Es geht voran: Bitcoin-Börse Mt.Gox hat Entscheidungen getroffen

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Es geht voran: Bitcoin-Börse Mt.Gox hat Entscheidungen getroffen

Die ehemalige Bitcoin-Börse Mt.Gox hat Entscheidungen getroffen. Demnach können sich ehemalige Kunden demnächst auf Entschädigungen einstellen. Dabei bleiben jedoch noch einige Fragen offen.

Es war eine der ersten großen Fälle, die die aufstrebende und junge Bitcoin-Gemeinde in Aufruhr brachte: der (sprichwörtliche) Fall des japanischen Krypto-Handelsplatzes Mt.Gox. Die Börse, die ursprünglich aus einem Handelsplatz für Spielkarten hervorgegangen war, hatte plötzlich mit herben Verlusten zu kämpfen. Die stattliche Menge von 650.000 bis 850.000 Bitcoin (BTC) waren plötzlich verschwunden. Der (angebliche) Grund: ein Hack der Börse.

Im Zuge dessen meldete das Unternehmen dann Insolvenz an. Das war bereits im Jahr 2014. Zwischenzeitlich kamen erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Geschichte auf. Der Betreiber der Börse, Mark Karpelès, stand im starken Verdacht, die Bitcoin veruntreut zu haben. (Hier die gesamte Story).

Im August 2018 führte das Unternehmen dann ein neues System zur Schadensersatzprüfung ein. Die damalige Ankündigung:

Wir kündigen hiermit unser […] Online Rehabilitation Claim System auf Mt.Gox’s Website an, was Nutzer von Mt.Gox unter anderem dazu berechtigt, ihre Kompensationsansprüche […] prüfen zu lassen. Außerdem beginnen wir unter anderem damit, auch Kompensationsansprüche offline zu akzeptieren – für Nutzer, die ihre Ansprüche nicht online über das System geltend machen können.


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Wie man einem offiziellen Dokument der ehemaligen Bitcoin-Börse indes entnehmen kann, kam es im Zuge dessen zu Entscheidungen. Dahingehend traf die Börse nun offenbar Entscheidungen rund um mögliche Rückzahlungen der insgesamt 24.000 Schuldner. Die jeweiligen Schuldner bekamen laut selbigen Angaben nun E-Mails über etwaige Entschädigungen. Wie hoch diese Zahlungen nun ausfallen, auch ob sie in Kryptowährungen oder Fiat stattfinden, lässt das Dokument mitunter offen.

Ehemaliger Betreiber der Bitcoin-Börse bereits in Haft

Wie wir weiter berichteten, kam es auch in der Causa Mark Karpelès zwischenzeitlich zu einer Entscheidung. Diese fiel zunächst milder aus als gedacht. Statt der erwarteten Strafe von insgesamt zehn Jahren, muss Mark Karpelès nun insgesamt zwei Jahre und sechs Monate hinter den schwedischen Gardinen Tokyos verweilen. Allerdings nur, wenn er sich etwas zu schulden kommen lässt: Die Strafe ist zur Bewährung ausgesetzt.

Mehr zu Mt.Gox: Übernahmepläne durch Brock Pierce

Zwischenzeitlich kam es auch zu Wiederbelebungsgerüchten des ehemaligen Handelsplatzes. So kündigte der ehemalige Hollywoodkinderstar Brock Pierce außerdem an, Mt.Gox mittels Initial Coin Offering (ICO) wiederzubeleben. Wie Karpelès jedoch umgehend feststellte, sollten diese Pläne dazu verdammt sein, im Sande zu verlaufen. Denn für eine etwaige Übernahme fehlten Pierce die nötigen Berechtigungen.

Update am 05.04: Die Strafe für Mark Karpelès ist zur Bewährung ausgesetzt, er ist nicht, wie zunächst behauptet im Gefängnis. Danke an die BTC-ECHO-Community.

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