Fiat ist tot, es lebe der Bitcoin! Meinungs-ECHO KW#37

Phillip Horch

von Phillip Horch

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Der Bitcoin-Kurs konnte innerhalb des letzten Monats nur zarte Zuwächse verzeichnen. Auch der MA20 spricht nach wie vor eine bearishe Sprache. Doch die Bullen sind sich einig: Bitcoin steht Großes bevor, Fiat geht unter. Das Meinungs-ECHO.

Der letzte große Börsencrash ist nun bereits seit 10 Jahren Geschichte. Kurz nachdem Lehman Brothers Konkurs anmeldete, meldete Satoshi Nakamoto etwas ganz anderes an: Das dezentrale, auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk aufbauende digitale Geldsystem Bitcoin. Die Entwicklung des Kurses war seither wenig geradlinig. Die oft beklagte Volatilität ist nach wie vor eine Eigenschaft des Bitcoins, die viele nicht überzeugt.

Nicht so Kim DotCom. Der neuseeländische Unternehmer prophezeit viel mehr den erneuten Untergang des Finanzsystems und schwört auf Kryptowährungen:

„Vertraut mir. Kauft Krypto und Gold. Euer US-Dollar wird wertlos werden. Mit dem Crash der US-Wirtschaft werden auch alle alten Währungen zusammenbrechen. Die Zeiten werden hart. Aber euch wird es gut gehen, wenn ihr ein paar eurer Assets absichert. Der große Crash kommt zu 100 Prozent.“

Dr. Marko Kolanovic: Nächste Krise ist Mitte 2019 fällig

Von etwas seriöserer Stelle kam die Bestätigung der nächsten großen Krise. So glaubt JPMorgan-Analyst Dr. Marko Kolanovic, dass die nächste große Krise spätestens Mitte 2019 fällig sei. Den Bericht zum 10-jährigen Jubiläum der Finanzkrise schließt er mit den Worten:

„Die nächste Krise wird zu ähnlichen sozialen Spannungen führen, wie vor 50 Jahren – im Jahr 1986.“


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Mit negativen Prophezeihungen gegenüber Fiatwährungen und dem Finanzsystem stehen die beiden nicht allein da.

John McAfee stimmt mit ein: Bitcoin wird explodieren

Der kontroverse Kryptoguru JohnMcAfee verriet uns im Interview:

„Fiat ist tot.“

Außerdem sagte er uns, dass es unmöglich sei, dass er seine berüchtigte Wette verlieren würde. Denn:

„Ich kann nicht verlieren, das ist schlichtweg unmöglich. […] Bitcoin wird explodieren.“

Der Trend geht zu Bitcoin

So weit, so gut – zumindest für das Bitcoin-Ökosystem. Zwar ist dieses noch nicht ganz reif für eine Massenadaption, nähert sich dieser jedoch immer weiter an. So weiß Jonathan Cheesman von Distributed Global, dass der Trend ganz klar zu Bitcoin geht:

„Für einige sind die Dinge jetzt noch akuter – Venezuela und die Türkei sind die offensichtlichsten Beispiele – und die Tragweite der Schulden ist ein echtes Risiko für viele Papierwährungen. Bei der Suche nach Wertaufbewahrung hat Gold seinen Zweck erfüllt. Aber es ist archaisch. Ein digitaler Speicher für Wert ist sowohl praktischer als auch mit der wachsenden tausendjährigen Generation verbunden. […] Auf der ganzen Welt haben Regulatoren damit zu kämpfen, wie man Kryptowährungen sinnvoll überwachen kann. Eine dezentrale Bewegung bedeutet auch eine Menge Komplikationen bei der Klassifizierung […]. Infolgedessen haben sich die Dinge ziemlich langsam entwickelt, aber die Regulierungsbehörden haben einen Ton angeschlagen, der zeigt, dass sie die potenzielle Innovation respektieren. Die regulatorische Unsicherheit hat wiederum institutionelle Investoren verlangsamt, ebenso wie der Mangel an Custody-, Versicherungs-, Daten- und Risikomanagementlösungen.“

Joseph Lubin von Ethereum: „Uns steht großes Wachstum bevor.“

Ebendiese Haltung bestätigte Joseph Lubin. Der Mitgründer von Ethereum sagte gegenüber CNN:

„Die Technologie [Ethereum] ist immer noch unreif. Aber es wird noch viele Entwicklungen in diesem Bereich geben und alles, was es jetzt als Assets gibt, wird es in der Zukunft auch als Krypto-Asset geben. Uns steht großes Wachstum bevor.“

Fiat ist tot, es lebe der Bitcoin!

Wirft man einen Blick auf die Nachrichtenlage, scheinen die Bitcoin-Bullen nicht ganz falsch zu liegen. Zwar ist die Bitcoin-Rakete noch meilenweit vom Mond entfernt, der Bitcoin-Kurs muss noch wachsen. Doch das hindert das Ökosystem nicht daran, sich in alle Richtungen auszubreiten. Da ist zum Beispiel die in Singapur ansässige Kryptobörse Huobi, die massiv in Japan expandieren will. In Washington gründete sich zudem die Blockchain Association, um Lobbyarbeit für Bitcoin zu betreiben. Wenn es dann noch damit klappt, aus den Fehlern fragwürdiger Börsen wie BitMex oder Mt.Gox zu lernen und endlich dezentrale Börsen zu schaffen, dann werden die Bullen wohl recht behalten.

BTC-ECHO


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