Fujitsu öffnet Blockchain-Innovationszentrum in Belgien

Roman Maas

von Roman Maas

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Roman Maas

Roman Maas hat in Düsseldorf seinen Magister in Anglistik und Geschichte gemacht und danach in verschiedenen Redaktionen, Verlagen und Agenturen gearbeitet. Seit 2015 ist er als freier Autor beruflich und lokal unabhängig. Kryptowährungen und Blockchain bedeuten für ihn in erster Linie eine aufregende Entwicklung mit gewaltigen Möglichkeiten für eine dezentralisierte Zukunft.

Quelle: KIEV, UKRAINE - OCTOBER 07, 2017: Logo Fujitsu closeup, a Japanese multinational information technology equipment and services company booth at CEE 2017, electronics trade show in KyivExpoPlaza EC. via shutterstock

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Fujitsu hat die Errichtung eines eigenen Zentrums für Blockchain-Innovationen angekündigt. In Gemeinschaftsprojekten will der japanische Technologiekonzern hier an potenziellen Anwendungen der Technologie forschen. Ein Fokus wird auf Smart Cities liegen.

In einer Pressemitteilung hat Fujitsu bekannt gegeben, dass der Großkonzern seine Forschung an der Blockchain-Technologie in einem speziell eingerichteten „Internationalen Blockchain Innovationszentrum“ weiterführen wird.


In dem Zentrum will Fujitsu gemeinsam mit externen Partnern an diversen Projekten arbeiten, um das Potenzial der Blockchain-Technologie auszuschöpfen. Laut ihnen haben viele ihrer Kunden großes Interesse an den Möglichkeiten geäußert und wollen ein besseres Verständnis für entsprechende Anwendungen gewinnen. Im Zentrum soll es ausdrücklich nicht nur um Finanzdienstleistungen gehen. Die Blockchain soll als neue Architektur für Informationssysteme und Sektoren aller Art dienen. Als Beispiele nennen sie Logistik, Versorgungsketten, Distributed-Ledger-Technologien unter anderem für Immobilienbesitz, Wählerregistrierung (Voter ID) und Smart Contracts.

Blockchain-Innovationen im Herzen Europas

Fujitsu wählte den Standort Brüssel, weil sich die Stadt in der Mitte Europas befindet und diverse Vorteile für internationale Unternehmen biete. Der belgische Vize-Premierminister Kris Peeters begrüßt das Zentrum:

„Belgien ist der ideale Ort für ein internationales Kompetenzzentrum wie dieses. […] Belgiens Wirtschaft ist angetrieben von Innovation. Darüber hinaus haben die Menschen hier sehr gute Sprachkenntnisse, was sie zu großartigen Partnern für multinationale Unternehmen und internationale Projekte macht. Es ist wichtig, dass alle Ebenen der Regierungen weiterhin aktiv mit innovativen Unternehmen zusammenarbeiten, um die wirtschaftlichen Strukturen in Belgien zu erhalten.“

Smarte Städte und die Blockchain

Fujitsu möchte das Blockchain-Innovationszentrum dafür nutzen, Anwendungen für Smart Cities zu entwickeln und implementieren. Dabei soll der Fokus auf soziologischen und demografischen Faktoren sowie wirtschaftlichen Arbeitsweisen und ökologischen Herausforderungen liegen. Frederik De Breuck, Leiter für Vorverkauf und interne Revision bei Fujitsu Benelux:

„Wir glauben, dass die Blockchain eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Smart Cities spielen wird. Laut der National League of Cities lebt derzeit rund die Hälfte der Erdbevölkerung in Stadtgebieten. Bis 2050 soll dieses Verhältnis auf 66 % ansteigen. Die damit verbundenen Herausforderungen auf die lokalen Regierungen […], wie öffentliche Sicherheit, Infrastruktur, Transport und Wohnungswesen, werden die Städte dazu zwingen, sich in Smart Cities weiterzuentwickeln. Der Gebrauch der Blockchain, mit ihren Potenzialen in Public Ledger und Voter ID und ihrer Fähigkeit, Prozesse zu automatisieren und Smart Contracts durchzuführen, wird zweifelsohne eine wichtige Rolle in diesem sich wandelndem Ökosystem spielen.“

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