Im Kampf gegen Schwarzmarkt-Zigaretten: Tabakriese Philip Morris setzt auf Blockchain-Lösungen

David Barkhausen

von David Barkhausen

Am · Lesezeit: 2 Minuten

David Barkhausen

David Barkhausen hat als freier Journalist bereits für mehrere Tageszeitungen, Funk, Fernsehen und nebenbei seinen eigenen Blog geschrieben. Seit 2017 widmet sich der Master-Student der Politikwissenschaften der Universität Heidelberg dem Themenkomplex Blockchain. In diesem Zusammenhang fokussiert er sich vor allem auf die Bereiche Regulierung, Gesellschaft und Wirtschaftspolitik.

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Quelle: Shutterstock

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Im Kampf gegen den internationalen Schwarzmarkt für Zigaretten will Tabakriese Philip Morris künftig auf offene Blockchain-Netzwerke setzen. Diese sollen die Lieferketten der Steuermarken verfolgen. Gleichzeitig kündigte der Konzern in dieser Woche die Entwicklung von Blockchain-Lösungen für fünf weitere Unternehmensbereiche an. Sämtliche Vorstöße sollen bis zum Ende des Jahres an den Start gehen.

Der weltweite Schwarzmarkt für gefälschte Zigaretten ist ein Milliardengeschäft. Studien zufolge findet allein hierzulande jede zwölfte Zigarette ihren Weg am Fiskus vorbei in die Hände der Raucher. Dadurch sollen den weltweit führenden Tabakkonzernen und Steuerbehörden nach Schätzungen jährlich bis zu 90 Millionen Euro verlorengehen.

Wie der zuständige Leiter der Tech-Abteilung an diesem Donnerstag, dem 25. April, auf der London Blockchain Expo verkündet, will der Tabakriese Phillip Morris (PMI) Fälschern nun mit einer öffentlichen (unpermissioned) Blockchain das Handwerk legen. Künftig soll diese allen Marktteilnehmern offenstehen und die Steuermarken auf den Zigarettenpackungen transparent verfolgen.

Wir streben eine branchenweite Blockchain an, in die interessierte Stakeholder eintreten und von ihr profitieren können. Wenn Unternehmen keinen Wert [in dem Netzwerk] sehen, können sie einfach wieder austreten,

erklärt Nitin Manoharan gegenüber Coindesk die Vorzüge des Modells einer öffentlichen Blockchain. Man wolle ein offen zugängliches und zugleich tragfähiges Ökosystem schaffen, aus dem alle Tabakproduzenten einen Gewinn ziehen können, so die Vision des weltweit größten Tabakkonzerns.

Manoharans Schätzungen zufolge könnte Philip Morris durch solche blockchainbasierte nachvollziehbare Automatisierungen bis zu 20 Millionen US-Dollar [rund 18 Millionen Euro] einsparen.

PMI plant Blockchain-Anwendungen in sechs Konzernbereichen bis 2020

Neben der Steuermarken-Blockchain kündigte der Unternehmenssprecher  außerdem die Entwicklung von Blockchain-Lösungen für fünf weitere Unternehmensbereiche von PMI an. Zwar sehe der Konzern in öffentlichen Netzwerken die größten Versprechen, allerdings sollen hierbei auch geschlossene Systeme zum Einsatz kommen:

Wir betrachten dies von Fall zu Fall verschieden […]. Ich würde  allerdings nicht alle Anwendungen öffentlich zugänglich machen. Es gibt viele Prozesse, die rein intern sind und die unter anderem Zugangskontrollen durchlaufen müssen.

Bis zum Ende des Jahres sollen nun alle Tech-Lösungen an den Start gehen. Weitere über die Ankündigungen vom Donnerstag hinausgehende technische Details und Hintergründe ließ PMI jedoch offen:

Während Philip Morris International sich weiterentwickelt, prüfen wir neue Technologien, um effektiver, transparenter und kostengünstiger zu sein. Was die Steuermarken betrifft, so werden diese von den Regierungen herausgegeben, an deren Vorgaben wir uns halten werden,

antwortete der Konzern auf eine entsprechende Nachfrage von BTC-ECHO.


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