Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin

Quelle: https://www.shutterstock.com/de/image-illustration/iran-booking-concept-iranian-flag-hotel-685415710?src=2ikmFTClmlxCb0GI1aEgOg-1-62

Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin

Iranische Hotels erlauben zunehmend die Bezahlung per Kryptowährung. Damit umgehen sie die bestehenden US-Handels- und Finanzsanktionen. So kann man beispielsweise auf dem iranischen Portal HostelsInIran.com neuerdings seine Anzahlung per Ethereum, Bitcoin und Bitcoin Cash durchführen.

Kryptowährungen, die auf Basis von dezentral funktionierenden Blockchains basieren, interessieren sich naturgemäß nicht für Handelssanktionen. Nachdem Donald Trump Anfang Mai die Entscheidung traf, den bestehenden Atomdeal mit dem Iran aufzukündigen, setzten die USA kurze Zeit später neue Sanktionen in Kraft. Der Iran ist auf Rang drei der Öl exportierenden Nationen. Spätestens im November soll keiner der Verbündeten der USA mehr Öl aus dem Iran beziehen. Mit der Forderung Washingtons an seine Mitstreiter will man den Iran finanziell in die Knie zwingen.

Obwohl im April Pläne für einen eigenen Coin  nach dem Vorbild des venezuelischen Petro aus Teheran bekannt wurden, verbot noch im gleichen Monat die dortige Zentralbank den Handel mit jeglichen Kryptowährungen. Die US-Sanktionen haben nicht nur dafür gesorgt, dass viele Iraner ihr Vermögen aus Angst vor einer Entwertung ihrer Währung außer Landes gebracht haben. Wie erwartet, ist der Wechselkurs des iranischen Rial im Verlauf der letzten Monate stark eingebrochen.

Iranische Hotels nutzen Kryptowährungen als Workaround

Die US-Sanktionen bereiten auch einheimischen Unternehmen wie Hotelketten Schwierigkeiten, weil kaum jemand offiziell mit ihnen handeln oder ihnen etwas bezahlen darf. Leo Weese berichtet auf Twitter, dass ein führendes Hotelportal nun zu drastischen Mitteln gegriffen hat, um Anzahlungen der Touristen annehmen zu können. Die Webseite HostelsInIran.com erlaubt derzeit Anzahlungen per Bitcoin, Bitcoin Cash und Ethereum. Die Nutzung von Kryptowährungen mag merkwürdig erscheinen, aber die Wirtschaftsblockade habe den Betreibern des Portals keine andere Möglichkeit gelassen, wird den ausländischen Interessenten einer Hotelbuchung per E-Mail mitgeteilt.

US-Sanktionen weiten sich aus

Wie Anfang diesen Monats bekannt wurde, fordern die USA von der deutschen Regierung starke Eingriffe in das Finanzsystem. Berlin soll mehrere Konten der iranischen Regierung einfrieren, forderte der US-Botschafter von Angela Merkel. Man wollte so die Rückführung hoher Summen in den Iran verhindern. Zwar erfuhr dieser Vorschlag keine Zustimmung. Dennoch weiten sich die Sanktionen immer weiter aus. So leistete die südkoreanische Online-Börse Bithumb vorauseilenden Gehorsam. Wahrscheinlich auf Druck der Regierung setzte man alle Kunden aus dem Iran und Nordkorea auf die schwarze Liste. Bei Bithumb ist seit zwei Monaten jeglicher Handel für die Einwohner dieser beiden Nationen schlichtweg untersagt. Dies soll der Unterbindung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung dieser beiden „Hochrisikostaaten“ dienen.


Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
[Anzeige]
Bitcoin, Ethereum, Ripple, IOTA und die bekanntesten Kryptowährungen auf Plus500 handeln. Warum Plus500? Kostenloses Demo-Konto; Mobile Trading-App; Einzahlungen per PayPal; große Auswahl an verschiedenen Finanzprodukten (Kryptowährungen, Aktien, Rohstoffe, ETFs, Devisen, Indizies).

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Kryptowährungen scheinen sich zum beliebten Mittel zu etablieren, um Sanktionen zu umgehen und zugleich wirtschaftlichen Miseren zu entkommen. So gab Venezuela zu Beginn des Jahres den Petro heraus, während die Menschen im Land dazu übergehen, Bitcoin Cash zu nutzen, um ihr Kapital vor der Hyperinflation zu schützen.

BTC-ECHO

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
Regulierungs-ECHO: China und Telegram drehen den Spieß um
Insights

Telegram dreht den Spieß um und beschuldigt im Rechtsstreit nun die SEC. Derweil münzt China den Bitcoin um und entwickelt den de-dezentralen E-Yuan. Auch die BRICS-Staaten wollen am Krypto-Markt mitmischen, während die ARTIS Blockchain das Umweltherz höher schlagen lässt. Von tunesischen Enten, Libra-Pessimisten und Deutschlands Reise in den Krypto-Himmel. Das Regulierungs-ECHO. 

