Kryptomining: Der große Star unter den Malware-Arten

Quelle: Conceptual image of the hand of a man checking the health of his laptop computer using a stethoscope as he checks for malware and viruses or any electronic malfunctions

Kryptomining: Der große Star unter den Malware-Arten

Gemäß des jüngsten Reports von Malware Labs ist Kryptomining neben Adware und Spyware die am häufigsten eingesetzte Malware. In Zukunft ist mit noch größerer Beliebtheitheit zu rechnen. 

Digitalisierung, Innovation und Disruption sind nicht nur in der normalen Industrie drei prägende Trends. Die Welt des Verbrechens schläft nicht und überdenkt auch ihre Version von Geschäftspraktiken. In diesen spielen Kryptowährungen seit einiger Zeit eine große Rolle. Wurde noch vor einem halben Jahr primär von Ransomware gesprochen, ist seit einigen Monaten Kryptomining im Kommen.

Von ethischen Fragen abgesehen ist das verständlich: Im Gegensatz zu klassischen Betrugsgeschäften ist Kryptomining unglaublich skalierbar, kann doch die Malware an verschiedenste Systeme gesandt werden. Die Nutzung von anonymen Kryptowährungen wie Monero macht eine Rückverfolgung der Transaktionen mehr oder weniger unmöglich.

Im Gegensatz zu Ransomware kommt eine weitere positive Eigenschaft dazu: Diese Form von Malware arbeitet für das ungeschulte Auge im Hintergrund. Nutzer sind vielleicht hinsichtlich der CPU-Auslastung oder der erhitzten Smartphones besorgt, sehen jedoch nicht direkt, dass sie Opfer eines Malware-Angriffes wurden.

Man sollte dies nicht einfach herunterspielen: Kryptominer sorgen nicht nur dafür, dass die Performance anderer Programme leidet, sondern führen zu einer stärkeren CPU-Auslastung der verwendeten Rechner. Das Ausnutzen von Smartphones ist diesbezüglich noch dramatischer, da sich dabei der Akku stark erhitzt. In Extremfällen konnte das Smartphone dermaßen ausgelastet sein, dass der Akku überhitze und das gesamte Smartphone zerstörte.

Vom Quellcode her betrachtet sind Kryptominer sehr einfach aufgebaut. Die Einfachheit des Codes bedeutet zwar auch, dass Sicherheitsexperten die entsprechenden Codestücke schnell in Webseiten oder Plugins finden können, was jedoch bei den Verbreitungsmöglichkeiten über das Web und dem hohen Grad an Anonymität aus Sicht der Verbrecher verschmerzbar ist.

Kryptomining: Mit Adware größter Consumer Threat 2018

Eine Studie von Malwarebytes zeigt, dass Kryptomining neben Spyware und Adware die beliebteste Form des digitalen Betruges ist. Sehr eindeutig ist das im Fall von Angriffen auf Privatcomputer und Smartphones zu sehen:

Im unternehmerischen Sektor ist es nicht so eindeutig, jedoch rangiert auch hier Kryptomining unter den ersten Plätzen.

Die Studie stellt weiterhin die unterschiedlichen Typen von Kryptomining-Malware dar, sodass Interessierte einen guten Überblick über die aktuelle Lage erhalten.

Neben dem illegalen Kryptomining wird auch Ethical Mining angesprochen. Ein Beispiel hierfür wurde vor einigen Wochen bei BTC-ECHO vorgestellt. Das Nutzen der Systemressourcen für einen guten Zweck wird seitens Malwarebytes lobend hervorgehoben. Gemäß Bericht stellt die Skalierung der genutzten Ressourcen noch ein großes Problem dar. Aktuell existieren viele Systeme, die sofort die CPU zu 100 Prozent auslasten, was auch ein Abschalten des Ethical Minings erschwert.

Nebenbei gesagt ist sehr lobenswert, dass Malwarebytes nicht eine Generalkritik an Kryptowährungen üben. Bezüglich Ethical Hacking und Kryptowährungen im Generellen sind die Autoren sehr wohlwollend eingestellt.

Was kann ich gegen Kryptomining tun?

Den verschiedenen Vertretern von Sicherheitssoftware ist die Gefahr von Kryptomining bekannt, selbst Windows Defender hat diese Gefahr im Auge. Der illegale Markt schläft jedoch nicht und entwickelt ständig neue Formen von Malware oder infizierten Webseiten. Entsprechend ist auch angeraten, die Performance des eigenen Rechners oder des eigenen Smartphones etwas im Auge zu behalten.

BTC-ECHO

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