Europäische Zentralbank EZB verkündet Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Proof of Concept einer digitalen Zentralbankenwährung bekannt gegeben. Das Zahlungsmodell soll den Spagat zwischen Anonymität und Transparenz im digitalen Transaktionsverkehr schaffen und dabei den Datenschutz mit gleichzeitiger Einhaltung der Geldwäsche-Richtlinien gewährleisten.

Im globalen Rennen um die erste Einführung einer digitalen Zentralbankenwährung (CBDC) hat die Europäische Zentralbank einen Etappensieg vermelden können. In einem am 17. Dezember veröffentlichten Paper präsentiert die EZB den Proof of Concept eines CBDC. Das auf der DLT-Plattform Corda entwickelte Projekt vereint in einem zweistufigen Zahlungsmodell die Wahrung der Pseudonymität mit den Anforderungen der Geldwäschebekämpfung (AML) und Terrorismusbekämpfung (CFT).

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Der PoC hat einerseits ein vereinfachtes Zahlungssystem getestet, das bei geringen Transaktionsbeträgen greift und die Anonymität der Person schützt. Bei höheren Beträgen sind hingegen AML- und CFT-Verfahren mit entsprechenden Identitätsnachweisen von Sender und Empfänger erforderlich.

Der PoC soll den Zahlungsverkehr einer digitalisierten Ökonomie modellieren, heißt es in dem Paper:

Die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft stellt eine große Herausforderung für das Ökosystem des Zahlungsverkehrs dar und erfordert ein Gleichgewicht zwischen der Ermöglichung eines gewissen Maßes an Privatsphäre im elektronischen Zahlungsverkehr und der Einhaltung von Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung (AML/CFT).

Anonymitätsbelege

Das Zahlungssystem der EZB verteilt Anonymitätsbelege, mit denen Nutzer geringe Transaktionen abwickeln können, ohne ihre Identität preisgeben zu müssen. Jeder Benutzer wird im Netzwerk mit einem Pseudonym identifiziert und erhält monatlich eine bestimmte Anzahl von Belegen. Bei geringen Transaktionen können die Belege verwendet werden, um die Weitergabe personenbezogener Daten an die Zentralbank oder Vermittler zu verhindern.

Bei größeren Transaktionen, die den zugelassenen Freibetrag anonymer Überweisungen überschreiten, greifen jedoch die Richtlinien der Geldwäsche und Terrorismusbekämpfung. Spezielle AML-Behörden erhalten dann Einsicht in die Transaktionsdetails und prüfen die Transaktionen auf die Einhaltung der Compliance-Standards. Dazu heißt es in dem Bericht:

Der Proof of Concept zeigt, dass es möglich ist, mit der Corda-Plattform ein vereinfachtes CBDC-Zahlungssystem aufzubauen, das die Privatsphäre der Benutzer bei niederwertigen Transaktionen schützt und gleichzeitig sicherstellt, dass höherwertige Transaktionen obligatorischen AML/CFT-Kontrollen unterzogen werden.

Das Zahlungsmodell schaltet zudem Intermediäre im Transaktionsprozess ein und enthält keine Möglichkeit direkter P2P-Zahlungen. In dem Verfahren sind vier Parteien eingebunden: Die Zentralbank, zwei Vermittler und eine Behörde zur Bekämpfung der Geldwäsche, die jeweils durch eine Node im Corda-Netzwerk vertreten sind.

EZB: Keine baldige Einführung eines CBDC

Das Paper macht deutlich, dass der PoC keine Herausgabe eines CBDC durch die EZB bedeutet. Der Test soll lediglich die technische Realisierung eines Zahlungsverkehrs mit einer digitalen Zentralbankenwährung demonstriert haben:

Dieser Proof of Concept ist Teil der laufenden technischen Forschung der EZB zum CBDC und soll zu einer breiteren Diskussion über dieses Thema beitragen. Die geleistete Arbeit ist nicht auf die praktische Umsetzung ausgerichtet und impliziert keine Entscheidung, mit CBDC fortzufahren.

Das Forschungsnetzwerk EUROchain des Europäischen Systems der Zentralbank (ESZB) führte den PoC mit Accenture und R3 durch. Accenture ist auch an anderen aktuellen CBDC-Projekten beteiligt, darunter in Kanada, Singapur und zuletzt bei der schwedischen Riksbank. Darüber hinaus kooperierte das Unternehmen mit SAP bei der Entwicklung eines nationalen Zahlungssystems, das auch digitale Währungen im Zahlungsverkehr unterstützt.

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