Neuer Verdacht Hatte Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto Helfer?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Pizzagourmet Laszlo Hanyecz hat neue Informationen zur Causa Satoshi Nakamoto enthüllt. Kommen Hodler dem Bitcoin-Erfinder doch noch auf die Schliche?

Die Fahndung nach dem Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto ist die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Folgt man den wenigen Spuren, die der Bitcoin-Gründer gelegt hat, bleiben mehr offene Fragen als Antworten. Die Sorgfalt, mit der Satoshi die größte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung entwickelt hat, zeigt sich auch bei der Verschlüsselung seiner wahren Identität. Womöglich gibt es aber mehr Mitwisser, als bislang bekannt.

Entlarvt eine Kurvendiskussion den Bitcoin-Erfinder?


Diese These gründet auf der Annahme, dass Satoshi bei dem Entwurf und der Programmierung von Bitcoin Hilfestellung von außen bekommen haben könnte. Davon geht zumindest Laszlo Hanyecz aus, der durch eine berühmte Pizzabestellung Bekanntheit im Krypto-Kosmos erlangte. Gegenüber Cointelegraph erklärt Hanyecz, der 2010 im regen e-Mail-Kontakt mit Satoshi stand, dass er sich damals über die Verwendung der elliptischen Kurve secp256k1 wunderte. Gebräuchlicher, jedoch weniger effizient, waren die standardisierten NIST-Kurven.

Auf die Frage, warum Satoshi sich für diese bestimmte Kurve entschieden habe, entgegnete dieser per Mail, dass er selbige von einigen Experten hat prüfen lassen. Mit welchen Kryptographen Satoshi in Kontakt stand, ist bislang indes nicht geklärt. Mögliche Kandidaten könnten Hal Finney, Cypherpunk Adam Back oder Dave Kleiman sein, Lichtgestalt Craig Wright mal ausgenommen.

Auch der Zeitpunkt gibt Anlass für Spekulationen. Klar ist, Satoshi muss die Informationen eingeholt haben, bevor das Bitcoin-Netzwerk 2009 live ging. Hanyecz wollte es damals genau wissen und fragte Satoshi nach der Entwicklungsphase. Satoshis Antwort war kurz und knapp:

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Ich habe ein paar Jahre gebraucht und habe ein paar Versuche unternommen. Ich habe eine Weile daran gearbeitet.

Ob sich die „paar Versuche“ auf Satoshis frühere Projekte oder auf frühere Bitcoin-Versionen beziehen, ist ebenfalls nicht geklärt. Die Aussage stimmt jedoch mit Satoshis früherer Aussage überein, 18 Monate an dem Code gearbeitet zu haben. Wie verlässlich die Informationen in Anbetracht von Satoshis akribischer Geheimhaltung seiner Identität sind, ist ungewiss.

Die Suche geht weiter

Die Informationen von Laszlo Hanyecz haben zwar immer noch kein Licht ins Dunkel um den Bitcoin-Erfinder gebracht. Immerhin lässt sich die Suche aber nun per Ausschlussverfahren auf potenzielle Mitwisser ausdehnen. Wie erfolgsversprechend die neue Fährte jedoch ist, bleibt (mal wieder) fraglich. Rund elf Jahre nach Bestehen des Bitcoin-Netzwerks ist es unwahrscheinlich, dass die Mitwisser ihr Schweigen nun brechen.

Immerhin: Dass Bitcoin offenbar nicht das Werk eines Einzelnen ist, nimmt dem Satoshi-Götzenbild den von Krypto-Jüngern auferlegten Nimbus und spiegelt zudem dem demokratischen und dezentralen P2P-Grundgedanken von Bitcoin wieder.


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