EZB: Interesse an Bitcoin-Futures, nicht am Bitcoin

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Quelle: Frankfurt, Germany. 10th Oct, 2017. Mario Draghi (* 1947), President of the European Central Bank (ECB), on the red carpet for the Frankfurt Bookfair / Buchmesse Frankfurt 2017 opening ceremony via shutterstock

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Auf mehreren Plattformen macht momentan die Nachricht die Runde, dass europäische Banken bald Bitcoin halten könnten. Grund dafür sind Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi. Er bezog sich jedoch lediglich auf BTC-Futures. Ein feiner, aber wichtiger Unterschied.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Tanja Giese

Die Headline, die momentan die Runde macht, bezieht sich auf folgendes Zitat:

„Aus den aktuellen Entwicklungen wie den Einführungen der Bitcoin-Futures an den US-amerikanischen Börsen, geht hervor, dass europäische Banken bald Positionen in Bitcoin halten können. Deshalb werden wir uns das Ganze genauer anschauen.“

Wie im Zitat klar wird, spricht der Vorsitzende der europäischen Zentralbank lediglich von indirekten Anteilen am Bitcoin. Betrachtet man die weiteren Ausführungen Draghis, wird klar, dass nach Draghi für Banken weder großes Interesse noch die rechtliche Möglichkeit besteht, Bitcoin zu halten.

„Tatsächlich ist es so, dass Kreditinstitute der europäischen Union nur geringes Interesse an Kryptowährungen haben, im Gegensatz zum hohen Interesse der Öffentlichkeit […]. Wir sollten beachten, dass Bitcoin und andere Kryptowährungen sich im unregulierten Raum befinden und als sehr gefährliche Anlageklassen betrachtet werden sollten […]. Momentan ist es so, dass Kryptowährungen nicht Teil eines spezifischen Regulierungsansatzes sind.“

Ob das Interesse der Kreditinstitute an Kryptowährungen tatsächlich gering ist, sei dahingestellt. Wichtig ist jedoch, dass Draghi die ungeklärte rechtliche Lage der Kryptowährungen herausstellt.

EZB-Präsident Mario Draghi bezieht sich lediglich auf Terminkontrakte


Mit Bitcoin-Futures oder auch Terminkontrakten verhält sich das jedoch anders. Wie wir bereits berichteten, handelt es sich bei Bitcoin-Futures um ein Instrument, mit dem man von den Kursschwankungen profitieren kann. Man muss dafür die Kryptowährung selbst nicht besitzen. Stattdessen spekuliert man auf eine bestimmte Kursentwicklung und wettet damit letztlich auf künftige Kurse.

Mario Draghis Aussage bezieht sich also auf Anteile am Bitcoin, nicht auf die Kryptowährung selbst.

BTC-ECHO


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