Der TenX ICO – Bitcoin, Ethereum und mehr auf einer Karte

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: TenX.tech

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Wenn Kryptowährungen in einem Aspekt den traditionellen Währungen besonders stark den Rang ablaufen, dann bei der Geschwindigkeit. Man hat nicht überall auf der Welt das Glück, dass Shops digitale Währungen akzeptieren. Um das beste aus beiden Welten zu vereinen – Zahlungsgeschwindigkeit der Kryptowährungen und die Akzeptanz der Kreditkarten – gibt es Zahlungsdienstleister wie TenX. Doch TenX will die Konkurrenz abhängen – was hat TenX vor und was können wir vom ICO erwarten?
Der Hintergrund

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2019 05:06 Uhr von Sven Wagenknecht

Der Hintergrund

Wir haben in der Vergangenheit bereits über Zahlungsdienstleister aus dem Raum der Kryptowährungen berichtet. Was aber gerade seit der Jahreswende immer deutlicher klar wird ist: Neben Bitcoin gibt es immer mehr digitale Währungen, die durch bestimmte Anwendungsgebiete glänzen und seriös auftreten. Besonders deutlich wird es, wenn wir uns die Marktdominanz von Bitcoin seit Januar anschauen. Im Januar konnte Bitcoin noch 80% des gesamten Marktkapitals für sich beanspruchen, jetzt zählen wir lediglich noch knapp 40%. Es wird deutlich, dass andere digitale Währungen an Beliebtheit gewinnen.


TenX ist ein Startup, das 2015 gegründet wurde und seinen Hauptsitz in Singapur hat. CVO Julian Hops war bereits mit uns im Gespräch und führt den Podcast i-Unlimited, spricht über Kryptowährungen und hat das Unternehmen TenX (ehemals ONEBIT) mitgegründet. Direkte und indirekte Investoren in TenX sind Vitalik Buterin (indirekt durch Fenbushi Capital), Bo Shen (Managing Partner bei Fenbushi Capital) und David Lee (Angel Investor und Professor).

Das TenX-Wallet kann für Android bereits heruntergeladen werden, iOS wird es ab Juli 2017 ebenfalls unterstützen. Anders als bei den meisten Zahlungsdienstleistern unterstützt das TenX-Wallet mehr als nur eine Kryptowährung, es entfällt also das mühselige Tauschen in andere Währungen. Zurzeit sind die folgenden Coins integriert:

  • Bitcoin
  • Ethereum
  • ERC20 Tokens wie: DigiX, Augur, Iconomi, Golem, Aragon, WeTrust und viele mehr

Andere Coins wie Litecoin, Dogecoin, Monero oder Zcash sollen dieses Jahr noch integriert werden. Die volle Liste kann man im White Paper auf der TenX-Website nachlesen.

Das Konzept

Nach Eingabe von Telefonnummer und E-Mail-Adresse ist das Smartphone-Wallet auf den Nutzer zugeschnitten. Man kann nun sein Wallet, wie man es kennt, mit seinen digitalen Währungen befüllen. Der sichere Bit-Go Industriestandard schützt die Private Keys vor dem unberechtigten Zugriff. Zusätzlich zu der App bestellt man sich eine physische Kreditkarte, die man direkt aus der App heraus ordern kann.

Nun kann man seine gewünschte Kryptowährung aus der App heraus auswählen und sie mit einem Klick mit der Karte verbinden. Durch die Partnerschaften von MasterCard und Visa ist die Kreditkarte an Millionen von Akzeptanzstellen auf der Welt gültig. Das sogenannte COMIT-Netzwerk wird in Zukunft in Sekundenschnelle die Zahlungen zwischen den Parteien abwickeln. Weiterer Vorteil hierbei ist, dass die Währungen erst beim Bezahlen in Fiat konvertiert werden. Eventuelle Kursanstiege behält man also bis zur Bezahlung bei. Andersherum aber auch jeden Kurssturz.

Gebühren & Token

Die Ausstellung einer physischen Karte wird sich auf 15 US-Dollar belaufen, einer virtuellen Karte auf 1,5 US-Dollar. Die jährliche Kartengebühr wird entfallen, falls man mehr als 1.000 US-Dollar mit der Karte gemacht hat, ansonsten fällt eine Gebühr von 10 US-Dollar an. Die inländische Tauschgebühr für die Karte beträgt 0%, selbiges gilt für die ausländische Tauschgebühr.

Ähnlich wie bei Flugmeilen wird die Nutzung der Karte dem Nutzer zu gute kommen. 0,1% des eigenen Umsatzes gehen in der Form des PAY-Tokens an den Nutzer zurück. Der PAY-Token selbst ist wiederum eine Art Anteil am Gesamtumsatz aller TenX-Karten.

Es werden 0,5 % des Gesamtumsatz aller TenX-Karten an die PAY-Token-Halter zurückgezahlt. Geben also 1 Million Nutzer durchschnittlich 100 US-Dollar im Monat mittels TenX aus, ergibt sich ein Jahresvolumen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Von diesen 1,2 Milliarden US-Dollar gehen 0.5 % an die Halter von PAY-Tokens dass bedeutet, das 6 Millionen US-Dollar an die PAY-Eigner ausgezahlt werden.

Der ICO für TenX startet am 24. Juni um 15 Uhr MEZ. Für einen Ether wird man 350 PAY-Token bekommen, alle anderen Währungen werden zu den dementsprechenden aktuellen Kursen umgerechnet. 80% aller Tokens werden an die Öffentlichkeit herausgegeben (51% direkt & 29% über einen Zeitraum von vier Jahren), 20% bleiben als Langzeitinitiative bei der entwickelnden Firma. Der ICO ist “hardcapped”, das bedeutet, dass es eine maximale Verkaufsmenge von rund 200.000 ETH geben wird. Sollte dieses Limit vor der vierwöchigen Phase erreicht werden, wird der ICO damit beendet.

Alle weiteren Informationen finden sich auf der offiziellen Webseite von TenX.

BTC-ECHO

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