Schwarze Liste: Bithumb stellt Geschäfte in Nordkorea und Iran ein 

Tobias Schmidt

von Tobias Schmidt

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Tobias Schmidt

Tobias Schmidt ist seit August 2017 als Redakteur im Team von BTC-ECHO tätig. Sein Fachgebiet im Krypto-Bereich sind die vielen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Quelle: Black List on Business Folder in Multicolor Card Index. Closeup View via Shutterstock

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Die südkoreanische Krypto-Exchange Bithumb hat den Handel von Krypto-Assets in verschiedenen Ländern eingestellt und verboten. Unter diesen „Hochrisikoländern“ befinden sich auch der Iran sowie Südkoreas Nachbar Nordkorea. Die Entscheidung ist politisch motiviert und auf den Druck der Regierung zurückzuführen.

Die Krypto-Exchange Bithumb, Südkoreas größte Handelsplattform für Kryptowährungen, hat das Traden von Krypto-Assets in verschiedenen Ländern verboten. Zu diesen Ländern gehören etwa Nordkorea, der Iran, der Irak, Sri Lanka und sieben weitere. Begründet wird dies damit, dass diese Länder „Hochrisikostaaten“ seien. Bithumb bezieht sich dabei auf die Einstufung der Non-Cooperative Countries and Territories (NCCT) Initiative. Am Montag, dem 28. Mai, sollen die Maßnahmen in Kraft treten.

Die NCCT stellt Länder heraus, die von der Financial Action Task Force on Money Laundering (FATF) auf die sogenannte Schwarze Liste aufgenommen wurden. Die Gesetzgebung besagter Länder zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung entspreche nicht den gesetzten Standards. Mit der Liste soll sanfter Druck auf jene ausgeübt werden, die Geschäfte in diesen Ländern betreiben.

Bithumb hat dieser Policy nun nachgegeben. Um zu verhindern, dass ihre Plattform für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht wird, stellte die Exchange alle Geschäfte in den auf der Liste aufgeführten Ländern ein. Somit ist es Nutzern aus diesen Ländern fortan nicht mehr möglich, die Plattform zum Traden von Krypto-Assets zu verwenden. Zudem sollen bald zusätzliche Authentifizierungsmechanismen für ausländische Nutzer eingeführt werden, um Betrug vorzubeugen.

Druck von der Regierung

Dieser Schritt ist als sehr radikal zu bewerten. Grund dafür könnte sein, dass man in jedem Fall einen Konflikt mit heimischen Finanzbehörden oder sonstigen Regulatoren vermeiden möchte. Diese könnten Vorwände wie Geschäfte in diesen Staaten vorschieben, um harte regulatorische Maßnahmen gegen die Exchange zu verhängen. Speziell Südkorea ist in der Vergangenheit immer wieder durch überharte Regulierung aufgefallen, beispielsweise durch das ICO-Verbot oder wiederholte Überlegungen, Kryptowährungen zu verbieten.

„Das Bithumb-Team wird freiwillig strenge Richtlinien aufstellen und eng mit den lokalen Finanzbehörden zusammenarbeiten, um die Transparenz auf dem Kryptomarkt zu erhöhen und die Anleger zu schützen. Mit fortschreitender freiwilliger Politik wird Bithumb den globalen Standard des Krypto-Austausches verbessern“,

so ein Sprecher von Bithumb.

Auch ohne Verbote und klare regulatorische Eingriffe kann die Politik also das Verhalten auf dem Kryptomarkt steuern.

BTC-ECHO


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