr ehrgeiziges Projekt erhält das venezolanische Team unterdessen von Blockstream-Gründer und bekennendem Cypherpunk Adam Beck. Via Twitter teilte er die Fortschritte von locha.io reichweitenstark:

Wer dem Team finanziell etwas unter die Arme greifen möchte, der sei an dieser Stelle an den Spendenaufruf seitens Bitcoin Venezuela verwiesen:

„Wir benötigen 12.61 BTC (50.000 US-Dollar), um die Entwickler für 3 Monate in Vollzeit zu beschäftigen, um die Mesh-Geräte zu realisieren. Wenn Sie 1.000 US-Dollar spenden, erhalten Sie 3 Turpial Nodes […].“

Es sind spannende Zeiten.


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