Facebook hebt Werbeverbot für Bitcoin & Co. auf

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Facebook aktualisiert seine Werberichtlinien und hebt das Verbot für Krypto-Werbung auf. In Zukunft können Unternehmen Produkte im Zusammenhang mit Blockchain und digitalen Währungen auf der Plattform bewerben. Die Lockerung der Reglementierung ist aber weiterhin mit Einschränkungen verbunden. Werbung für ICOs bleibt verboten.  

Die Social-Media-Plattform Facebook veröffentlichte am 8. Mai eine Aktualisierung ihrer Richtlinien für Finanzprodukte und -dienstleistungen. Hierin lockert sie strenge Genehmigungsvorschriften für Krypto-Werbung.


Eine Bewerbung der Werbeinteressierten ist weiterhin obligatorisch:

Ab heute ändern wir die Richtlinie aber so, dass keine vorige Genehmigung mehr nötig ist, um Werbeanzeigen zu schalten bezüglich Blockchain-Technologie, Neuigkeiten aus dieser Branche, Weiterbildung oder Veranstaltungen zum Thema Kryptowährung.

2018: Werbeverbot für Kryptowährungen bei Facebook, Instagram und Google

Im Januar 2018 entschlossen sich Facebook und Instagram für ein komplettes Verbot von Werbung für Bitcoin & Co. (BTC-ECHO berichtete). Das Verbot war von einer Aufforderung an die User begleitet, verdächtige Werbeanzeigen zu melden. Begründet wurde es mit „irreführenden oder betrügerischen Praktiken“, die User gefährden.

Im Jahr 2018 entschloss sich auch Google für die drastische Maßnahme. Das Unternehmen erklärte seinen Schritt, künftig keine Anzeigen für Krypto-Produkte mehr zuzulassen, mit „Verbraucherschaden oder Potenzial dafür“, welchem man sich mit „äußerster Vorsicht nähren“ wolle.

Genehmigung für Krypto-Werbung entfällt

Im Juni 2018 änderte Facebook seine Politik bezüglich Bitcoin & Co. Das Unternehmen hob das generelle Verbot von Werbung für Kryptowährungen, ICOs und andere digitale Finanzprodukte sodann auf. Werbetreibende mussten allerdings einen Genehmigungsprozess durchlaufen, bevor sie ihre Produkte auf der Plattform anpreisen durften. Im Rahmen der strengen Überprüfung wollte Facebook zahlreiche Informationen einsehen und verifizieren. Neben etwaig erworbenen Lizenzen verlangte man von den Werbern zum Beispiel Auskunft darüber, ob ihre Produkte auf öffentlichen Börsen gehandelt werden.

ICOs weiterhin verboten

Mit Verweis auf ihre Komplexität sperrt Facebook weiterhin Werbung für ICOs. Auch die Werbung für Mining-Software und -Hardware sowie Bitcoin-Börsen ist weiterhin reglementiert und untersteht einem Bewertungsprozess.

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