Bitcoin-Mining-Verbot in Iran: Stromverbrauch stark angestiegen

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Iran Bitcoin Mining Stromverbrauch

Quelle: Shutterstock

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Da der jährliche Stromverbrauch um sieben Prozent gestiegen ist, erklärt die iranische Elektrizitätsagentur das Bitcoin Mining für illegal. Damit steht eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Bitcoin-Beschaffung unter Strafe.

An kaum einem Beispiel offenbart sich Bitcoins Wertversprechen derart plakativ wie anhand des Irans. Die Inflation hat das Land fest im Griff und wirtschaftliche Sanktionen schneiden Banken von globalen Finanzströmen ab. Es kommt also nicht von ungefähr, dass Bitcoin für die iranische Bevölkerung eine immer größere Rolle spielt. Die Nachfrage nach dem digitalen Gold wächst kontinuierlich und weil Exchanges der Führung des Landes ein Dorn im Auge sind, greifen Iraner immer häufiger auf das eigenständige Mining der Coins zurück.


Doch auch diese Beschaffungsmaßnahme steht unter Druck. Denn wie Iran Front Page berichtet, suchen die Behörden seit geraumer Zeit gezielt nach Iranern, die subventionierte Elektrizität für aus ihrer Sicht nicht zweckdienlichen Minings nutzen. Dies, so ein Sprecher der staatlichen Elektrizitätsgesellschaft Tavanir, sei illegal.

Iran: Stromverbrauch um sieben Prozent angestiegen

Die zunehmend repressive Handhabe von Bitcoin Mining steht im Zusammenhang mit einer Erhöhung des jährlichen Stromverbrauchs um sieben Prozent. Wie Tavanir berichtet, gilt Mining als Hauptursache dieses Anstiegs.

Strom ist in der islamischen Republik stark subventioniert. Die Führung des Landes gibt jährlich knapp eine Milliarde US-Dollar für die Schließung der Preislücke zwischen tatsächlichen Stromkosten und der Zahlungsbereitschaft der Bevölkerung aus. Das dürfte sodann auch der Grund sein, wieso das Schürfen von Bitcoin in Iran überhaupt profitabel ist.

Weitere Bitcoin-Quelle versiegt

Damit wird es für iranische Bitcoin-Enthusiasten zunehmend schwieriger, an das digitale Gold zu kommen. Da Exchanges streng reguliert sind, haben in der Vergangenheit immer mehr Iraner auf das Mining zurückgegriffen. Aber auch das OTC-Geschäft mit der Kryptowährung Nr. 1 boomt am Persischen Golf. Wie wir bereits berichteten, spielen Trading-Gruppen in dem Land eine immer größere Rolle. In Telegram-Gruppen verabreden sich Käufer und Verkäufer demnach zu außerbörslichem Handel mit Bitcoin. Diese Handhabe dürfte nach der jüngsten Ankündigung an Bedeutung gewinnen – erst recht wenn die Kurse weiterhin so stark ansteigen, wie jüngst der Fall.

SWIFT-Ersatz als Use Case

Dabei kam in Iran BTCs geballtes Potenzial bisher noch gar nicht zum Einsatz. Schließlich ließe sich mit einer dezentralen, zensurresistenten Weltwährung Wirtschaftssanktionen wie der Ausschluss aus dem internationalen Zahlungsverkehr mit Leichtigkeit umgehen. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis der iranische Finanzsektor auf diesen Bitcoin Use Case aufmerksam wird.

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