JPMorgan Blockchain-Netzwerk IIN soll Japan im Kampf gegen Geldwäsche helfen

Moritz Draht

von Moritz Draht

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Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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JPMorgan hilft Japan bei der Bekämpfuung von Geldwäsche [Symbolbild]

Quelle: Shutterstock

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Japan hat ein Geldwäsche-Problem. Abhilfe könnte JPMorgans Interbank Information Network schaffen, das Banken weltweit vernetzt und die Verfolgung von Geldwäscheaktivitäten sowie die Zusammenarbeit mit Behörden erleichtert. Das Blockchain-Netzwerk soll daher ab kommendem Jahr von japanischen Banken genutzt werden.

JPMorgans blockchainbasiertes Zahlungsnetzwerk soll Anfang kommenden Jahres 2020 in Japan eingeführt werden. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenplattform Bloomberg vom 10. Dezember hervor. Das „Interbank Information Network“ (IIN) soll, basierend auf JPMorgans Blockchain-Plattform Quorum, den globalen Zahlungsverkehr und Datenaustausch zwischen Banken beschleunigen – und so Japans Kampf gegen Geldwäsche unterstützen.

Kampf gegen Geldwäsche treibt Japan ins JPMorgan-Netzwerk

Das Interbank Information Network ist ein blockchainbasiertes Netzwerk, das den globalen Geldtransfer von Banken vereinfachen soll. Bloomberg berichtet, dass sich bereits 80 japanische Banken dem Netzwerk angeschlossen haben. Damit stellen japanische Banken inzwischen mehr als 20 Prozent der 365 Teilnehmer, was Japan zur stärksten Fraktion im Netzwerk macht. Die Plattform könnte künftig japanischen Banken als wirksames Mittel zur Bekämpfung von Geldwäsche dienen. Das IIN soll eine schnelle und effiziente Verfolgung von Geldempfängern ermöglichen. Zudem gewährleistet ein direkter Datenaustausch zwischen Banken eine bessere Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden.

Seit die Financial Action Task Force (FATF) 2014 den japanischen Behörden mangelhafte Maßnahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche attestierte, standen japanische Banken unter Zugzwang. Auch der Handel mit Kryptowährungen trägt zu dem wachsenden Problem der Geldwäsche bei. Dem Geldwäschebericht der japanischen Polizeibehörden aus dem Jahr 2018 zufolge, konnten mehr als 7.000 Fälle von Geldwäsche in Verbindung mit Kryptowährungen gebracht werden.

Das IIN wurde 2017 als Pilotprojekt gestartet und hat mittlerweile einige Großbanken gewinnen können. Auch die Deutsche Bank gab Mitte September 2019 ihre Teilnahme bekannt. Über das Netzwerk können mehrere Parteien gleichzeitig Informationen anfordern und austauschen. Zudem soll die Blockchain-Plattform durch den internationalen Austausch von Transaktionsdaten Überweisungen schneller und günstiger gestalten. Darüber hinaus entwickelt JPMorgan einen eigenen Stable Coin, den JPM Coin, um die Abwicklung von Intra- und Interbankengeschäften insbesondere im Bereich konzerninterner Überweisungen und Anleihengeschäfte zu beschleunigen.


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