Kryptowährungsmarktplatz Gatecoin nach Hackerangriff offline
Gatecoin, Kryptowährungsmarktplatz Gatecoin nach Hackerangriff offline

Quelle: © dariogee - Fotolia.com

Kryptowährungsmarktplatz Gatecoin nach Hackerangriff offline

Gatecoin, der Marktplatz für Kryptowährungen aus Hong Kong, wurde in dieser Woche von einem Hackerangriff befallen. Dabei sind Teile des Bitcoin Bestands abhanden gekommen. Auf der Website meldet sich Gatecoin zu Wort.

Zwischen dem 09.05 und dem 12.05.2016 habe der Angriff stattgefunden, heißt es in der Stellungnahme von Gatecoin, in der man sich auf die Ergebnisse einer IT-Securityfirma bezieht. Nach aktuellem Wissensstand wurde durch einen Neustart des Servers ein Angriff injiziert.

Gatecoin: Merkwürdige Transaktionen festgestellt

Am Freitag, dem 13.05, habe man merkwürdige Transaktionen mit den Kryptowährungen festgestellt. Daraufhin hat der Betreiber die Plattform schnellstmöglich offline genommen und den Betrieb kurzfristig eingestellt, um weitere Verluste zu vermeiden.

Vergleichsweise geringer Verlust

Wie die beauftragte forensische IT Firma feststellen konnte, gerieten ca. 15% der insgesamt vorhandenen Bestände an Kryptowährungen in falsche Hände. Der Verlust unter den bekannten und häufig gehandelten Währungen hält sich allerdings in Grenzen:



5 Prozent der Bitcoin Bestände hat der Marktplatz durch den Angriff verloren. Das sind absolut 250 Bitcoins. Gleichzeitig wurden 185.000 ETH entwendet.

Gatecoin schützt Bestände mit cold wallets

Wie Gatecoin selbst beschreibt, arbeite der Anbieter mit bestimmten Schutzvorkehrungen, die sicherstellen, dass in der Regel nur fünf Prozent des Bestands einer jeden Währung auf den hot wallets gespeichert werden. Die restlichen 95% werden auf cold wallets gespeichert, also offline wallets, die nicht direkt mit der Plattform verbunden sind und es Angreifern daher extrem schwierig machen, auf diese Wallets zuzugreifen.

Im aktuellen Fall sei es den Angreifern dennoch möglich gewesen, mehr als 5% des Ether Bestands zu erbeuten. Während des Angriffs sei es den Hackern möglich gewesen, Einzahlungen direkt auf die hot wallets (auf die sie anschließend den Zugriff erlangten) umzuleiten.

Funding soll den Schaden begleichen

Mit einem neuen Funding möchte man dafür sorgen, dass die Nutzer von Gatecoin keinen Schaden erleiden und die verloren gegangenen Bestände von Kryptowährungen vom Anbieter langfristig ersetzt werden können. Um dies zu gewährleisten, möchte Gatecoin über Finanzierungsmöglichkeiten neue Liquidität schaffen.

Meinung des Autors (Max):

Zu Gute rechnen muss man Gatecoin, dass man direkte Lösungen vorschlägt, um den Schaden bei den Nutzern zu minimieren. Leider sind etliche Marktplätze für Kryptowährungen (in der Vergangenheit) von Angriffen betroffen. Unterschiedlich sind allerdings die Schutzvorkehrungen und Reaktionen der Betreiber: Den Verlust wird man langfristig nur überstehen können, wenn der Anbieter die volle Verantwortung übernimmt und der Nutzer keinen Schaden trägt. Ergo: Diese Runde geht auf Gatecoin.

 

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