Mt.Gox: Ehemaliger Betreiber der Bitcoin-Börse in Tokyo verurteilt

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Mt.Gox: Ehemaliger Betreiber der Bitcoin-Börse in Tokyo verurteilt

Mark Karpelès wurde für schuldig erklärt. Der ehemalige Betreiber der einst größten Bitcoin-Börse Mt.Gox stand vor einem Gericht in Tokyo. Aufgrund der Fälschung von Aufzeichnungen bekam er eine Strafe, die jedoch sehr viel milder ausfällt als erwartet.

Es war einer der ersten großen Skandale in der Bitcoin-Community. Nachdem Mt.Gox im August 2013 noch 60 Prozent des weltweiten Bitcoin-Handelsvolumen abwickelte, musste das Unternehmen bereits am 28. Februar 2014 Insolvenz anmelden. Hacker hatten die bis dato größte Handelsplattform für Kryptowährungen angeblich geknackt. Das Ergebnis: Zwischen 650.000 und 850.000 Bitcoin fehlten. An der offiziellen Geschichte gab es jedoch bald Zweifel. Mark Karpèles, Betreiber und Mitgründer der Börse, stand im starken Verdacht, hinter dem plötzlichen Verschwinden der Nutzer-Einlagen zu stehen. (Mehr dazu hier)

Strafe für ehemaligen Bitcoin-Börsen-Chef fällt milder aus als gedacht

Nun, knappe fünf Jahre nach der Insolvenz, hat ein Gericht in Tokyo Mark Karpelès verurteilt. Das Urteil fiel jedoch deutlich milder aus als ursprünglich erwartet. Da man weitläufig davon ausging, dass er für die Unterschlagung der Bitcoin verurteilt werde, erwarteten viele eine Gefängnisstrafe von bis zu zehn Jahren. Letztlich muss er sich nun lediglich für die Fälschung von Dokumenten verantworten. Wie das Wall Street Journal am 14. März berichtet, bekam er also keine Strafe für eine etwaige Unterschlagung der Nutzer-Einlagen, denn diese konnte offenbar niemand nachweisen.

Somit bekam Mark Karpelès eine Strafe von zwei Jahren und sechs Monaten, auf vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Lässt sich Mark Karpelès in dieser Zeit nichts zu Schulden kommen, bleibt er auf freiem Fuß.

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Zuletzt kamen im Fall der ehemaligen Bitcoin-Börse Übernahmepläne durch den Hollywood-Kinderstar Brock Pierce auf. Dieser hatte den Plan, Mt.Gox mittels eines Initial Coin Offerings wiederzubeleben. In einer vergleichsweise groß angelegten PR-Aktion kündigte er an, so die verprellten Nutzer zu entschädigen. Dazu hätte er aber die Zustimmung sämtlicher Teilhaber der Börse gebraucht, die er allerdings nicht hatte. Mark Karpelès erklärte seine Pläne anschließend als haltlos.

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