Iran: Zentralbank nennt BTC-Handel illegal

Iran: Zentralbank nennt BTC-Handel illegal

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet von Warnungen eines Zentralbankangestellten vor Bitcoin. In einem Interview bezeichnete der stellvertretende Gouverneur für neue Technologien demnach den Handel mit Bitcoin als illegal. Nutzer gehen somit juristische Risiken ein, wenn sie im Iran Bitcoin kaufen und verkaufen.

Irans Zentralbank warnt seine Bürger vor juristischen Risiken von Bitcoin. Dies erläuterte Nasser Hakimi, stellvertretender Gouverneur für neue Technologien, in einem Interview mit Tasnim am 08. Juli 2019. Tasnim ist eine private News-Agentur mit Sitz in Teheran. Die islamische Republik Iran geht seit einiger Zeit mit Verboten gegen das Bitcoin-Mining vor. Nun möchte Hakimi mit dem Aufruf auch den Kauf und Verkauf der Kryptowährung im Land unterbinden.

Demnach hat der Oberste Gerichtshof für die Bekämpfung von Geldwäsche den Kauf und Verkauf von Bitcoin verboten. Hakimi fügte hinzu, dass eine Konkretisierung Richtung Produktion und Handel ebenfalls ins Verbot aufgenommen gehört.

Irans Zentralbank hält BTC für Schneeballsystem

Der Finanzbeamte mahnte die Bürger Irans dazu, besonders vorsichtig bei Werbung für Bitcoin zu bleiben. Diese suggeriere nämlich hohe Profite ähnlich „eines Baumes mit Goldtalern wie bei Pinocchio.“

Er bezeichnete Bitcoin weiterhin als Pyramidensystem. Bitcoin-Geschäfte stellten außerdem neben der juristischen Gefahr finanzielle Risiken dar.


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Unterdessen war es vor allem der niedrige Strompreis im Öl-Staat Iran, der das Mining in den letzten Jahren befeuerte. Der öffentlichen Verwaltung war das Mining aber längst ein Dorn im Auge. Sie beklagte, dass eine einzige Mining-Anlage genauso viel Strom verbraucht wie 24 Wohneinheiten. Ob diese Rechnung stimmt, bleibt angesichts der Unklarheiten hinsichtlich des ökologischen Fußabdrucks von Bitcoin jedoch fraglich.

Dennoch stieg der Stromverbrauch des Landes um sieben Prozent. Deshalb verfolgt die iranische Polizei das Bitcoin-Mining aktiv. In den letzten Wochen spürte sie demnach dutzende Farmen in unterschiedlichen Regionen auf. In der Regel befanden sich die Anlagen in abgelegenen Vororten. Die Miner nutzten hierbei den Strom ehemaliger Industrieanlagen für Bitcoin-Produktion im großen Stil.

Bitcoin könnte Iran aus der Klemme helfen

Die Antipathie Teherans gegen Kryptowährungen verhindert, dass sich die Regierung mit den offensichtlichen Vorteilen dezentraler Währungssysteme für politische Außenseiterstaaten auseinandersetzt. Schließlich ist der Iran seit dem Ausschuss aus dem SWIFT-System praktisch vom internationalen Zahlungsverkehr abgeschnitten. Eine offenere Haltung gegenüber Bitcoin und Co. käme den Regierenden eigentlich entgegen.

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