Altcoin-Spezial IOTA – Chroniken des Verfalls

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Shutterstock

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Für das IOTA-Ökosystem sieht es derzeit nicht besonders gut aus. Die Chroniken des Verfalls.

„Was ist bloß mit IOTA los?“ Diese Frage stellten Sido & Savas bereits 2018 in ihrer Krypto-Hymne Hodln. Dass es sich bei letzterem nicht unbedingt um die allerbeste Strategie handelt, wenn man den MIOTA Token im Portfolio hält, dürfte Tradern in der letzten Zeit schmerzlich bewusst geworden sein.

IOTA: Größte Ambitionen, kleinste Transaktionen

Dabei klingt das Projekt recht vielversprechend. Dem rechenaufwändigen Proof-of-Work-Konsens der Bitcoin Blockchain setzt IOTA einen gerichteten Graphen entgegen. Dieses als „Tangle“ bekannte technologische Grundgerüst soll mit zahlreichen Vorteilen glänzen. Vor allem die parallele Ausführung von Transaktionen, die darüber hinaus noch kostenlos sind, sind hier ein bestechendes Argument. Die Anwendungsmöglichkeit, im Krypto-Jargon besser als Use Case bekannt, klingt mindestens genauso erfolgversprechend: das Internet der Dinge.

Wenn (mehr oder weniger) intelligente Maschinen miteinander kommunizieren, etwa um Smart Homes am Laufen zu halten, dann müssen sie sich schließlich dafür auch gegenseitig bezahlen können. Hier soll dann IOTA ins Spiel kommen. Mikrotransaktionen, also Zahlungen im Kleinstbereich, können theoretisch über IOTA abgewickelt werden. (Daher auch der Name: IOTA, ausgesprochen Jota, bedeutet auf griechisch der kleinste Buchstabe).


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So hatte es das Projekt geschafft, zahlreiche Investoren zu begeistern. Startete es im Juni 2017 mit einem Kurs von 0,60 US-Dollar, erreichte das Projekt inmitten des Krypto-Booms sein Allzeithoch am 19. Dezember 2017 – mit einer Bewertung von 5,69 US-Dollar und einem Anstieg von über 800 Prozent in wenigen Monaten. Befeuert wurde das Ganze von zahlreichen Partnerschaften – Industriegrößen wie Bosch, VW und Fujitsu ließen sich für das Projekt überzeugen.

Der Absturz

Doch dann kam, wie bei Bitcoin, Ethereum & Co. auch der Absturz. Bis zum 6. Februar sollte der IOTA-Kurs auf 1,24 US-Dollar fallen. So weit der ganz normale Krypto-Wahnsinn, war doch der Gesamtmarkt von massiven Abverkäufen erfasst. Ein Großteil aller Kryptowährungen musste im Jahr 2018 bluten.

Im selben Jahr kam es jedoch zu einem Vorfall, der das Image der Foundation bereits beschädigen sollte, auch wenn sie selbst nicht für den Vorfall verantwortlich war.

Ein Angreifer schaffte es, MIOTA im Wert von 10 Millionen Euro zu stehlen. Er hatte einen Online-Seed-Generator gefälscht, mit dem sich Nutzer vermeintlich sichere Zugänge zu ihren IOTA-Beständen erstellen konnten. Diese digitalen Schlüssel fischte er jedoch ab, um so die Millionen-Beute zu stehlen. Der Fall konnte im Nachhinein zwar aufgeklärt werden. Ein erster Image-Schaden dürfte dennoch entstanden sein.

Coordicide & Trinity Wallet: Lichtblick am Horizont

Im Jahr 2019 gab es dann positive Nachrichten von der Entwicklerseite zu vermelden: Die IOTA Foundation hatte angekündigt, den Coordinator nach und nach abschalten zu wollen. Bei diesem als „Coordicide“ bezeichneten Vorgang sollte ein zentrales Element im Tangle abgeschafft werden, für das das Projekt aus Krypto-Kreisen immer wieder mit Kritik konfrontiert wurde. Denn der Coordinator stellt eine zentrale Instanz dar, die für die Bestätigung der Transaktionen im Tangle sorgt. In einer Community, die großen Wert auf Dezentralität legt, wird das nicht unbedingt gern gesehen.

Dann kam im Juli 2019 ein weiterer Grund zum Feiern: die Trinity Wallet. Mit ihr sollte es möglich werden, die IOTA-Bestände sicher aufzubewahren.

Sinnkrise, Entwickler-Streit und IOTA-Kurs-Crash

Doch im Februar 2020 steuerte das Projekt auf eine Sinnkrise zu. Zunächst gab es Clinch bei den Entwicklern. Die IOTA-Entwickler Sergey Ivancheglo und David Sønstebø begaben sich in eine öffentliche Schlammschlacht. Dabei ging es um die stattliche Menge von 25 Millionen MIOTA, die Sønstebø Ivancheglo schulden soll. Letzterer hatte das Projekt bereits 2019 verlassen, aber offenbar noch eine Rechnung offen. Der ehemalige IOTA-Entwickler wirft Sønstebø vor, die MIOTAs unrechtmäßig an sich genommen zu haben. Dieser beschuldigte Ivancheglo wiederum, als Entwickler versagt zu haben. Während seiner Arbeit habe er es nicht geschafft, den angekündigten Coordicide durchzuführen.

Während diese Streitigkeiten bereits überkochten, musste ausgerechnet der Coordinator abgeschaltet werden, weil die Trinity Wallet gehackt wurde. Am 12. Februar hatten es Unbekannte geschafft, sich über eine Schnittstelle beim Zahlungsdienstleister Moonpay Zutritt zu 50 Seeds zu verschaffen. Ihre Beute: IOTA Token im (damaligen) Gegenwert von 2,3 Millionen US-Dollar.

Begleitet wurden all diese Entwicklungen von beispiellosen Abverkäufen am Markt. Konnte der IOTA-Kurs zu Jahresbeginn noch von 0,16 US-Dollar (1. Januar) auf 0,35 US-Dollar (3. Februar) ansteigen, ging es von dort aus steil bergab. Am 13. März 2020 erreichte der Kurs sein Allzeittief von 0,079 US-Dollar, daran konnte auch die Reaktivierung des Coordinator am 10. März nichts ändern.

Wie es für das Projekt nun weitergeht, bleibt indes abzuwarten. Der Coordicide ist nicht vom Tisch. Eines steht jedoch fest: Um das angeschlagene IOTA-Image wieder aufzupolieren, muss die Foundation nun mit aller Kraft anpacken.


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