Fujitsu präsentiert blockchainbasiertes System für Identitäten

Anton Livshits

von Anton Livshits

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Anton Livshits

Anton Livshits absolviert ein Masterstudium der Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig. Seine Beschäftigung mit Krypto-Themen ist das Resultat eines grundlegenden Interesses am Wechselspiel von technischer Innovation und gesellschaftlichem Wandel.

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fujitsu widmet sich der blockchain-Technologie
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Der japanische Technologiekonzern Fujitsu hat ein neues System für die digitale Überprüfung von Identitäten vorgestellt. Die Technologie soll Vertrauen für digitale Transaktionen gewährleisten. Wie so oft verspricht die Blockchain auch hier Vorteile gegenüber anderen Lösungen.

Fujitsu baut auf die Blockchain. Vertrauen gilt nicht ohne Grund als Kernvoraussetzung für die meisten Arten von Geschäften. Insbesondere in digitalen Kontexten kann sich seine Gewährleistung allerdings schwierig gestalten.


Schließlich öffnet die Anonymität des Internets potenziellen Betrügern Tür und Tor. Der japanische Technologieriese Fujitsu hat nun eine mögliche Lösung für diese Problematik lanciert. Am 4. Juli präsentierte der Konzern sein System für die Überprüfung von digitalen Identitäten. Kaum überraschend: Das Unternehmen setzt hierzu auf die Blockchain-Technologie. Entwickelt wurde die Technologie von Fujitsu Laboratories, der hauseigenen Forschungs- und Entwicklungssparte des Großkonzerns.

Das geplante System ermöglicht Transaktionspartnern, die Identitäten des jeweils anderen zu bestätigen. Es wird sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen verfügbar sein. Fujitsu verspricht einige Verbesserungen gegenüber herkömmlichen Lösungen. Das Herzstück der Bemühungen bildet ein „Trust Score“, der jedem Benutzer zugewiesen wird. Darüber hinaus lassen sich die Beziehungen zwischen den Transaktionspartnern graphisch visualisieren.

Fujitsu will herkömmliche Identifikationsprobleme lösen


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Um Vertrauen herzustellen, nutzt auch Fujitsu das Prinzip der dezentralisierten Identifikation (DID). Derartige Systeme greifen auf unparteiische Dritte zurück, um die Identitäten von Transaktionspartnern zu bestätigen. Freilich sind solche Lösungsansätze nicht frei von Schwächen. Demgemäß ist es denkbar, dass sich einer der Transaktionspartner mit dem dritten abgesprochen hat. Auch die Zunahme der Nutzerzahlen erhöht das Risiko einer Fehleinschätzung. Laut Fujitsu ist daher ein System nötig, in dem die Vertrauensprüfung von den Benutzern selbst vorgenommen werden kann.

Fujitsus Technologie bietet hierfür mehrere Möglichkeiten. Das System überprüft den einzelnen Teilnehmer nicht nur bei der aktuellen Interaktion. Vielmehr werden auch Daten früherer Transaktionen miteinbezogen. Diese sind auf einer unveränderlichen Blockchain gespeichert. Sie umfassen so etwa abgegebene Bewertungen, die dann dem Trust Score zu Grunde liegen. Benutzer haben zudem die Möglichkeit, sich die Beziehungen zwischen den anderen Nutzern anzeigen zu lassen. Falls es Absprachen zwischen Nutzern gibt, können diese anhand der Schwäche von anderen Beziehungen einsichtig gemacht werden.

Fujitsu versprach eine Integration der Identitätstechnologie in den eigenen Fujitsu Intelligent Data Service Virtuora DX Data Distribution and Utilization Service. Die Anbindung an den Cloud-Service soll noch in diesem Steuerjahr erfolgen.

Fujitsu: Auch ansonsten blockchainaffin

Tatsächlich zeigt Fujitsu bereits seit längerem Interesse an der Blockchain. Bereits im vergangenen Jahr eröffnete der Konzern in Belgien ein Blockchain-Innovationszentrum. Hier sollen verschiedene Anwendungsmöglichkeiten erforscht werden. Im Fokus steht dabei das Potenzial von Distributed Ledger für die Steuerung und Kontrolle von Smart Cities.

Des Weiteren kooperiert der Technologiehersteller mit der IOTA Foundation. Rolf Werner, aus dem europäischen Management des Konzerns, wurde Mitglied. Er attestierte dem IOTA-Tangle eine Fülle an möglichen Use Cases.

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