Erwartet uns bald der Facebook Coin?

Der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gibt das 9. Jahr in Folge seinen Neujahrsvorsatz bekannt. Sein Ziel ist es, die Technologie 2018 wieder auf den Pfad der Dezentralisierung zu bringen. Dafür beschäftigt er sich nun intensiv mit den Themen Verschlüsselung und Kryptowährungen.



Mark Zuckerberg ist ein großer Fan von Neujahrsvorsätzen. Seit 2009 stellt er sich zu Beginn jedes Jahres einer Herausforderung, die er bis zum Jahresende meistern will. Nachdem er jeden US-Bundesstaat besucht, 365 Meilen gelaufen, eine KI für sein Haus gebaut, 25 Bücher gelesen und Mandarin gelernt hat und sich damit vorwiegend persönliche Ziele gesetzt hat, will er sich nun intensiver mit Kryptowährungen beschäftigen und ihren potentiellen Nutzen für Facebook ausloten.

Gib den Leuten die Macht”

Viele Menschen, die im Technologie-Bereich tätig sind oder sich für diesen interessieren, reize vor allem der Gedanke der Dezentralität, meint Zuckerberg. Auch er selbst glaubt daran, dass eine Technik dezentralisiert beschaffen sein sollte, um den Menschen die Macht zurückzugeben.

“Viele von uns haben sich mit Technologie beschäftigt, weil wir glauben, dass sie eine dezentralisierende Kraft sein kann, die den Menschen mehr Macht gibt. (Die ersten vier Worte von Facebooks Mission waren immer “gib den Leuten die Macht”.) In den 1990er und 2000er Jahren glaubten die meisten, dass Technologie eine Dezentralisierungskraft sei.”

Diesen Glauben hätten die Menschen angesichts der wenigen großen Unternehmen, die das Internet dominieren, und Staaten, die sich mittels technologischer Überwachung eine Art gläsernes Volk erschaffen, verloren. Sicherlich lässt sich dies kaum anzweifeln. Eine derartige Aussage aus dem Mund des Facebook-CEOs wirkt dennoch leicht überraschend. Abgesehen von dem löblichen Ziel, den Menschen die Macht über ihre Daten zurückzugeben, erhofft sich der Geschäftsführer aber auch Lösungen für sein Unternehmen:

“…Facebook hat viel zu tun – ob es darum geht, unsere Gemeinschaft vor Missbrauch und Hass zu schützen, sich gegen Einmischung von Nationalstaaten zu wehren oder dafür zu sorgen, dass die auf Facebook verbrachte Zeit gut genutzt wird.”

Hierfür stellte Facebook zwei leitende Angestellte ein, die sich ernsthaft für die Blockchain-Technologie interessieren. David Marcus, ein Facebook-Manager, ist bereits Ende letzten Jahres Coinbase beigetreten.

Zuckerberg könnte an einer neuen Form der Blockchain-Technologie interessiert sein, so dass er mit Alipay und WeChat Pay konkurrieren kann, die seit einiger Zeit in China verwendet werden. Facebook könnte sogar einen eigenen Coin entwickeln, damit Nutzer weltweit problemlos Geld tauschen können. Hierfür gibt es aktuell jedoch noch keine offiziellen Pläne. Es bleibt also abzuwarten, womit uns Facebook dieses Jahr noch überraschen wird.

BTC-ECHO

Über Tanja Giese

Tanja GieseTanja Giese ist seit August 2017 als Lektorin für BTC-ECHO tätig und schreibt seit Oktober 2017 auch eigene Artikel. In Potsdam hat sie Germanistik, Literaturwissenschaft und Philosophie studiert und mit dem Magister abgeschlossen. Berufliche Erfahrungen hat sie vor allem in Start-ups und einer Digitalagentur gesammelt. Im Fokus ihres Interesses an der Krypto-Welt steht der gesellschaftliche Nutzen und der Umgang der Politik mit den Veränderungen, die der Vormarsch der Kryptowährungen fordert.

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