Huobi plant aggressiven Markteinstieg in Japan

Leopold Bosankic

von Leopold Bosankic

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Leopold Bosankic

Leopold Bosankic hat Wirtschaftsinformatik studiert. In seiner Freizeit bloggt und programmiert er für Researchly (researchly.info), einer Plattform für Blockchain- und Krypto-Research.

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Trotz Bärenmarkt expandiert die Kryptobörse Huobi fleißig weiter. Diesmal durch eine Investition nach Japan. Und das trotz Bärenmarkt. Eine Analyse.

Wie die Kryptobörse Bit Trade am 12. September in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat Huobi eine Mehrheitsbeteiligung an Bit Trade erworben. Das Ziel, das hinter der Investition steht, ist, (nach Japan) weiter zu expandieren. Huobis Investition ist aber auch aus anderen Gründen von Bedeutung.


Das erste Bemerkenswerte an der Investition ist das Timing. Auch wenn wir uns in einem Bärenmarkt befinden, lassen sich die Unternehmen davon nicht beirren. So auch Huobi. Nach einer Expansion nach San Francisco erwägt Huobi laut Berichten vom April, zusätzlich eine Niederlassung in London zu eröffnen. Im April hat Huobi außerdem die Zweigstelle Huobi Pro in Südkorea geöffnet. Der Gang nach Japan ist nun ein weiterer Schritt in Huobis Marktausweitung.

Die große Bedeutung von Huobi und Bit Trade

Zweitens ist die Bedeutung von Huobi und Bit Trade in der Kryptoszene wichtig. Beide haben einen großen Stellenwert. Einerseits ist Huobi mit der Gründung im Jahr 2013 eine der ältesten Handelsplattformen. Andererseits ist sie gemessen am Handelsvolumen eine der größten Börsen überhaupt (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war sie die drittgrößte gemessen am 24-h-Trading-Volumen). Wie es scheint, will Huobi diesen Platz auch weiterhin ausbauen.

Japan als wichtiger Markt

Bit Trade ist mit dem Gründungsjahr 2016 zwar deutlich jünger, dafür jedoch lediglich eine von den 16 durch die japanische Finanzaufsicht (FSA) zugelassenen Börsen. Und das Interesse der Kryptobörsen an Japan ist groß. Im August berichtete Bitcoin.com, dass sich rund 160 Börsen um eine FSA-Lizenz beworben haben. Von diesen bekamen jedoch nur zehn Prozent eine Lizenz. Diese Regulierungen haben ihren Ursprung im Coincheck-Hack vom Januar dieses Jahres. Nachdem bei diesem NEM-Token im Wert von ca. 430 Millionen Euro von Coincheck gestohlen wurden, hat die FSA mit ihren verstärkten Regulierungen angefangen. Diese zeigten im März die ersten Folgen. Zuerst verbat die FSA zwei Kryptobörsen (temporär) den Handel. Etwas später haben dann fünf weitere Börsen ihre Bewerbung um eine FSA-Lizenz zurückgezogen. Im September hat nun die FSA die Auflagen für Kryptobörsen zusätzlich verstärkt.

Huobis Markteintrittsstrategie: Akquise statt Bürokratie

Abschließend ist auch Huobis Markteintrittsstrategie bemerkenswert. Anstatt den mühseligen Weg einer eigenen Lizenz zu gehen, umgeht Huobi diese Bürokratie durch die Akquise einer bereits lizenzierten Plattform. Eine ähnliche Strategie fährt z. B. auch Rakuten. Rakuten (eines der größten Internetunternehmen weltweit, zu dessen Portfolio u. a. der Viber-Messenger gehört) hat Ende August die ebenfalls von der FSA zugelassene Börse everybody’s bitcoin übernommen. Wie es scheint, entwickelt sich Japan zu einem hart umkämpften Pflaster für Kryptobörsen.

Fazit

Huobis Investition in Bit Trade ist ein guter Spiegel der aktuellen Kryptolage; Trotz fallender Kurse steigt die Aktivität der Unternehmen, sowohl in der Industrie als auch bei den Behörden. Man kann hier von einer Institutionalisierung oder einem “Erwachsenwerden” sprechen. Wie auch immer man es nennt: Es gibt noch viele (geografische) Bereiche in der Kryptowelt, die darauf warten, bedient zu werden. Konkurrenzkämpfe nicht ausgeschlossen.

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