Kraken, Binance und Bitfinex: Exchanges wieder online, Registrierungen möglich

Bei zahlreichen Exchanges hat es in der vergangenen Woche Probleme bei der Bearbeitung der steigenden Anzahl von Anfragen gegeben. Einige stellten die Registrierung von Neukunden ein, andere waren gleich vollständig vom Netz getrennt. Wie ist der Status zum Ende der Woche?



Bereits im Dezember war es aufgrund des plötzlichen Krypto-Booms zu temporären Überlastungen und damit verbundenen Ausfallerscheinungen verschiedener Krypto-Exchanges gekommen. War die Situation damals vor allem auf den Anstieg des Bitcoin zurückzuführen, so stellt im Moment das Traden verschiedener, sich auf den Positionen täglich wechselnder Altcoins die größte Belastung der Krypto-Börsen dar.

Wie bereits in der vergangenen Woche berichtet, reagierten Binance, Bitfinex und Bittrex auf den gesteigerten Andrang mit der vorläufigen Aussetzung neuer Kundenregistrierungen. So konnten es die Exchanges nicht leisten, die bereits bestehenden Aufträge in derselben Frequenz zu bearbeiten, in der Neuanfragen gestellt wurden. Die Krypto-Börse Kraken ging sogar einen noch radikaleren Schritt und stellte gleich ihren gesamten Betrieb über mehrere Tage hinweg ein.

War das Vorgehen vonseiten Krakens zu Beginn als Wartungsarbeit deklariert, welche auf wenige Stunden angesetzt zu sein schien, entwickelte sich daraus ein über insgesamt fast vier volle Tage (Mittwoch bis Samstag) andauernder Ausfall der Seite. Auf einer Support-Plattform der Seite konnte der Besucher in einem stündlich aktualisierten Statement nachverfolgen, wie der aktuelle Stand bei der Wiederinbetriebnahme des Exchange-Dienstes aussah.

Seit Samstag Nachmittag ist Kraken nun mit neuem Interface wieder verfügbar und entschuldigte sich bei seinen Kunden umgehend für die außerplanmäßig lange Ausfallzeit. Als Konzession für den Schaden, der eventuell dadurch entstanden ist, dass Kunden nicht kurzfristig kaufen oder verkaufen konnten, bot Kraken an, bis Ende Januar die anfallenden Transaktionsgebühren auf Null zu setzen.

Auch Binance und Bitfinex haben die Neuanmeldung an ihren Exchanges inzwischen wieder ermöglicht. Auch wenn man eine derart schnelle Entwicklung der Krypto-Interessenten nicht erwartet hatte, stellt man sich also langsam auf die geänderten Rahmenbedingungen ein. Sicher sollte man für die aktuelle Überforderung vieler Exchanges Verständnis haben. Dennoch bleibt es zu hoffen, dass sich die Kapazitäten langfristig den Anforderungen anpassen werden.

BTC-ECHO

Über Tobias Schmidt

Tobias SchmidtTobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ähnliche Artikel

Interview mit TV-TWO: Fürs Fernsehen bezahlt werden

Fernsehen und dafür Geld bekommen – das möchte TV-TWO in die Tat umsetzen. Wir haben uns mit den Gründern von TV-TWO Philipp Schulz und Jan Phillip Hofste getroffen, um mehr über ihre Version vom Fernsehen der Zukunft zu erfahren und herauszufinden, warum gerade die Blockchain hierbei helfen soll. Der TV-Werbemarkt ist der größte und gleichzeitig […]

Ethereum (ETH) – Kursanalyse KW21 – Bruch des Handles

Seit dem 16. Mai hat sich der Kurs lediglich seitwärts bewegt, bis er dann bei einem Wert von 600 Euro am 21. Mai in einen Abwärtstrend kam. Damit zeigt Ethereum einen ähnlichen Verlauf wie alle anderen Kryptowährungen. Das Cup-and-Handle-Pattern aus der vergangenen Kursanalyse wurde negativ durchbrochen. Zusammenfassung Der Ethereum-Kurs ist in dieser Woche gefallen. Ab dem 21. […]

BTC-ECHO Wochenrückblick KW 21/18

In der 21. Kalenderwoche des Jahres 2018 nahmen die Kurse der Kryptowährungen wieder einmal etwas ab. Alle Kursentwicklungen findet ihr im Preisindex.  8. Bitcoin Pizza Day Doch während die Kurse in keiner guten Stimmung waren, feierte die Bitcoin-Community den 8. Jahrestag des ersten Kaufs mit Bitcoin: Am 22. Mai 2010 hatte Laszlo Hanyec für 10.000 BTC […]

Preismanipulation bei Bitcoin? USA beginnt Ermittlungen

Das Justizministerium der Vereinigten Staaten hat ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannte eingeleitet. Demnach wolle man eine mögliche Preismanipulation beim Bitcoin-Trading untersuchen. Die Praktiken, die hinter den Bewegungen im Bitcoin-Kurs vermutet werden, nennen sich Spoofing und Washing. Da stimmt doch was nicht!? Wenn man sich den Verlauf des Bitcoin-Kurses und von anderen Kryptowährungen teilweise anschaut, liegt es […]