Europol: Krypto-Experten tagen zu Sicherheitsthemen

Polina Khubbeeva

von Polina Khubbeeva

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Polina Khubbeeva

Polina Khubbeeva studiert Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Im Studium setzt sie sich besonders intensiv mit dem Verhältnis von Macht und Raum auseinander, weshalb Kryptowährungen für sie besonders im Hinblick auf globale Machtverschiebungen spannend sind.

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Quelle: Shutterstock

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Etwa 300 Krypto-Experten trafen diese Woche in Den Haag auf Einladung von Europol zusammen. Die Teilnehmer aus Privatwirtschaft und von staatlichen Strafverfolgungsinstanzen berieten während der sechsten Cryptocurrency Conference über Kooperationsmöglichkeiten im Bereich der Krypto-Kriminalität. Neben dem Austausch von Strafverfolgungsstrategien stellte Europol ein neues Trainings-Tool vor. Dies soll Behörden in Zukunft auf spielerische Art und Weise im Umgang mit Cyber-Kriminalität schulen.

Europol, die Strafverfolgungsbehörde der Europäischen Union, richtete vom 12. bis zum 14. Juni eine internationale Kryptowährungskonferenz aus. Wie aus einer Pressemitteilung von Europol vom 14. Juni 2019 hervorgeht, diskutierten über 300 internationale Experten während der Veranstaltung Möglichkeiten für bessere Zusammenarbeit bei der Verbrechensbekämpfung. Organisiert wurde das Event von dem European Cybercrime Centre (EC3), das Europol untersteht.

Besonders neue Partnerschaften zur Ermittlung und Verfolgung von Straftaten mit Krypto-Bezug standen bei der Cryptocurrency Conference im Vordergrund. Mit über 300 Experten ist sie eine der größten Tagungen zur Bekämpfung der Krypto-Kriminalität in Europa.

Austausch von Strafverfolgungsstrategien

Die Experten teilten im Zuge der Konferenz Strategien und Techniken zur effektiven Strafverfolgung in Zeiten von Bitcoin & Co. Dabei demonstrierten sie anhand von Beispielen, wie der Verfolgung von Phishing, neue Wege zur Verbrechensbekämpfung.

Die Konferenzteilnehmer besprachen Lektionen, die sie vor dem Hintergrund jüngster Kriminalfälle gelernt hatten. Einer davon ist die Abschaltung von BestMixer.io im Mai 2019 (BTC-ECHO berichtete). Der niederländische Steuerinformations- und Ermittlungsdienst FIOD hat die Online-Plattform damals beschlagnahmt. Als Grund des Shut-Downs gaben die Behörden kriminelle Geldflüsse an. Auch Europol war an den Ermittlungen beteiligt.

Unter den Teilnehmern der Konferenz waren neben staatlichen Vertretern ebenfalls Repräsentanten großer Unternehmen aus dem Krypto-Ökosystem anwesend. Experten von Binance, Bitcoin.de, Bitfinex, Coinbase und anderen Firmen teilten dabei ihre Erfahrungen miteinander. Sie demonstrierten weiterhin Möglichkeiten zur Implementierung von KYC-Richtlinien (Know Your Customer). Außerdem stellten die Teilnehmer erprobte Reaktionsstrategien auf verdächtiges Verhalten auf ihren Plattformen vor.

Gamification: Europols Strategie zur Verbrechensbekämpfung

Weiterhin stellte Europol ein neues Computer-Trainingsprogramm zur Strafverfolgung im Krypto-Bereich vor. Dieses entwickelten die Sicherheitsexperten kürzlich in Zusammenarbeit mit CENTRIC (Centre of Excellence in Terrorism, Resilience, Intelligence and Organised Crime Research). CENTRIC ist ein multidisziplinäres Kompetenzzentrum, welches auf Sicherheitsfragen im Internet spezialisiert ist.

Das Spiel, welches im Oktober auf der siebten Europol-INTERPOL Cybercrime Conference vorgestellt wird, nutzt Gamification, um Online-Strafverfolgungsprozesse zu optimieren. Angestellte von Sicherheitsbehörden erhalten dabei realitätsnahe Trainings zum Umgang mit kriminellen Handlungen im Zusammenhang mit Kryptowährungen.

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