Das Regulierungs-ECHO: Die Politik macht Libra das Leben schwer

Quelle: Shutterstock

Das Regulierungs-ECHO: Die Politik macht Libra das Leben schwer

Natürlich dreht sich im aktuellen Regulierungs-ECHO alles um Facebooks Project Libra. Dabei offenbart sich abermals ganz deutlich das Spannungsfeld zwischen wirklicher und vermeintlicher Dezentralität. Denn im Gegensatz zu Bitcoin ließe sich Libra schlicht verbieten.

Libra im Fokus des Regulierungs-ECHOs.

Federal Reserve Bank (FED) nimmt sich Libra zur Brust

Kryptowährungen seien „noch weit davon entfernt, Zentralbankgeld zu ersetzen“. So äußerte sich US-Zentralbank-Chef Jerome Powell gegenüber Medienvertretern.

Powell: Facebook discussed new cryptocurrency, Libra, with Fed

Dieses Video ansehen auf YouTube.

Die Zentralbanken würden ihrer Aufgabe der geldpolitischen Gestaltung auch in Zukunft nachkommen können, so Powell.

In Bezug auf Facebooks Project Libra äußerte sich der Notenbank-Chef folgendermaßen:

Facebook hat von Anfang an seine Pläne mit Behörden auf der ganzen Welt diskutiert. Dazu gehören wir natürlich auch […]. [Libra] hat sicherlich ein großes Potenzial – mit dem Projekt sind bei einer breiten Anwendung aber auch Risiken verbunden.

Frankreichs Wirtschaftsminister: Libra darf keine Währung werden


[Anzeige]
Bitcoin kaufen mit dem Bitwala Konto. Warum ein Bankkonto bei Bitwala? Ein Bankkonto “Made in Germany” mit Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro; 24/7 Bitcoin Handel mit schneller Liquidität; Gehandelt werden ausschließlich ‘echte’ Bitcoin – keine Finanzderivate wie CFDs; Sichere Nutzerkontrolle über das Bitcoin Wallet und den private Schlüssel; Mit der kontaktlosen Debit-Mastercard weltweit abheben und bezahlen.

Jetzt kostenloses Konto eröffnen

Weniger passiv äußerte sich Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire. Der Politiker erteilte Facebook eine klare Absage:

Dass Facebook eine eigene Währung schafft, ein Transaktionsinstrument, warum nicht. Demgegenüber steht es jedoch außer Frage, dass [Libra] eine souveräne Währung wird. Das darf nicht passieren.

Zahlungssystem ja, Währung nein. Die Reaktion des Diplomaten, der Mitglied von Macrons La Républic en Marche ist, verdeutlicht das wachsende Bewusstsein für ernstzunehmende privatwirtschaftliche Alternativen zum staatlichen Geldmonopol.

Da es sich beim Calibra-Konsortium um einen Zusammenschluss großer Konzerne wie MasterCard, Ebay, Facebook und Uber handelt, dürften Behörden bei der Regulierung von Libra leichteres Spiel haben, als bei wirklich dezentralen Projekten. Denn Bitcoin beispielsweise unterliegt keiner juristischen Entität, sondern kann mehr als Idee begriffen werden.

Insofern lässt sich BTC deutlich schwieriger regulieren oder gar verbieten. In Staaten wie Iran hingegen dürfte Libra aufgrund der US-Wirtschaftssanktionen nicht verfügbar sein.

Russische Staatsduma will Libra verbieten

Die regulatorischen Hürden für Libra manifestieren sich indes abermals anhand von zwei Gesetzentwürfen, die das russische Parlament innerhalb der nächsten zwei Wochen verabschieden will. Dabei handelt es sich um ein ICO-Gesetz und eines zu digitalen Wertpapieren. Wenn die Parlamentarier dieses nach der zweiten Lesung verabschieden, ist der Weg frei für digitale Wertpapiere auf Krypto-Basis.

Libra hingegen wolle man in Russland nicht. Anatolij Aksakow, seines Zeichens Vorsitzender des Parlamentsausschusses zu Finanzmärkten, äußerte sich entsprechend in einem Radiointerview.

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Bitcoin-Diebstahl im Darknet: Hacker infizieren Tor Browser
Sicherheit

Krytpo-Scammer schlugen erneut im Darknet zu. Um ahnungslosen Kunden von Darknet-Märkten die Bitcoin aus der Tasche zu ziehen, kam dieses Mal eine infizierte Variante des Tor Browsers zum Einsatz.

IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
IOTA im Fokus: Mikrotransaktionen und das Tangle
Altcoins

IOTA könnte sich als entscheidende Technologie im Internet of Things etablieren. Dabei sticht vor allem die Möglichkeit kleinster Transaktionen in Echtzeit heraus. Die Killerapp treibt die Autonomisierung von Maschinen voran.

Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Broadway: Der Auftritt der Blockchain
Blockchain

In Zukunft könnte der Verkauf der Broadway Tickets über eine Blockchain-Lösung laufen. So hat es zumindest der größte Ticketverkäufer des Broadways, die Shubert Organization, geplant. Die Blockchain-Lösung für das Projekt stellt das Bostoner Start-up True Tickets zur Verfügung.

Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Jakobsmuscheln auf der Blockchain: US-Fischer Raw Seafoods tritt IBM Food Trust bei
Blockchain

Das US-Fischereiunternehmen Raw Seafoods ist als jüngstes Mitglied der Lebensmittel-Plattform Food Trust von IBM beigetreten. Mithilfe der Blockchain-Lösung wollen die Fischer die Lieferketten atlantischer Jakobsmuscheln absichern. Die Marketing-Aktion soll für Transparenz, Lebensmittelsicherheit, nachhaltigen Fang und damit nicht zuletzt Kundenvertrauen sorgen.

Angesagt

Homosexuell dank Apple: GayCoin-Klage zurückgezogen
Szene

Der Moskauer iPhone-Besitzer, der den Apple-Konzern für seine eigene Homosexualtiät verantwortlich machte, hat seine Beschwerde zurückgezogen. Laut seiner Anwältin scheue er das große öffentliche Interesse an seinem Fall.

Bitcoin-Kurs- und Marktbetrachtung: Anzeichen für Bärenflagge gesichtet
Kursanalyse

Bisher konnte sich der gleitende Mittelwert der letzten hundert Tage als stabiler Support beweisen. Jedoch kann die kurzfristige Entwicklung des Bitcoin-Kurses als Bärenflagge gedeutet werden. Jenseits von Bitcoin gab es, trotz eines eher sorgenvollen Berichts der G7-Staaten, positive Neuigkeiten um Stable Coins. 

CFTC deckt Bitcoin-Betrug in Millionenhöhe auf
Regulierung

Die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) in Washington in den USA hat einen neuen Krypto-Fraud hochgenommen. Seit Dezember des Jahres 2017 läuft das zwielichtige Programm Circle Society, denen die CFTC nun das Handwerk gelegt hat. Insgesamt sollen die betrügerischen Anbieter rund 11 Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Facebook Coin Libra: G7 wird Stable Coin vorerst nicht zulassen
Regulierung

Die „großen 7“ wollen den geplanten Facebook Coin Libra nicht zulassen. Das geht aus einem Stable-Coin-Bericht hervor, den die G7 am 18. Oktober veröffentlichte.