FATF fordert Überwachung von Bitcoin-Börsen: Das Regulierungs-ECHO

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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FATF-Symbolbild

Quelle: Shutterstock

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Allen voran das Treffen der G20-Finanzminister gibt uns einen Einblick in den möglichen Umgang mit Bitcoin und Co. Das Credo: Man strebe ein multilaterales Regelwerk an. Auf der anderen Seite dürften bald erscheinende Leitlinien der Financial Action Task Force für strengere Regelungen im Umgang mit Krypto-Börsen sorgen. 

Das Wichtigste der Woche im Regulierungs-ECHO.

Financial Action Task Force (FATF) will strenge Regeln für Bitcoin-Börsen


Die FATF verabschiedet ihre geplanten Richtlinien zur Regulierung von Bitcoin & Co. am 21. Juni. Und die haben es in sich. Branchenbeobachter wie Eric Turner vom Krypto-Thinktank Messari, sprach etwa von „der größten Bedrohung für Krypto heute“.

Die Anti-Geldwäsche-Behörde FATF sieht vor, dass Mitgliedsstaaten Krypto-Exchanges verpflichten, Transaktionsinformationen über Empfänger und Absender von Bitcoin-Transaktionen, die das Volumen von 1.000 US-Dollar übersteigen, an die Zahlungsdienstleister weiterzuleiten. Aufgrund der technologischen Struktur der Blockchain ist dies allerdings nur sehr schwer möglich. Schließlich sind Transaktionsdaten meist zumindest pseudonym.

Die Lösung wäre laut John Roth, Chief Compliance and Ethics Officer bei der Bitcoin-Börse Bittrex, etwa ein paralleles Krypto-System zwischen allen Exchanges aufzubauen.

Entweder wird eine vollständige und grundlegende Umstrukturierung der Blockchain-Technologie erforderlich sein, oder es wird ein globales paralleles System benötigt, das sozusagen unter den etwa 200 Börsen der Welt aufgebaut werden muss.

Booz Allen Hamilton gibt Blockchain-Empfehlungen für Staaten

Wie kann man die Blockchain in der Verwaltung einsetzen? Dieser Frage geht die Beratungsfirma Booz Allen Hamilton in einem kürzlich veröffentlichten Report nach.

Sie liefern dafür fünf Leitfragen, die sich Entscheider stellen sollten:

  • Bietet Blockchain einen wirklichen Vorteil für die Informationssicherheit, die Transparenz von oder das Vertrauen in die betreffende Struktur?
  • Kann die Blockchain praktikabel und effizient angewandt werden?
  • Welches Blockchain-Design ist angemessen?
  • Stehen die Anschaffungskosten einer Blockchain-Lösung in einem akzeptablen Verhältnis zu den Informationsgewinnen?
  • Bewegt sich die Implementierung im Rahmen geltender Datenschutzgesetze?

Vor allem im Gesundheitssektor können diese Fragen meist mit Ja beantwortet werden.

Allerdings fällt das Fazit doch eher nüchtern aus:

Ob Blockchain eine erfolgreiche Anwendung für Regierungszwecke wird, bleibt unklar. Aktuell ist die Anwendung von Blockchain für staatliche Programme und Ausführungen begrüßenswert, wenn sie im Bereich des Möglichen liegt.

G20-Finanzminister zeigen Offenheit für Kryptowährungen

Am Wochenende des 8. und 9. Junis fand im japanischen Fukoka das Gipfeltreffen der G20-Finanzminister statt. Auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz war zugegen. Neben Themen wie Steuerflucht besprach man auch den regulatorischen Umgang mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Erstaunlicherweise liest sich das Abschlusskommuniqué erfrischend liberal:

Technologische Innovationen, inklusive denen, die Krypto-Anlagen zugrunde liegen, können bedeutende Vorteile für das Finanzsystem liefern und damit die Wirtschaft bereichern.

Natürlich wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gipfels nicht müde, abermals auf die klassischen Vorwürfe wie Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu rekurrieren.

Darüber hinaus findet der Bericht des Financial Stability Board (FSB), in dem sich der Finanzstabilitätsrat zu den Auswirkungen von Distributed-Ledger-Technologien auf die internationale Finanzstabilität äußert, ausdrücklich Unterstützung. Die FSB warnt zwar vor Kapitalkonzentration in digitalen Finanzsystemen, stellt aber auch Stabilisierungspotenzial von dezentralen Finanztechnologien für die internationale Wirtschaft fest.

Ferner strebe man eine internationale Kooperation in Sachen Krypto-Regulierung an. Man scheint verstanden zu haben, dass Bitcoin ein globales Phänomen ist. Immerhin.

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