HARA: Künstliche Intelligenz und Blockchain gegen den Welthunger

Max Halder

von Max Halder

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Max Halder

Max Halder kaufte 2011 seinen ersten Bitcoin. Er studierte Chemie und Pharmakologie an der Universität Regensburg und graduierte 2016 mit einem Master of Science. Seither setzt er sich als Pädagoge und freiberuflicher Dozent in einer Suchtklinik und in Förderzentren für Aufklärung und Bildung ein.

Quelle: Shutterstock

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Der Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor soll künftig von der Blockchain-Technologie profitieren. Das Start-up HARA hat das ehrgeizige Ziel, die Organisation von Lebensmitteln künftig besser zu organisieren.

Wenn es ein einziges Thema gibt, das alle Menschen auf der Welt gleichermaßen angeht und eint, wird es wohl Essen sein. Laut der UNO werden im Jahr 2100 etwa 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Gegenwärtig sind etwa 40 Prozent aller Erwerbstätigen im Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor beschäftigt. Jedoch gehen 30 Prozent der globalen Lebensmittelproduktion auf dem Weg von der Produktion bis zum vermeintlichen Endverbraucher vor die Hunde.


Der Use Case, hier mithilfe von Blockchain-Tracking Abhilfe zu schaffen, könnte also kaum bedeutender sein. Die sogenannte Präzisionslandwirtschaft verspricht Verbesserungen dieses Missstandes. Dabei handelt es sich um eine Landwirtschaftsstrategie, die mithilfe von IoT, BigData und Satellitenbildern die Produktivität erhöhen und gleichzeitig Verluste reduzieren soll.

Künstliche Intelligenz behält den Überblick

Der Consulting-Firma McKinsey zufolge werde gerade einmal ein Prozent der gesammelten Daten analysiert. Wie viel dabei auf der Strecke bleibt, wird deutlich, wenn man sich die Menge der im Jahr 2016 produzierten Daten ansieht: 16,1 Zettabyte. Bereits ein Terabyte ist schwer vorstellbar, aber ein Zettabyte entspricht 1.000.000.000 Terabyte. Um diesem gewaltigen Datenschatz Herr werden zu können, bedarf es „der Synthese von Künstlicher Intelligenz und Blockchain-Technologie. So kann der zielgerichtete Zugriff auf die produzierte Datenmenge erleichtert werden, indem Unstimmigkeiten auf unzähligen Ebenen ausgemerzt werden“, heißt es im White Paper des indonesischen Start-ups HARA, das am 21. Januar eine Partnerschaft mit SingularityNET bekanntgegeben hat.

HARA: „Die Demokratisierung von Daten“

Das junge Unternehmen HARA ist eine Tochterfirma von Dattabot, eines der führenden BigData-Unternehmen in Indonesien. Einer der Vorteile: HARA könne direkt vom Dattabot-Netzwerk, bestehend aus „Geldgebern, Wissenschaftlern, Regierungen, NGOs und Aktivisten“ Gebrauch machen. „Haras Ziel ist es, Menschen zu helfen, vor allem denjenigen, die sich in der Reichtumspyramide ganz unten befinden. Mithilfe der Datenbank soll es leichter werden, Entscheidungen zu treffen, um so die Lebensqualität zu steigern“, heißt es im White Paper weiter. Und auch Banken, Versicherungen und Biotechnologieunternehmen macht das Start-up ein Angebot. So könnten Geldgeber und -nehmer zusammengebracht werden. Bessere Vorhersagen aufgrund besserer Datenlage würde neuen Versicherungspolicen den Weg ebnen und Wissenschaftler hätten eine breitere Datengrundlage für die allgemeine Entwicklung. Die Datenplattform für den Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor sei hier der erste Schritt. Es sollen in vielen weiteren „sozial wichtigen Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Mobilität, Technologie und Stadtplanung“ vergleichbare Datensammelstellen entstehen.

HARA: Der erste Schritt

In der Praxis will HARA als ersten Schritt die Erkennung von Pflanzenkrankheiten voranbringen. Bauern sollen dadurch nützliche Informationen über die Preise von Saatgut, lokale Bodenqualität und Eigentumsrechte an Ländereien bekommen. In der öffentlichen Datenbank soll auch die Vermittlung aller Akteure in der Supply Chain effizienter vonstatten gehen. Welcher Händler nimmt wie viel Ware ab? Wie hoch war der Absatz von Kartoffeln in Jakarta? Was hat mein Nachbar produziert? Wer verschifft den Reis nach Deutschland? Die Datenbank soll über einen ausgeklügelten Mechanismus aus Anreizen, Datensammlung und Datenzugriff funktionieren. Wer mehr über das Projekt erfahren will, findet auf der Homepage aufschlussreiche Fließschemata.

Ein weiteres Ethereum-basiertes Projekt

Neben dem hauseigenen ERC20-Token Hara, der Belohnungen für die Teilnahme am Netzwerk ausschüttet, nutzt das Unternehmen Smart Contracts auf der Ethereum Blockchain. Man arbeite außerdem an Verträgen zur Datenakqusie, -herkunft und -bewertung. Außerdem stehen Datenzugriffsrechte und Verteilungsschlüssel für die Belohnungen auf der Agenda, heißt es schließlich im White Paper. „Auf Ethereum laufen die größten dApp-Projekte […] es hat die stabilste Community und die besten Entwickler.“ Am Ende der mehr als 60-seitigen Veröffentlichung finden sich zahllose Sicherheitshinweise, darunter ein vages Statement über die Anzahl der Token, die weder limitiert noch gesichert zu sein scheint.

Fazit

Mit dem Landwirtschafts- und Lebensmittelsektor kommt eine weitere Branche hinzu, die sich von der Blockchain Lösungen verspricht. Gerade das Zusammenspiel von Blockchain und Künstlicher Intelligenz, das bereits an anderer Stelle hervorgehoben wurde, scheint hier neue Impulse zu setzen. So gaben auch die vier größten Landwirtschaftskonzerne im Oktober letzten Jahres ihre Zusammenarbeit bei der Digitalisierung des Saatguthandels bekannt – natürlich unter Zuhilfenahme von Blockchain und KI. HARA, das so viel wie Bodennährstoffe bedeutet, hat sich technisch gesehen ein ähnliches Ziel gesteckt, auch wenn ihre auf soziale Gerechtigkeit abzielenden Obertöne in eine andere Richtung laufen.

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