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
Neue Regelungen für Kryptowerteverwahrer: Deutschland auf einem guten Weg zum „Krypto-Heaven“
Kommentar

Das neue Geldwäschegesetz enthält Regelungen im Hinblick auf die Verwahrung von Digital Assets wie beispielsweise Bitcoin und Ethereum, aber auch die sogenannten Security Token, also digitale Wertpapiere. Der Finanzausschuss empfiehlt demnach die Streichung des Trennungsgebots, wodurch die Trennung von Wertpapieren vom Krypto-Verwahrgeschäft aufgehoben wird. Ein Kommentar von Dr. Sven Hildebrandt, geschäftsführender Gesellschafter der Distributed Ledger Consulting GmbH.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
When Lambo? Lamborghini setzt auf Blockchain
Blockchain

Wenn der Bitcoin nicht zum Lambo will, kommt der Lambo eben auf die Blockchain: Lamborghini will seine Autos künftig über eine Blockchain-Lösung zertifizieren.

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
Bei Bankrott Bitcoin: Kryptowährung als Krisenwährung
Insights

Im Libanon kommt es regelmäßig zu Protesten gegen Korruption und ein marodes Finanzsystem. Das Land befindet sich in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Die anonyme Gruppe „Bitcoin Du Liban“ rät der Bevölkerung nun, Kryptowährungen als Alternative zur instabilen Landeswährungen zu nutzen. Auch andere Krisenstaaten verzeichnen ein zunehmendes Interesse an digitalen Währungen.

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
„Chinas Twitter“ kickt Bitcoin-Börse Binance von der Plattform – Ist „CZ“ zu weit gegangen?
Szene

Trotz der jüngst verkündeten Blockchain-Offensive der chinesischen Regierung haben Krypto-Unternehmen nach wie vor einen schweren Stand im Reich der Mitte. Vor kurzem hat Weibo, ein chinesischer Microblogging-Anbieter im Stil von Twitter, die Accounts der Bitcoin-Börse Binance und der Tron Foundation, dem Unternehmen hinter der Kryptowährung Tronix (TRX), geschlossen. Hatte sich Binance mit seiner neu entfachten China-Begeisterung zu weit aus dem Fenster gelehnt?

Iranische Hotels, Iranische Hotels umgehen US-Sanktionen mit Bitcoin
Schafe zählen: Blockchain-Lösung für Vertragszucht geplant
Blockchain

In China soll bald auch die Schafzucht auf die Blockchain kommen. Vertragszucht als direkter Vertrieb vom Bauern zum Endkunden ist bereits bekannt. Durch die Blockchain wird das nun effektiver.

Angesagt

Bitcoin-Kurs unter wichtigen Support gerutscht – Marktbetrachtung
Kursanalyse

Der Bitcoin-Kurs fiel unter das EMA-Ribbon. Langfristig betrachtet bietet die Stock-to-Flow-Ratio dennoch einen Grund für eine weitere Wertsteigerung. Dieser Grund wird durch die aktuelle Bankenpolitik und durch das Bestreben Googles hinsichtlich der Gründung eines Girokontos nur bestätigt.

Neptune Dash: BlackRock drängt in Krypto-Sektor
Unternehmen

Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock hat in Neptune Dash investiert. Der Mutterkonzern des globalen ETF-Anbieters iShares scheint seine Einstellung gegenüber dem Krypto-Sektor zu ändern.

Halving bei den Bitcoin-Nachfolgern BCH und BSV – das erste und letzte Mal?
Bitcoin

Nicht nur bei Bitcoin steht im kommenden Jahr eine Halbierung der Blockbelohnung an. Auch bei den Altcoins Bitcoin Cash (BCH) und Bitcoin Satoshi Vision (BSV) wird im Frühjahr 2020 der Nachschub halbiert. Und das einen Monat vor Bitcoin. Nun laufen BSV und BCH Gefahr, dass ihre Pools in dieser Zeit „fremdminen“.

Hodler „seit Jahren“: ProtonMail bekennt sich zu Bitcoin
Unternehmen

Der Mail Provider ProtonMail hat sich am vergangenen Wochenende deutlich zu Bitcoin bekannt. Über seinen Twitter-Kanal verkündete das Verschlüsselungsunternehmen, man „hodle“ entsprechende BTC-Einkünfte bereits seit Jahren. 2017 hatte der Dienstleister seinen Kunden ermöglicht, Rechnungen in Bitcoin zu begleichen. Zudem akzeptieren die Schweizer Bitcoin-Spenden.

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: